Eröffnungsfeier der Nothilfestation für Polarhunde in Gauselfingen (schwäbisch Alb) am 18.5.2014

Es berichten die fünf Ex-Nothilfler:

Borea
Borea
Snow
Snow
Chenook
Chenook
Yukon
Yukon
Amarok
Amarok

Borea
Borea

17.5.2014

Unsere Fellfreunde in der Nothilfestation Gauselfingen liessen uns Nachricht zukommen, dass ihre neue Station nun soweit bereit sei, dass man Eröffnung feiern könne.

Dazu luden sie uns alle ein, was wir natürlich sehr nett fanden von unseren Kumpels, kennen wir uns ja doch eigentlich gar nicht persönlich. (Das sollte sich ja nun  heute ändern). Natürlich sind wir hingefahren, wie immer Frauchen im Schlepptau, die ja für solche Sachen auch immer zu haben ist.

Steak-Out im Schatten
Steak-Out im Schatten
 Schutzwall
Schutzwall
Gehege 1
Gehege 1

Snow
Snow

Nachdem uns Frauchen ein  Steak-Out im Schatten aufgeschlagen hatte, machten wir einen ersten Rundgang durch die Station, um uns einen Überblick zu verschafffen, wie die Arbeiten vorangekommen waren, seit wir nicht mehr hier waren.

Ich muss sagen, da hat sich ja ganz schön viel getan seither. Die haben ja was geleistet, all die Zwei- und Vierbeiner-Freunde hier.

Die Gehege sind nun alle fertig, und Kumpels sind auch schon drin.

Die ganze Gehegeanlage
Die ganze Gehegeanlage
Hank wartet noch auf sein neues zu Hause
Hank wartet noch auf sein neues zu Hause
Eingang zur Halle
Eingang zur Halle

Chenook
Chenook

Es gab viele verschiedene Aktivitäten, so haben sie zum Beispiel Kinder geschminkt, damit sie so aussahen wie wir. Es gab Verkaufsstände, wo liebe Menschen Sachen für uns und von uns verkauften und dann das Geld für die Station spendeten.

Und Reden wurden gehalten, von hohen Tieren. Wieso man denen zwar so sagte weiss ich auch nicht, keiner von ihnen hatte vier Beine.

Sei`s denn, die ganze Halle war voller Menschen und auch von uns waren natürlich viele anwesend. Und es war eine gute Stimmung, alle waren freundlich, es hatte viele liebe Hände, alle Menschen hatten Gefallen an uns...

Kinderschminken
Kinderschminken
diverse Stände
diverse Stände
Ansprachen durch Bürgermeister und Vorsitzende
Ansprachen durch Bürgermeister und Vorsitzende

Yukon
Yukon

Es gab auch sehr viele feine Sachen zum fressen; für uns hatte Frauchen zwar den Fleischeintopf mitgenommen. Aber sie selber kam plötzlich mit einem  Teller voller grosser, süsser Leckerli daher, ein breites Grinsen im Gesicht. Ein herrliches Kuchenbuffet sei das gewesen, sagte sie uns dann, so richtig nach deutscher Manier.

Dann haben wir den Kumpel Helge getroffen, der uns ja damals bei einem unserer Arbeitseinsätzen beim Platten legen geholfen hat. Sein Chef "Mogli" war heute auch mit dabei und führte ihn  auf dem Parkplatz herum, damit er dort für Ordnung sorgte.

Es fehlte unsereins wirklich an nichts; alle die, die da  ihre Pfoten mit drin hatten, boten einen wirklich tadellosen Einsatz.

Ehemalige Nothilfler, wie wir
Ehemalige Nothilfler, wie wir
Mogli mit Herrchen Helge
Mogli mit Herrchen Helge
Zwei- und Vierbeinige Freunde
Zwei- und Vierbeinige Freunde

Amarok
Amarok

Und wir hatten dann auch noch unseren ganz speziellen Einsatz. Auf dem Programm stand ja noch der Punkt: Wanderung mit Menschen, geführt durch uns Ex-Nothilfler.

Da fanden sich dann Jung und Alt bei unserem Lagerplatz ein. Und da bekam dann ein jeder einen Bauchgurt, eine Bunji-Leine, und ein Führer von uns zugeteilt und dann zogen wir los, und das buchstäblich!

Wir waren natürlich voller Tatendrang und Enthusiasmus, und wollten den Menschen zeigen, wie sich ein richtiger Husky bewegt. Andererseits stellten wir durch unser artiges Benehmen auch klar, dass wir durchaus auch in der Lage sind, uns der Verschiedenartigkeit der Menschen gebührend anzupassen, was zum Beispiel Tempo und Zugkraft anbelangt.


Es gab auf jeden Fall viel Gebelle und Gejohle bei den Menschen und sie fanden uns lieb und interessant. Wir machten dann aber doch ab und zu eine Pause, damit sie sich etwas hinsetzen und erholen konnten. Wir wollten ja denen schliesslich nur das Beste von uns zeigen, damit vielleicht - vielleicht jemand mehr einem unserer noch heimatlosen Kumpels ein neues zu Hause geben würde.

Wir strengten uns also wirklich sehr an, alles gut zu machen und kamen dabei doch auch ins Schwitzen, wenn auch aus andern Gründen wie die Menschen.


Snow
Snow

Zum Schluss möchte ich mich, als Chef dieser Meute, noch einmal zum Wort melden.

Was hätten wir gemacht, damals; wo wären wir heute, wenn es euch liebe Menschen nicht gäbe, die ihr jahrelang euer ganzes Herzblut für uns eingesetzt habt.

Und dass wir heute dieses Fest mit euch allen feiern durften, macht uns so glücklich! Ihr habt es geschafft, etwas so wunderbares auf die Beine zu stellen.

Darum lieben wir euch, darum vertrauen wir euch, darum heulen wir unseren Kumpels die jetzt bei euch noch auf ihr entgültiges zu Hause warten, zu:

Haltet die Ohren steiff, ihr seid am rechten Ort, für jeden von euch ist auf dieser Welt das richtige Plätzchen da, vielleicht ist es einfach noch nicht ganz bereit. Aber diese Station hier, mit den vielen lieben Menschen ist die Vortüre zu eurem Paradies auf Erden, dafür schauen diese Menschen, da könnt ihr ganz sicher sein.

In dem Sinne wünschen wir euch allen zusammen gutes Gelingen, weiterhin viele Helfer, grosse Knochen und jederzeit volle Spendennäpfe.

Es grüssen huskyfreundlichst

Snow mit Borea, Chenook, Yukon und Amarok

Von links: Amarok, Borea, Yukon, ich und Chenook
Von links: Amarok, Borea, Yukon, ich und Chenook

(Wer mehr über die Organisation "Nothilfe für Polarhunde e. V. Freudenstadt" erfahren möchte, kann sich hier informieren).

www.polarhunde-nothilfe.com