Fotogalerie Amarok

2019,  11,5 jährig
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Beschreibung des Rüden Amarok von dessen Besitzerin huskypost.ch

Amarok

Rüde, geboren 12.12.2007

 

Rudelplatz:

Amarok ist ein Team-Dog, der total gut sozialisiert ist.

Achtung:

Er sieht eine Balkonbrüstung nur als Hürde, die man leicht nehmen kann und dann frei ist. Dies bewerkstelligt er in einer Sekunde, wenn man grad nicht herschaut. Er sollte angebunden oder die Brüstung vergittert werden, wenn man ihn auch nur 2 Minuten alleine da lassen will.

Wenn er irgendwo auch nur die kleinste Schramme hat, leckt er penetrant daran herum, reisst sich dabei das Fell weg, bis alles rot wird. Verbände werden immer wieder abmontiert, er braucht schnell einmal einen Trichter, (Kragen) damit die Sache abheilen kann.

Fressen:

Amarok ist nicht futterneidisch, kaum hat er seinen Napf leer, geht  er davon und fläzt sich auf das Sofa. Er säuft gut beim Wässern.

Gesundheitszustand:

Er ist topfit und gesund und sehr stark.

Im Gespann:

Amarok läuft als Team-Dog, immer links. Er zieht nur bedingt gut, wenn es ihm gerade Spass macht, oder wenn er etwas Interessantes sieht oder riecht, dann kann  er aber zum „Raser“ werden. Oft lässt er sich noch von Dingen ablenken, die neben dem Trail passieren. Am Besten läuft er in einem schnelleren Team, direkt vor dem Schlitten zusammen mit seinem Kumpel Blizzard.

Kuscheln:

Er liebt es sehr, geknuddelt zu werden, will dabei aber nicht eingeengt sein. Sein Lieblingsplätzchen ist eindeutig das Sofa. Amarok lässt sich gerne und gut bürsten.

An der Leine:

Amarok kennt dass „Fuss-Laufen“, dagegen kann er nur mit grosser Vorsicht von der Leine gelassen werden, und nur 2-3 Minuten, dann ist er noch gut abrufbar. Aber da er das einmal sehr gut gekonnt hat, könnte man es ihm sicher wieder antrainieren, da er sich gut auf seine Bezugsperson fokussiert. Er hat  aber sehr grossen Jagdtrieb.

Art:

Amarok ist ein absolut gut sozialisierter Hund, gehorcht gut, sucht keinen Streit.

Er kann sehr ungestüm sein und ungeheuer kraftvoll, wenn er zu „fliegen“ kommt ist es besser man steht ihm nicht im Weg.

Er ist immer gut gelaunt, weint einem aber manchmal hinterher, wenn man aus dem Gehege geht. Da denkt man, man hätte es mit einem kleinen Kind zu tun.

Er fährt gerne Auto,verträgt aber das schnelle Kurvenfahren nicht gut, da wird es ihm schlecht. Ein sicheres Zeichen dafür gibt er, wenn er nicht mehr liegt in der Box und zu speicheln beginnt.

Im Gehege spielt er viel und gerne mit den jüngeren Kumpels, dabei entwickelt er ein ungeheures  Temperament.

Im Haus aber ist Amarok absolut ruhig und sehr angenehm, steht oft bei mir und schaut zu was ich mache. Er ist stubenrein. 

Umgang mit fremden Hunden:

Problemlos; kann aber einem „Rüpel“ schon mal kurz zeigen wo`s lang geht, aber ohne die Zähne einzusetzen.

Vorgeschichte:

Amarok lebte bis ca. zu seinem ersten Geburtstag bei einem jungen Paar, anschliessend zwei Jahre bei einer Hundetrainerin. Er hatte wohl keinerlei schlechten Erfahrungen gemacht.

Er kannte das Drinnen- / und Draussenleben. 

 

Bericht von der "Glücklich-Seite" der Nothilfe-für-Polarhunde Freudenstadt Deutschland

 

 

Duke wurde zu „Amarok“ und darf sich jetzt voll ausleben

Amarok

AmarokÜberforderung. Das war einmal mehr der Grund, warum ein junger Husky-Rüde sein Zuhause verlor. Duke hatte jedoch Glück und wurde von einer tollen Hundetrainerin unter die Fittiche genommen, die ihn gemeinsam mit ihren eigenen sechs (nichtnordischen) Hunden sanft und dennoch konsequent auf dem Weg zum Erwachsenwerden begleitete. Auf Dauer war diese Gemeinschaft allerdings nicht gedacht und wie vermutet stellte sich im Laufe der Zeit tatsächlich heraus, dass Duke mehr Ansprüche stellte als die anderen Rudelmitglieder. Er wurde nicht aufmüpfig oder sonstwie schwierig, aber die Trainerin erkannte, dass er gerne sein Zugpotential ausleben würde und in den Händen eines ambitionierten Husky-Freundes wohl glücklicher wäre.

So kam Duke zu uns in die Vermittlung und bezog Posten im „Nordlicht für Notfelle“, der Auffangstation in Schleswig-Holstein. Dort präsentierte sich der blauäugige Rüde genau als der Traumhund, der uns schon im Vorfeld beschrieben worden war. Und wir hatten auch auf Anhieb eine Interessentin im Kopf, die bereits vielen NfP-Hunden ein liebevolles Zuhause gegeben hatte und noch einen Kandidaten suchte, um ihre sportliche Meute „komplett“ zu machen.

Ohne zu zögern kam die Zusage für den dreijährigen Duke und die weite Anreise von der Schweiz nach Norddeutschland wurde geplant. Natürlich mit dem gesamten siebenköpfigen Rudel, denn es musste ja getestet werden, ob Duke dazu passt. Es war ein fröhliches Wiedersehen in der Station, denn die muntere Truppe war schon von früheren Vermittlungen wohlbekannt.

Wie immer hat das Frauchen mit sicherem Gespür für ihre Vierbeiner und den Neuling die Zusammenführung grandios gemeistert und von Anfang an fügte sich Duke harmonisch ins Rudel ein. Es lief also alles wie am Schnürchen und so bestand gar kein Zweifel daran, dass ab sofort Duke seine Kumpels bei ihren sportlichen Aktivitäten begleiten und gemeinsam mit ihnen das Anwesen des Frauchens bevölkern und ihr Leben bereichern würde. Allerdings unter anderem Namen: Aus Duke wurde „Amarok“. Und Amarok ließ uns zwischenzeitlich auch schon wissen, wie es ihm ergangen ist:Das neue Rudel

Hallo,

nun bin ich schon seit etlichen Wochen in der Schweiz und komme einfach nicht dazu, euch zu schreiben.

 

Aber nun soll`s sein. Also zum Anfang sei gejault, dass eure Station mir schon sehr Eindruck gemacht hat, und dass man dort einfach toll nach uns armen, frauchenlosen Fellnasen schaut, damit wir schnell unser endgültiges, auf unseren Pelz zugeschnittenes Zuhause bekommen.

 

Sieben neue Kumpels hab ich hier, stellt euch vor: sieben! Und da bin ich nicht etwa das fünfte Rad am Wagen, nein, neben den Leader soll ich ins Gespann, sagt Frauchen immer, es wolle das probieren, es müsse ja jetzt einfach einen Jüngeren nachziehen.

 

…ziehen --- ja, dieses Wort versteh ich, aber alles andere, was das wohl bedeuten soll? Was meint ihr, könnte ich da endlich…, ach das wäre ja sooo schön, das wollte ich ja schon immer, soll das jetzt hier wirklich wahr werden, mit all meinen Kumpels zusammen?

 

AmarokEingelebt habe ich mich ja schnell, das steckte ich toller Kerl ja im Handumdrehen weg. Auf den neuen Namen hörte ich schon am dritten Tag, ist ja klar, wenn man mich kennt und weiß, was der Name bedeutet: Wolf in der Inuit-Sprache. Jaa, der verpflichtet, der Name. Und ich tue was ich kann, echt. Mir muss Frauchen die Dinge höchstens zweimal sagen, na ja, ab und an muss ich ja schließlich meine Gene schon durchblicken lassen.

 

Ja, Frauchen ist total begeistert von mir. Manchmal höre ich dann, wie es zu einem Kumpel so etwas sagt wie: Also bitte, das macht ja der Neue sogar schon besser. Und dann bin ich natürlich mächtig stolz…

 

Die Nachbarsfrau hat mich auch schon positiv kennen gelernt. Nicht beim Betrachten, nein, das wäre ja nichts Neues. Sondern meine tiefe, wohl tönende, tragende Stimme beim Heulen hat ihr verraten, dass da ein Neuer, eben ein Wolf, in der Gegend sein muss. Aber als sie mich dann sah, na dann kam das Übliche, das kennen wir ja nun schon zur Genüge („aach ist der schön“).

 

Meine Kumpels sind durchweg toll. Jeder mit seinen Macken, versteht sich. Aber die hab ich ja auch. Das Heulen meint ihr? – Nein, das ist keine Macke, das ist ja sooo schön und es gibt so viele Gelegenheiten dazu. Und die Menschen hier hören es gerne, wenn wir unser achtstimmiges Lied singen, es tönt ja einfach auch so schaurig schöööööuuuuun….durch den klaren jungen Morgen…Rudelruhe

 

Aber zurück zu den Macken, da muss ich aber nun Frauchen fragen, weil mir selbst echt keine in den Sinn kommen…

 

Tja also --- wenn andere mich beim Liegen ein klein bisschen berühren, da könnte ich dann manchmal schon etwas unschön meckern, sagt es. --- Nöö, das habe ich bis jetzt noch gar nicht bemerkt. Na ja und das andere, das weiß ich selber, das mit dem „Weinen“. Aber ist das denn eine Macke? Nein, das ist dann nur Ausdruck meiner Traurigkeit über etwas. Aber ehrlich, ich hab mich da schon schwer gebessert. Wenn Frauchen arbeiten geht z. B. da mach ich dann keinen Mucks!

 

Und das mit dem Jagen: nun, das ist ja auch keine Macke, da sind wir eher wieder bei den Genen, den uralten, die durch meine Adern jagen. Fast alle meine Kumpels dürfen zwischendurch mal von der Leine, aber ich nicht. Auch auf dem Balkon sein darf ich noch nicht allein, weil da entlang der Straße dauernd so ein Gebimmel, Gewusel und Geblöke ist, das mir eben so aufregende „Gen-Schauer“ durchs Blut jagt. Ach ja, das hat Frauchen schnell bemerkt, „zum Glück“ sagt es. Na ja, mich hat da keiner gefragt, denn ich wäre definitiv anderer Meinung!

 

AmarokAber hört, etwas muss ich von euch noch wissen: verratet mir doch was das heißt, ich sei „Frauchens Schatten“. Das sagt es nämlich so oft und schaut mich dann dabei so lieb lächelnd an. Kann ja dann nichts Ungutes sein, oder? Weil – es ist schon mein allergrößter Wunsch, ihr zu gefallen. Da tue ich alles dafür, das könnt ihr mir glauben.

 

Oft haben wir auch Besuch von anderen Menschen mit ihren nordischen Kumpels. Den schwarzen Snow, den Freund von Yukon, habe ich schon kennen gelernt. Oder Shadow, ein quirliger, jähriger Jungspund. Da geht dann die Post ab in dem Freilauf, das kann ich euch sagen. Da jagen wir quer durch den Weiher, durch das Bambuswäldchen und über die Hütten, rund um die Tanne und unter den Wohnwagen…Und das kleine Husky-Mädel, zu dem Frauchen nur Zwergli sagt, treibt uns alle an und kann es einfach nicht sein lassen, uns Männer immer und immer wieder anzubaggern --- ist das ein Gaudi…

 

Und dann ist da noch meine Rudelchefin, die sich doch glatt in mich verliebt hat, stellt euch vor! Die lässt mich schon in ihren Iglu, wo ich dann mit ihr zusammen herum albere… Schwer verliebt ist sie in mich, ich darf alles bei ihr, was andere nie dürften. Und was sie mir immer schmeichelt und schleckt und sich vor mir auf dem Boden kugelt… Tja ich bin halt schon ein Prachtbursche!Fuetterungszeit

 

Hier ist es einfach toll, und dass das auch grad klar ist: hier bleib ich!! – sagt Amarok.

 

Und damit ist offensichtlich auch das Frauchen einverstanden, denn sie bekräftigt Amaroks Worte noch:

 

Meine Lieben,

 

mir bleibt da nur anzufügen, dass es so ist und der liebe Bengel vollkommen recht hat. Er ist es, der uns allen gefehlt hat! Wir geben ihn nie wieder her.

 

Mit ganz lieben Grüßen von Sonja und
Snow, Borea, Chenook, Polar, Amarok, Ice, Rainey (alias Zwergli) und Yukon

 

Das erste Einspannen hat Amarok auch schon super gemeistert. Aber noch nicht am Schlitten mit der großen Meute, sondern erstmal gemeinsam mit Leader Snow am Fahrrad. Da ging die Post ganz schön ab! Das Frauchen musste vollkommen konzentriert sein und stark bremsen, weil die beiden Jungs so begeistert loslegten. Fürs Fotografieren blieb da beim besten Willen keine Zeit mehr – kaum war das Gespann gestartet, schon war es weg.

Amarok

Ein bisschen Training ist noch vonnöten, bis Amarok mit an Schlitten oder Wagen darf, sonst gibt's Muskelkater. Aber die Vorzeichen sind bestens, er verfügt über den nötigen Laufwillen und eine Menge Kraft und alle sind ganz happy, dass Amarok nun mit zur Familie gehört. Wir bedanken uns ganz herzlich, dass einmal mehr einer unserer Schützlinge sein Glück und seiner Erfüllung bei Sonja gefunden hat.

 

August 2019

 

Geniessen

und geniessen lassen,

ohne sich

noch sonst jemandem

zu schaden - das ist

die ganze Moral.

 

                Nicolas Chamfort