Blizzard
Blizzard

20.1.2021

Wir sind Schlittenhunde und können es nicht lassen,

in diesem tollen Schnee herum zu spassen.

 

Gut, den Schlitten  brauchen wir nicht mehr,

aber auch ohne gefällt es uns so sehr.

Einen neuen schönen Tag haben wir uns ausgesucht

und eine Wanderung auf die Lueg gebucht.

Steil und glatt geht erst der Weg,

für Frauchen wäre gut ein Steg.

Doch nicht umsonst sind wir gut im Zughundesport,

dies hier ist jetzt der ideale Ort.

So ziehen wir sie denn nach oben,

als Dank wird sie uns mächtig loben.

 

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Schwer von Schnee die Tannen hangen,

auf jedem noch so feinsten Ästchen Schneekristalle prangen.

Kalte, weisse Welt,

als hätten wir sie so bestellt.

Völlig frei sich zu bewegen,

und ohne Leine durch den Schnee zu fegen,

so hinterlassen wir unsere Spur -

Lebenslust und Freude pur!

 

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Rennen, ziehen, toben, wir lieben es so sehr,

nur Frauchen kommt oft kaum noch hinterher.

Doch sie lässt uns geh`n

kann uns absolut versteh`n,

freut sich, wenn wir Freude haben,

wärs anders, könnte sie es nicht ertragen. -

Ein letzter Blick noch über dieses schöne Reich,

es gibt nichts, was stand hält im Vergleich.

 

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Und weiter geht die Huskypost,

trotz kaltem Wind und starkem Frost.

All das ist einerlei

auch für uns nächsten Drei.

Und wir gehen hoch hinaus,

lassen hinter uns auch Oeschenbachs letztes Haus.

Die Schneeberge sind so wunderschön

und die wollen wir heute seh`n.

 

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Ziehen, das tun auch wir noch munter

und das, ob`s rauf geht oder runter.

Auch geschnüffelt wird ohne Ende,

als ob man hier das Ultimative fände -

Dabei zieht uns der eisige Wind um die Ohren,

man kann ihn in den Tannenwipfel hören.

Ein leiser Hauch von Alaska zieht seine Bahnen,

und die Gedanken wandern zu unseren Ahnen...

 

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Morgen nun kommt der mit dem Föhn,

dann wird der Schnee sehr bald vergeh`n.

Drum woll`n auch wir die weisse Pracht noch einmal spüren

und werden dabei natürlich Frauchen führen.

Nicht steil, nicht weit,

wir sind ja nur zu zweit. -

Weit rundherum, wohin ich seh`,

liegt weisser, glitzernder Schnee.

 

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In nichts steht unser Revier den Schneebergen nach,

weder Mühleweg noch Oeschenbach.

Mit nichts ist es zu vergleichen,

in diesen sanften, schneeüberzogenen Hügel herum zu streichen.

Doch schon grünt leicht der Wald,

der Schnee wird geh`n, gar bald.

Nicht wirst du mehr sehen unsre Spur,

das ist die Sprache der Natur.

 

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Abends dann, nicht nur den Magen,

nein, heute woll`n wir uns den ganzen Bauch vollschlagen.

Platz haben wir ja genug gemacht

und das Fleisch reicht für uns alle Acht.

Müde, aber erfüllt über unser harmonisches Zusammensein

schlafen wir dann glücklich ein.

 

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Merkur
Merkur

18.1.2021

Unser Frauchen, sie ist schon ein verrücktes Frauchen, fast so verrückt wie ich - und genau so viel auf Achse.(Ob das wohl am Alter liegt?)

Schneerennen; Achtung, fertig los, ruft mein Zwerg!
Schneerennen; Achtung, fertig los, ruft mein Zwerg!

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Es reicht ihr nämlich nicht, tagsüber mit uns immer wieder durch den Schnee herum zu gaunern, (könnte man meinen). Es reicht ihr nicht bei unseren Schneerennen mit zu helfen. Es reicht ihr nicht mit den einen durch den Bergwald zu klettern und mit den andern dem Bach entlang zu ziehen, nein...

 

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Sie trietzt es aus und kurvt sogar Nachts im Schnee herum, mit diesem Speed-Ex Schlitten, durch das ganze Nachbarrevier und hat ihren Spass daran. Wenn das nur gut geht und sie immer wieder gesund zu uns zurückkommt.

Wie ich gesehen habe, hat es z.T. zwar schöne breite Trails, gute Schneeverhältnisse und ist sogar weitestgehend beleuchtet. Auch andere Gespanne waren keine unterwegs - trotzdem Frauchen, du liebes, verrücktes Frauchen, das  eine möchte ich  dir gerne  mitgeben auf deine nächtlichen Streif- züge: Pass immer gut auf dich auf, denn wir brauchen dich noch, gell. Das sagt dir in grosser Huskyliebe dein Merkur.

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Das Rudel
Das Rudel

16.1.2021


Wir erinnern uns an unsere süssen Zwillings-Mädel Borea und Skeena, die vor drei Jahren über die Regenbogenbrücke gingen. Zwei herrliche Kumpel, Skeena bis ins hohe Alter als Top-Leithündin im Oldi-Gespann, Borea viele Jahre als unsere souveräne Rudelchefin.

Wir liegen zusammen in der Stube und erzählen uns von den Beiden: Weisst du noch...

Borea, die Knuddelmaus, die lieber Spazi durch den Schnee gemacht hat, sich in ihm gewälzt und mit ihm gespielt hat...

Borea
Borea
Skeena
Skeena
Borea
Borea
Skeena
Skeena

Und Skeena, die Rennmaus, wie verrückt sie vor dem Einspannen  immer herumhopste und schrie...

 

 

 

Das Rudel
Das Rudel

13.1.2021

Herrchen-Day. Da gehn wir immer alle auf Achse. Diesmal landeten wir sogar in Kanada - könnte man meinen. Selbst Herrchen fühlte so und begann plötzlich wieder von seiner Reise an den Yukon zu erzählen, was sie da alles erlebt haben, wie es war mit den Kumpels, die er vorgespannt hatte...

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Die zweite Runde fand dann wieder in den heimischen Revieren statt, aus dem Yukon wurde ein kleiner Seitenarm, der Oeschenbach. Nicht so legendär, aber nicht weniger schön und interessant. Und wenn man nicht mehr weiter mochte, war die heimische Hütte schnell zu erreichen. - Obschon, das draussen Übernachten, das praktizieren wir ja trotzdem auch. Und weil wir ja im Hier und Jetzt leben, sind wir einfach nur glücklich. Wir haben Schnee bis über die Ohren, randvolle Näpfe, nach Wunsch eine warme Hütte und unsere lieben Menschen! Wer will da noch nach etwas anderem fragen...

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Ajak
Ajak

9.1.2021

Im alten Jahr schrieb meine Nele noch, wir hätten keinen Schnee und seien ihn deshalb stundenlang suchen gegangen.

Und jetzt kann ich es lautstark in mein Revier rausheulen: Yuppijehhh, jetzt haben wir auch Schnee! Und wir mussten ihn nicht einmal suchen gehen, er flog uns zu, einfach so, und landete direkt in unserem Garten. Oh Herrle, Fraule jetzt wollen wir zusammen raus, kommt kommt, ab in den Schnee...

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Sooo lange haben wir darauf warten müssen und nun sind wir überglücklich. Es ist einfach unsere Welt, diese weisse, kalte Pracht. Wir fühlen uns wohl darin, jung, naja ich bin`s ja sowieso noch, aber meine Nele zB.

Und jeden Tag nehmen wir unsere Menschen an die Schleppleine und gehen wandern, oft stundenlang. Und ich muss sagen, auch die beiden benehmen sich als seien sie noch jung und machen alles mit uns mit. Wenn das nicht Freundschaft ist...

 

 

 

Rudel
Rudel

3.1.2021

Revierrundgänge in der Neujahrswoche beanspruchen uns schon den dritten Tag, dazu die Wunschzettel für`s neue Jahr und "last bat not last" die guten Vorsätze... Alles in allem eine Heidenarbeit. Aber Frauchen sei Dank, sie hilft kräftig mit.

Blizzi will gerne schon seine Spur hinterlassen im neuen Jahr, aber es ist ziemlich verflixt: Zwei Pfoten vorwärts und sechs zurück (gerutscht), der Puderzucker auf dem Weg verbirgt eine Eisbahn unter sich und so kommt man natürlich nirgends hin. Der Zwerg steht am Berg (buchstäblich), und fragt sich schon nachdenklich, ob das nun als schlechtes Omen für das neue Jahr zu sehen sei, zwei vor und sechs zurück, zwei vor und sechs zurück... -

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Ice, die superneugierige Ice wollte unbedingt sehen, was da auf der anderen Seite des Baches so neujahrsmässig verführerisch roch - und rutschte dabei unfreiwillig in den Bach. Aber sie nahm das reichlich gelassen, heisst es denn nicht "guten Rutsch in den nassen Bach"? - Nicht? --- Ah so, guten Rutsch ins neue Jahr, na also, nicht so viel daneben.

Das Interesse an dem "Ding" auf der andern Seite war dann allerdings verloren, denn Ice kam wieder auf derselben Seite raus, auf welcher sie reingerutscht war. Dann zettelte Merkur ein  Schlittenhunderennen an, quer feldein, und mit seinen, wenn auch alten, so doch immer noch langen Beinen kam er natürlich ganz schön vorwärts. Und voller Freude rannte die kleine Ice hinter ihrem Freund her, Richtung neues Jahr.

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Ich weiss, eigentlich heisst es, man darf den Kopf nicht in den Sand stecken und schon gar nicht vor dem neuen Jahr.

Aber erstens sind wir ja Husky`s und nicht Vogel Strauss, zweitens stecken wir ja unsere Köpfe in den Schnee und drittens kommt es sowieso anders als man`s riecht - was ich aber da in dem tiefen Schnee getan habe ist: Hoffen, beten, dass dieser Schnee im neuen Jahr noch gaaanz lange bleiben möchte, weil es uns allen damit so wohl ist, weil wir uns darin wieder jung fühlen und so glücklich sind. Was sich Kumpel Blizzi in dem Schneebad gedacht hat, wollte er mir nicht verraten...

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Amarok will sich noch nicht so recht anfreunden mit dem neuen Jahr, er buddelt noch hart unter dem Schnee herum und will alte Dinge hervorzerren. - Das bringt aber sicher nichts Gutes, deshalb schaut Eagle lieber nach vorne, schnuppert in die klare, kalte Schneeluft, und rennt vorwärts so gut er es noch kann. Das vermag dann auch den alten Kumpel mit zu ziehen -

Was echte Freundschaft doch alles vermag, und das wollen wir auch im neuen Jahr so halten.

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Wieder zu Hause, im geschützten Revier, stromern wir noch eine ganze Weile frei herum, ein jeder dreht in Gedanken versunken seine Runden...

Jetzt wäre es eigentlich an der Zeit, um sich der guten Vorsätze für`s neue Jahr zu erinnern. Aber ehrlich gesagt hat keiner Bock darauf, zu schön ist die Welt um uns herum, zu genussvoll ziehen wir unsere Bahnen, als dass wir uns jetzt mit solch schweren Gedankengängen beschäftigen wollen - zumal, wie haben wir weiter oben schon geschrieben: Es kommt sowieso anders als man denkt! Na also bitte, und wir Fellnasen leben ja sowieso im hier und jetzt. Und hier ist es jetzt wunderschön und gut - mehr brauchen wir nicht.

Und - damit ist  gleichzeitig auch der "Wunschzettel für`s neue Jahr" abgehakt, so einfach ist das bei uns Vierbeinern.

Januar 2021

 

Gehe nicht,

wohin der Weg führen mag,

sondern dorthin,

wo kein Weg ist,

und hinterlasse eine Spur.

 

                        Jean Paul