3.12.2021

Und schon haben wir den ersten Winterspazi gemacht, Kalenderwinter meinen wir. 

Merkur
Merkur

Ich führte mein Team durch den  herrlich bepuderten Bergwald, wo zwischen dunklen Baumstämmen immer mal wieder die Wintersonne ihre Strahlen hindurch schickte, die mich manchmal an meinen Stehohren kitzelten. 

Wir nahmen es gemütlich, freuten uns aber umso mehr an allem was wir rochen und sahen, ich schaute in kontinuierlichen Abständen zurück, ob auch alle folgen konnten.

Blizzard
Blizzard

Ich wollte eigentlich mein Team durch den Lamawald führen, aber ich machte solch wilde Sprünge, dass von Führen keine Rede mehr sein konnte, weil ich bald niemand mehr hatte, der meinen Sprüngen hinterher mochte. Sobald ich das bemerkt hatte, liess ich die Führung Führung sein und schaute nur noch auf mich, dass ich es lustig, interessant und fidel hatte.


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Merkur: Wir genossen unseren gemächlichen Spazi sehr, ich, als stets souveräner Leader, vorneweg. Keiner kam ausser Atem, keiner strauchelte, wir nahmen uns Zeit zum Schnüffeln und staunen, wir konnten zusammen quatschen und uns auf schöne Dinge aufmerksam machen, Frauchen konnte in Ruhe ihre geliebten Berge betrachten und wurde nicht hin und her gerissen. - Genuss pur für alle.

 

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Blizzard: Wenn wir Frauchen noch zu Wort kommen liessen, würde sie klönen; klönen, dass es ihr wieder einmal alle Muskeln gestreckt hat, alle Bänder und Sehnen überdehnt, das Kreuz durchgedrückt,  den Nacken verspannt, die Hände fast gebrochen und die Schultern ausgekugelt... Zuletzt würde sie uns anlächeln und sagen: "Aber es war schön, weil es für euch schön war, das ist das Wichtigste!" Danke Frauchen, danke.

Dass sie dann ein grosses weisses Gudi nahm, wollte sie vor uns verbergen, aber wir haben es trotzdem bemerkt. Auch das heisse Entspannungsbad das sie sich  einliess, hörten wir rauschen und wussten, was es geschlagen hatte.

Einen Moment lang tat sie uns leid, doch dann war schon wieder etwas anderes, das unserer Hingabe bedurfte und alles andere vergessen liess: Die gut gefüllten Näpfe...

 

 

5.12.2021

Heute sind wir an der Reihe um zu erzählen, aber eigentlich könnten wir fast denselben Text nehmen wie unsere Kumpels vorgestern.

Eagle
Eagle

Wir zottelten dem Rot-bach entlang, wir waren eine Weile nicht mehr hier und es hat sich einiges getan seither. Biber und Co. z.B. hinter

liessen Duftnoten die uns fast die Sinne raubten.  Sie hatten ihre Burgen beträchtlich ver-grössert und mit dem Wasser das sehr hoch kam war aus dem Bächlein ein rauschen-des, gurgelndes Ge-wässer geworden. Kei-ner von uns hatte mehr Lust, zum Baden rein zu springen.

Rainey
Rainey
Yukon
Yukon

Als wir mit unserer Wanderung loslegten, begann es so richtig toll zu schneien. Waldspazi bei Schneefall, das ist was besonders schönes, da wird die Welt ganz magisch still, die Flocken tanzen leise auf unsere Nasen runter, und überziehen langsam Tannen und Sträucher mit weissem Puder. Und wir wirbelten mit, durch diese wunderbare Welt, reinsten Vergnügens. Etwas allerdings war anders als beim letzten Spazi: Kumpel Blizzi wollte und konnte heute die Leinenlänge richtig einschätzen, und so hatte Frauchen diesmal keine Mühe, seinen Sprüngen zu folgen.

Ich persönlich betrieb...


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... die Action durch den Wald nicht gar so wild wie mein junger Freund. Bin halt doch auch schon in die Jahre gekommen, und für solch wilde Jagden und Sprünge fehlt mir die Kraft in den Hinterläufen. Aber ich nehm` das gelassen, ich bin ich, und jeder macht es so wie er es vermag. Dass man trotzdem voll  geniessen kann, das ist wahres Glück.

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Auf jeden Fall hatten wir drei es total cool zusammen, manchmal wusste Frauchen nicht so recht wo wir waren, das störte aber weder sie noch uns bei unseren Erlebnissen. Was soll`s, sagte sie, alles der Nase nach, wie ihr meine Pelzfreunde das ja so gut könnt. Dabei immer leicht nach unten halten, dann kommen wir ja sicher auch einmal zu dem Rotbach runter. 

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Dabei war der Weg oft ganz schön schlammig, Rutschpartien vorprogrammiert. Auf den Pfützen hatte sich Eis gebildet, in dem wir einbrachen, weil es doch noch zu dünn war um uns zu tragen. Wenn wir über weisse Flächen liefen sanken wir plötzlich bis zu den Ellenbogen in schwarzem  Morast ein, (Frauchen kam es aber irgendwie nicht bis zu ihren Ellenbogen, weiss nicht was da anders ist) es füllte uns die Pfoten, ähm die Schuhe - es war ein Fest!

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Diese spannende Natur, diese unzähligen Duftnoten liessen uns in eine Art Rausch verfallen, dem wir nach Herzenslust frönten. Und das tollste an der Sache war, dass Frauchen scheinbar genau so Freude daran hatte. Sie lachte  und heulte mit uns, grölte wenn sie wieder mal in den Dreck rutschte, versteckte sich hinter Baumstämmen und schüttelte schneebedeckte Äste, - und überall dem tanzten und wirbelten die Schneeflocken... 

So vergingen zwei turbulente, erlebnisreiche Stunden und zuletzt kamen wir, Frauchens Nase sei Dank, tatsächlich an den Rotbach. Und da könnte jetzt das Geschichten erzählen von Neuem beginnen, aber für heute sei`s genug - - -

Das Rudel
Das Rudel

7.12.2021

Wir hatten einen sehr ereignisreichen Tag und es gäbe viel zu erzählen; aber wir sind so müde, dass wir einfach mal die Bilder reinstellen und morgen, wenn es dann wieder Hudelwetter ist, die Geschichte schreiben werden.

 

 

Weil, z.B. wisst ihr noch nichts von Blizzi`s rotem Bein, ihr wisst noch nichts von Eagles Weihnachtsguetzli, ihr wisst noch nichts von der Geschichte mit dem vorwitzigen Fuchs und dem Durchhaltewille eines Gänseblümchens. Lauter interessante Themen - aber eben, zuerst wird gefläzt, den Abend in der warmen Stube genossen und natürlich der Flugpost gekabelt, den Freunden von der Aussenhuskypost-Dienstelle...

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Blizzard - Wieso um alles in der Welt ich plötzlich ein rotes Bein habe - ja das wüsste ich auch gerne. Bis jetzt weiss ich nur, dass mir oberhalb des Ellbogens etwas gewachsen ist was da nicht hingehört.

Darum machten mein Frauchen und ich einen Besuch bei den Frolic-Frauen (so sag ich jetzt denen, weil ich sie mag, die Frauen meine ich; die Frolic auch, die ich dort erhalte, das ist selbstheulend).

Diesmal erhielt ich allerdings noch einen spitzen Picks in den A..., was mir selbstheulend nicht gefiel und weswegen ich dann auch, eine Sekunde zeitverzögert, einen spitzen Strei ausstiess. -

Eben, und als ich dann wieder Hund all meiner Sinne war, hatte ich dieses rote Bein. Aber wir werden es heute noch auspacken, hat Frauchen mir versprochen, damit ich sehe was da drunter los ist. Auf jeden Fall durfte ich mit dem roten Bein trotzdem in den Schnee, - aha, aber schonen hätt ich es sollen, schonen?

s c h o n e n ?? Ich weiss beim besten Willen nicht was dieses Wort bedeutet, aber darüber wollte ich mir nicht den Kopf zerbrechen und so speedete ich in dem Gehege herum und spielte mit dem Schnee, dass Frauchen meinte, so könnten wir ja genau so gut einen Spazi machen. Spazi? Au fein Frauchen, genau, du hast es erkannt, gehen wir!

 

Eagle - Auf dem Weg zu meiner Physiostunde sahen wir auf einem Feld einen Fuchs, der sich auch im Schnee vergnügte. Frauchen meinte zwar, der sei vielleicht auf dem Weg zu einem Huhn. Zu einem Huhn? Fuchs und Huhn, passt  das zusammen? Ja, auf traurige Weise passt das manchmal schon, sagt Frauchen. Traurige Weise? Frauchen du sprichst in Rätsel... aber einerlei. Ich musste zu meiner Physiotherapie. 

Und die war heute so richtig entspannend, ich lag da auf der Matte am Boden, ganz nahe bei Frauchen und die Frau Physio strich, knetete, massierte und löste mit ihren lieben Händen meine Muskeln, Sehnen und Nerven, dass es eine reine Wohltat war... Ja, es ist schön bei ihr und es wird immer schöner, wir kennen uns jetzt schon so gut, ich vertraue ihr, kann mich ganz in ihr Hände fallen lassen und weiss, es wird alles gut. Das ist ein herrliches Gefühl.

Dann gehe ich jeweils noch in den künstlichen Bach, und spule dort bergaufwärts und nicht einmal mehr davor habe ich Angst. 

Dann bekam ich diesmal von der Frau Physio sogar ein Säckchen Weihnachtsgudi. Wauh, extra für mich, mit meinem Namen angeschrieben, wenn das nicht lieb ist. - Zu Hause durfte ich gleich einige davon probieren, von Frauchen schön bereitgelegt - ist es schon Weihnachten? 

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Blizzard - So, wir haben also diesen Verband entfernt und - jetzt bin ich  doch erschrocken, wo ist mein ganzes Fell geblieben?? Ich habe gemeint, es wird das Ding entfernt, das da fälschlicherweise gewachsen ist. Aber jetzt, wie das jetzt aussieht, ist ja furchtbar Frauchen, und das hast du zugelassen? - Na weisst du was, mach schnell den Verband wieder drauf, ich will eigentlich davon gar nichts mehr sehen.


Eagle
Eagle

9.12.2021

Gebt mir Hunde, gebt mir Schnee,

den Rest könnt ihr behalten.

 

 

Das sagte dieser schlaue Kumpel aus dem hohen Horden und, der hat ja sowas von recht sagt unser Frauchen. Nun, zustimmen tun wir dem auf jeden Fall, aber wir werden es trotzdem ein bisschen modifizieren und dann heisst es:

 

Wir haben das Frauchen, wir haben den Schnee, 

wir haben alles.

 

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So haben wir alles ja, und heute hatten wir sogar noch viele herrliche Zugaben. Der Spazi über den Berg, auch wenn er für uns drei nur noch 45 Min. dauert, auch wenn er wieder "nur " über unseren Berg ging - war einfache wunderbar.

Dieser viele Schnee, wir fühlten uns wirklich als wären wir irgendwo im hohen Norden. Dazu die Sonne die uns begleitete, sogar bis tief in den Wald hinein und die uns ein magisches Naturspektakel lieferte. 

Voller Genuss zottelten wir durch diese einmalige Bergwaldwelt, unter Tannen mit ihren schwerbeladenen, tiefhängenden Ästen durch, wo es für keinen Sonnenstrahl mehr ein Durchkommen gab; dann wieder durch lichtere Waldstücke, in welchen die Sonnenstrahlen durch Baumstämme hindurch wundervolle Bilder zeichneten - Magie pur, auf diesen Lichtring zugehen und ihn durchwandern zu können...

Unsere zwei Kumpels Yukon und Blizzi waren natürlich länger unterwegs, empfanden aber genau dasselbe Vergnügen. Natürlich nutzten sie den hohen Schnee auch zum darin Herumtollen. Sie sind halt noch ein bisschen jünger als wir, wenn nicht kalendermässig, so doch körperlich. Aber Frauchen schaut halt eben schon drauf, dass jeder auf seine Kosten kommt. So erfreuten sich die Bengels am Herumtoben und Frauchen an der mystischen Aura, die Sonne, Wolken und der Schnee um sie herum hervorzauberten. Waldschrate mit Schneemützen, goldüberflutete Wege, wogende Schneewolken...

 

Den Abend in der heimeli(gen) Stube genossen wir dann wieder alles zusammen.

Blizzard
Blizzard
Yukon
Yukon

11.12.2021

Wir auf unserem Haus-trail über die Langenegg.


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... und wir auf unserem Haustrail dem Oeschenbach entlang.

Merkur
Merkur
Rainey
Rainey
Eagle
Eagle

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Nele
Nele

12.12.2021

 

Wir haben Wolken und minus 4 Grad.

 Nach einer Radtour wird ausgeruht in Liebe und Harmonie😴

 

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Von der Fahrradtour gibt`s leider keine Fotos, da sind wir ja am Fahren, bzw. am Rennen - und das schnell! Da bleibt keine Zeit für was anderes. Und wir lieben das und sind voll mit dabei, manchmal voraus, manchmal neben her, aber nie hintendrein.

Darum sind nachher die Ruhestunden in friedlicher Viersamkeit auch so heimelig, so genüsslich, beim leise knisternden Kaminfeuer, beim Basteln und einem herrlichen Fleischsuppenduft in der Luft...

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Selbst die Flugpost hat einen Ausflug in den Schnee unternommen und ist jetzt zurück im warmen Stall am scharren und picken - auch hier, ein friedvolles, entspanntes Bild.

 

 

 

Yukon
Yukon

13.12.2021

Also dass ich der Yukon bin, das wisst ihr ja, aber dass ich es schon seit 13 Jahren bin, habt ihr das auch gewusst? Ich jedenfalls weiss nichts davon, da muss ich dann Frauchen fragen. Aber sie schläft, weil sie dann arbeiten muss; ah und dann muss man vorher schlafen, auch davon weiss ich nichts, ich schlaf da meistens erst hinterher.

Aber sei`s drum, wecken tu ich sie jetzt deswegen nicht, ich geniesse vorerst mal die schöne Morgensonne in meinem Sessel - und sollte ich jetzt wirklich seit heute 13 Jahre alt sein, bin ich ja genau am richtigen Platz; im Rentnersessel.

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Und noch während ich da genüsslich an der Sonne liege kommt Meister Raabe vorbei und bringt mir Post. Mir, mir persönlich? Post von den Böhringern? - Was das wohl zu bedeuten hat. "Musst halt nachsehen" krackt Meister Raabe und schwingt sich wieder in die eiskalte Winterluft. Na dann...

 

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Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag lieber Yukon🎁💐🎈

Willkommen im Club der 13jährigen 🐺🐺🐺🐺

 

Wir wünschen dir alles, alles Liebe und Gute, Gesundheit und Glück, daß du weiterhin deine Lebensfreude behälst, immer einen vollen Napf hast, und noch viele wunderschöne Jahre in deinem Rudel leben darfst.

Somit einen ganz tollen Tag für dich, wir werden heute Nachmittag fest an dich denken bei einem Geburtstagsknochen und Kaffee und Kuchen.

 

Auf ein baldiges Wiedersehen,

dein gesamtes Böhringer Rudel😊❤

 

Wauuuuuuuuuuuuuuuhhh, dann stimmt es also doch, meine liebsten Freunde haben mir geschrieben, es stimmt, ich habe heute Geburtstag, den 13 ten. Lago mio, bin ich echt so alt? - Das muss ich nun doch erst mal reichlich verdauen und dazu lege ich mich am Besten gleich auf die Magnetfeldmatte, die hilft da bestimmt auch. - - - 

 


Natürlich stimmt`s mein liebster Yukon, aber auch ich kann es kaum glauben, dass du heute 13 Jahre alt wirst. Ich habe dich doch erst gerade geholt bei der Nothilfe und nun lebst du schon 12.5 Jahre bei mir –

Weisst du was, als erstes wünsche ich dir noch viele weitere gute und schöne Lebensjahre in unserem Rudel, du bist daraus nicht wegzudenken.

Du mein grosser stattlicher Kumpel bist in deinem Kopf und Herzen ewig ein Kindchen geblieben, im Gemüt immer liebenswert, lustig und auf schnukkelige Weise tolpatschig. Aber trotzdem ein grande Schlitzohr, mit viel Schabernack im Kopf, aber immer unterwürfig wo nötig.

Und all die Jahre ein super Geselle im Gespann – ach was haben wir alles zusammen erlebt… herrlich, dass ich diese ganze Zeit deine bedingungslose Treue und Freundschaft erleben durfte.

Ich wünsche dir von allem nur das Allerbeste, damit du noch ganz lange bei mir bleiben kannst. Ich liebe dich von ganzem Herzen, dein Frauchen.

 

Zwischendurch haben wir in unserem Gehege herumgespielt und den Schnee genossen. Meine Kumpels machten alle mit, selbst der Zwerg. Aber der frechen Maus ist es doch tatsächlich gelungen, mir einen Bären aufzubinden; sie habe mir irgendwo ein Geschenk versteckt.

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Na denkste, gefunden habe ich nichts und sie hat es dann zugegeben, dass sie mich auf den Lauf genommen hat. Ich liebe sie trotzdem, meine kleine Maus, meine ja auch schon mehr als 13 jährige Spielgefährtin.

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Ich habe mich dann noch ein bisschen zu meinem Vorfahr gelegt um mich gedanklich mit ihm zu verbinden - und kaum lag ich da, kam mein bester Freund und Uralt-Kumpel Merkur auch zu uns, wie so oft in letzter Zeit. Früher, als wir beide noch jung und knackig waren, waren wir Lead-Kumpel im Gespann, heute wo wir etwas älter und weniger knackig sind , sind wir Gespann-Kumpel auf dem Bett, möglichst eng zusammen, so stimmt es für uns... 

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Langsam zieht der eisige Abend über die Hügel und lässt alles in knirschender Kälte erstarren - wir erfreuen uns darum umso mehr dem allabendlichen heissen Fleischeintopf, den Frauchen uns draussen serviert. Heute passiert dann noch ein Wunder für mich, ah ein Geburtstagswunder vielleicht?

Frauchen ruft mich rein, nur mich allein. Und was hat sie da in der Hand? Ein Hamburger, oder Berliner, ein Brüsseler oder doch ein Wiener? Ist mir Wurscht, welchen von diesen Ausländern es wirklich ist, ihr könnt ihn euch selber aussuchen. Auf jeden Fall ist dieses ganze Teil für mich allein, weil ich Burtzeltag habe. Yeeeh, - aber erst muss ich mich setzen, dann heisst es "warte, luege...", bei den Menschen hiesse es jetzt noch"...loufe". Aber bei mir ist das anders, da heisst es nun "nimm`s". Und das lass`ich mir nur einmal sagen, und verputzt ist - das Wienerli.  Hmmm, herrlich, danke Frauchen. Vielleicht könntest du es ja einrichten, dass ich morgens auch wieder Geburtstag habe!?

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17.12.2021

Ein trüber, aber trotzdem fröhlicher Tag im Gehege.

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18.12.2021

Jedem das Seine, mir das Meine!

Merkur
Merkur

19.12.2021

Es war ein furchtbar kräftezehrender, spannender, lustiger, mühsamer, schöner Spazi heute; so klingt es aus jeder Schnauze anders, wenn man danach fragt, wie es heute war.

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Der Weg dem Bach entlang, auf einem Trampeltrail festgefahr`nen Schnees, war noch einigermassen zu begehen und doch überliess ich oft Kumpel Yukon den Lead; allerdings liess er sich, wie schon in den Zeiten am Schlitten,   oft ablenken von etwas, das ihm in die Nase oder ins Auge kam und er machte einen Schlenker nebenaus um nachzusehen und zu schnüffeln. 

Aber im Gegensatz zu früher liess ich ihm das heute alles durchgehen, machte sogar mit und - kam deshalb selber immer wieder aus der Spur und aus dem Trapp. Es hat mich viel Muskelkraft gekostet, immer wieder neu mein Gewicht auszugleichen, und manchmal habe ich echt gekeucht vor Anstrengung. --- Aber ich hab`s doch geschafft, (bin ja schliesslich ein Rennhund, oder war), immer mit den beiden zusammen zu bleiben. 

Auf dem Rückweg durch den Wald war es dann plötzlich wie von selber wieder umgekehrt, ich vorneweg, an straff gespannter Leine, aber ruhig, langsam, Schritt für Schritt den besten Weg suchend, denn hier war es alles andere als ein Trail, oder einer, der von Pferden begangen worden war. Könnt ihr euch vorstellen, wie das aussah? All diese tiefen, in den Matsch gestampften und dann pickelhart gefrorenen Löcher von den Pferdehufen? - Nein, könnt ihr nicht, wenn ihr hier nicht selber durchgegangen seid; eine einzige Katastrophe! Und daneben die steinhart gefrorenen Schneekugeln, über die man bei jedem Schritt zu stolpern drohte. Es erinnerte mich an die gefährlichen Löcher, die man manchmal auf dem Trail fand, von den doofen Menschen die darauf spazieren gingen, oder den Mushern, die nicht wussten wie man richtig kickt...

Also daher ein sehr anstrengender Spazi, aber umgeben von einer wunderbaren Landschaft, euer Merkur.

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Ich meinerseits hatte zwei wichtige Dinge zu beachten: Zum Ersten musste auch ich sehr gut schauen, wohin ich meine Pfoten stellte, damit ich nicht strauchelte. Und das gelang mir prima, ich nahm mir schön Zeit dafür, ging`s ruhig und gelassen an und ich freute mich darüber, dass es mir so gut gelang und ich nicht ein einziges Mal taumelte oder gar stürzte. Wenn ich das am Dienstag meiner Frau Physio erzähle, wird sie mich wieder ganz lieb kraulen und mir ins Ohr flüstern, wie stolz sie auf mich sei.

Der zweite wichtige Punkt auf diesem Wackeltrail war mein Frauchen. Ich heul`s euch ehrlich, sie tat mir leid. Und darum schaute ich enorm drauf, dass auf meiner Leine kein Zug war, blieb immer mal wieder stehen und schaute, ob sie nach komme und wie es ihr ginge. Weil - ich hörte wohl wie sie schnaufte, vor Schmerzen manchmal kurz aufschrie, ich sah auch, wie oft sie mit den Armen herumruderte , gezwungenermassen... aber warum das alles, sie konnte ja den Spazi gar nicht geniessen?! Schuld daran, wenn ich es denn so nennen kann, war mein Kumpel Blizzi. Nun war ich schon lange nicht mehr mit ihm zusammen unterwegs, meist war die Gruppe anders zusammengestellt. Und nun musste ich, mit doch grossem Entsetzen, zusehen, wie dieser Unflat mein Frauchen beutelte, ich kann es nicht anders sagen.

Der dachte ja gar nicht daran, mit seinen Gerenne aufzuhören bevor die Leine zu Ende ist, der düste in alle Himmelsrichtungen auf Knochen komm raus ohne zu bremsen. Was ihn bremste, war jedes mal das Ende der Leine und dann Frauchens Aufschrei, wenn es ihr wieder fast den Arm ausgerissen hat. Aber der Bengel schien das weder zu spüren noch zu hören. Ich war entsetzt, wo der nur heute seine Manieren gelassen hatte. Und dann kam der Moment, wo es Frauchen zu viel wurde. "Dann geh halt", sagte sie und löste die Leine vom Halsband. --- Und Blizzard liess sich das nur einmal sagen und - ward nicht mehr gesehen, oder kaum noch, der weisse Kerl im Nebel und Schnee.

Schei... Frauchen, wenn das nur gut geht. Wir standen und schauten ihm nach, mein Herz klopfte wie wild vor Angst und Frauchen liess die Arme hängen, aber nicht vor Angst, wie mir klar wurde, sondern vor Erleichterung dass nichts mehr an ihr rumzerrte. Nicht mal zurückrufen tat sie ihn, aber ehrlich gesagt hätte das wohl auch nichts gebracht. Unser Blizzard fegte in einem Tempo über den Schnee, der seinem Namen alle Ehre machte. Bald sah es so aus, als würde dort, weit weit hinten, eine etwas grössere Schneeflocke knapp über dem Boden herumwirbeln. Ich meine, was will man da noch rufen...

Ich sah Frauchen mit einem ängstlichen Blick an und musste feststellen, dass sie ganz entspannt und fast ein bisschen erleichtert lächelnd dreinschaute - "wir warten Eagle", sagte sie, das war alles, "wir warten"! - - - 

Und urplötzlich löste sich weit unten am Bach wieder so eine Schneeflocke und kam wild wirbelnd auf uns zu getanzt - und entpuppte sich beim Näherkommen als unsern Blizzi, der in flottem Trab auf uns zukam und dann schliesslich Zunge bei Fuss vor Frauchen stehen blieb. Glücklich waren wir alle drei wieder zusammen, so gesehen, euer Eagle.

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Ja und damit nicht genug, dann ging`s noch dem Bach entlang, und ich machte noch einmal einen Ausflug, kam aber nach 10 Minuten wie gehabt wieder zu Frauchen und Eagle zurück. Wauh, ich konnte so richtig den Husky rauslassen, ich sag`s euch, (warum sagt ihr eigentlich die Sau, die Sau rauslassen?). Aber dann nahm mich  Frauchen wieder an die Leine und so erkundete ich halt dann an der Leine den Staudamm des Bibers und ging knapp zwischen dem Stausee und dem abfallenden Bachufer seinen tollen Düften nach.  - Für mich war es ein absolut geiler Spazi gewesen, das sagt euer Blizzi.

 

 

19.12.2021

23.00 Uhr bis 23.45 Uhr

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Eine mondhelle, klare und eiskalte Nacht im kleinen Huskygehege. Die Pelzfreunde sind lebendig, neugierig - es gefällt ihnen.

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Umgezogen ins grosse Gehege. Überirdisch schön hebt sich die weiss verschneite und von Raureif überzogene Landschaft vom schwarzblauen Himmel ab. Tiefe Ruhe liegt über der eisig erstarrten Natur, kein Lüftchen regt sich, klar und hell funkeln die Sterne.

Das einzige was sich bewegt sind die Husky`s, die ihre Runden durch das Gehege ziehen, lautlos, schnüffelnd, witternd... eine magische Nacht.

Ajak
Ajak

20.12.2021

Hallo lieber Blizzard,

tagelang durfte ich die schönen Bilder von dir anschauen wie du im Schnee herum tollst, Purzelbäume schlägst und alle Viere in die Luft streckst.

Ich bin die letzten Wochen nur in einer Nebelsuppe gelaufen, deshalb habe ich heute mit meinem Frauchen ein ernstes Wort geheult. Entweder zügel ich jetzt zu Blizzi in die Schweiz, oder du bringst mich heute endlich in ein Schneeland. Schließlich bin ich auch ein Husky und brauche im Winter Schnee.

Was soll ich heulen, es hat gewirkt. Das ganze Böhringer Rudel, außer die Flugpost natürlich, hat sich ins Auto gesetzt und wir sind so lange den Berg hinauf gefahren bis wir Schnee sahen. Gut, nicht sooo viel wie bei euch, aber ich habe gesehen, daß Frauchen sich alle Mühe gegeben hat, und es war wunderschön.

Zum Glück sind wir noch bei dem Wühlmausdorf vorbei gekommen, so konnte ich einkehren und mir zwei fette Wühlmäuse einverleiben. Frauchen und Herrchen bekamen später noch ihren Apfelkuchen.

 

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Ich wünsch dir und dem gesamten Rudel mitsamt euerem Frauchen einen geruhsamen, friedlichen Sonntagabend.

 

Bis bald, dein Ajak

Tschüss Sonne, willkommen Mond, gute Nacht!

Merkur
Merkur

21.12.2021

Herrchen-Day, und wir gehen alle zusammen auf den Huttwiler Berg wandern. Hier kann man momentan viel besser laufen, als in meinem eigenen Revier, wo alles knochenhart gefroren ist.

Hier gibt es dieses wunderschöne Waldweglein, wo wir mit Frauchen auch  im Herbst schon durchgezogen sind. Und jetzt, wenn ich weiss, dass Herrchen hinter mir her läuft, fühle ich mich wieder wie auf dem Trail, übernehme wortlos den Lead, und - natürlich renne ich nicht mehr, ich bin ja schliesslich mehr als 17 jährig - aber ich laufe doch zügig an mehr oder weniger gespannter Leine vorne weg und mein Kumpel Eagle und der Zwerg folgen mir.

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Natürlich lasse ich mich heute viel mehr auch von meiner Nase leiten, ich hab ja jetzt schliesslich Zeit, und schnüffle feinen Düften hinterher - was ich doch früher n i e !, never!, gemacht hatte und auch auf den Tod nicht ausstehen konnte, wenn mein Leadkollege so etwas machen wollte. Aber früher war früher und heute ist heute, so einfach ist das. Und so wie mir in jungen Jahren das Ziehen und Rennen vor dem Schlitten wichtig war und Spass gemacht hat, genauso  gefällt mir heute in meinem hohen Alter das gemächlichere Wandern an der Leine.

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Das zweite Team mit Yukon und Jungspund Blizzard ist dann jeweils natürlich schon noch ganz anders unterwegs. Nur - so wie ich meine ganze Kraft und Energie, meinen unbändigen Willen und die ungezügelte Freude ins Ziehen des Schlittens und Führen meines Gespannes lenkte, so geht es meinem jugendlichen Freund nur ums unbeschwerte, freie Herumgeflitze, der Nase nach, jedem Duft hinterher.

Und noch ein markanter  Unterschied gibt es in dieser Geschichte: Während ich beim Führen meines Gespannes jeweils meine Ohren nur auf die Stimme von meinem Herrchen, bzw. später von Frauchen ausgerichtet hatte, um jedes kleinste Kommando sofort hören und sogleich umsetzen zu können, hat  Lausbube Blizzi seine Ohren meist auf Durchzug gestellt. Daran muss er noch kräftig arbeiten, hat Frauchen mir mal in die Ohren geflüstert, sonst kann er das freie Herumrennen nämlich grad wieder vergessen, der Luftikuss, (was immer das auch sein soll). Aber gut, zurück kommt er ja immer,  nur manchmal halt über Umwege.

Frauchen hat sich schon überlegt, ihn alleine vor den Schlitten zu spannen und mit ihm so rennen zu gehen, dass er seine Energie so abbauen könnte. Aber dem Bengel macht das eben dann keine Freude, alleine und ziehen müssen. Kaum ginge  es ein bisschen aufwärts, müsste Frauchen nämlich in ziehen, das hat er, als wir noch Fahrradtraining machten, des öftern bewiesen. "Weisst, mein liebster Schatz, es sind eben nicht alle so versessen auf`s Ziehen wie du", sagt Frauchen mit einem lächelnden Augenzwinkern zu mir. "Ach Frauchen, für mich unvorstellbar, aber vermutlich wirst du recht haben". Auf jeden Fall war es wieder ein gelungener, schöner Ausflug und wenn auch Herrchen mit dabei ist, sowieso.

Blizzard
Blizzard

22.12.2021

Für das erste Mal? Ein voller Erfolg, sagt Frauchen, absolut lustig, sage ich. Wovon wir heulen? Ich werde es euch gleich zeigen, nur noch etwas "warten"! - - -

 

Also, es geht darum, dass ich lernen soll, auch mal frei laufen zu dürfen. Frauchen will es mir gönnen, dass ich mich ohne Leine so richtig austoben kann, um dann andererseits bei Spazi mit den Kumpels, an der Leine anständiger zu laufen. Sie meint, da ich so schnell lerne, und ja eigentlich alles gerne mache, was sie mir aufträgt, würde ich auch das schaffen. Die Spazi`s würden für uns entspannter und trotzdem könnte ich mich genug austoben. Ein guter Ansatz, finde ich, ich glaube da werde ich mitmachen.

Das also war der Anfang, eine Steak-Outstange in den Boden und diese neue Leine dran. Nun durfte ich herumrennen wie ich wollte, musste aber auf Frauchens "zurück" eben zu ihr zurückgehen. Das Kommando hatten wir schon zu Hause aufgebaut und eingeübt.

Für den Fall, dass ich doch einmal das "zurück" nicht würde hören können, warum auch immer, und die Leine würde ruckartig straff gezogen, hat Frauchen eine Bunjileine als Stossdämpfer dazwischen gehängt.

So haben wir das Training begonnen und für mich war es einfach nur herrlich, nach allen Himmelsrichtungen hin- und herjagen zu können, und ich jedes mal, wenn Frauchen mir rief und ich zu ihr "zurück"-rannte, ein herrliches Häppchen bekam.

Später kam dann der richtige Spazi, ein bisschen durch den Wald, aber vor allem auch noch über das offene Feld. Und Frauchen hatte immer diese Schlappleine, oder wie sie die genau nennt, in der Hand, 15 m lang, die ich nicht mal immer ganz brauchte. Darum, es war wirklich ein voller Erfolg, ich konnte herumdüsen nach Herzenslust, Frauchen wurde dabei nicht halbiert und hatte folglich nachher auch keine Schmerzen, und weil ich so gut gehorchte, wurde ich auch wienerlimässig gut belohnt. Was will man noch mehr - höchstens, dass ich dann ab und zu gar keine Leine mehr gebrauche, respektive mein Frauchen.

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Frauchen erhielt dann dadurch sogar Zeit, nicht nur mich, sondern auch in aller Ruhe die tolle Rauhreif-Welt um uns herum zu bestaunen.

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Ja, wir hatten wirklich einen ganz entspannten Spazi zusammen, und am Ende war ich total ausgepowert, (was natürlich auch noch dem Rennen durch den kniehohen Schnee zuzuschreiben war), und Frauchen war noch gesund. Und weil sie mir versprochen hat, dass wir das wieder machen werden, habe ich ihr auch versprochen, dass ich immer auf ihr Kommando "zurück" hören werde, (ähm, wenn sie es nur nicht allzu oft sagt).

23.12.2021

Und noch einmal ein Schneespazi, hoch über den Dächern von Oeschenbach.

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Und seit heute gibt es eine neue Teamaufteilung, denn es hat in der Hinsicht, wer zu wem passt, wieder Veränderungen gegeben. Wer zu wem passt in Punkto Tempo und Distanz. 

Da sind nun also einmal Old-Merkur und sein Zwerg, wobei diese distanzmässig noch weiter laufen möchte. Aber da sie immer hin und her hüpft macht sie den Weg sowieso 2-3 mal.

Das zweite Team besteht aus Eagle und Yukon, beide nicht mehr schnell und nicht mehr weit unterwegs, aber intensiv da und dort am schnüffeln.

Kommen wir zum dritten Team, das eigentlich nur aus Blizzi besteht, darum haben wir ihm Frauchen zur Seite gegeben. Nun ist Frauchen natürlich (leider) längst nicht mehr so schnell und ausdauernd wie der Jungspund, und  so gesehen passen die beiden ja eigentlich gar nicht zusammen, aber da schafft nun Blizzi`s  "Schlappleine" Abhilfe.

 

Also Ende gut, für alle gut - im Moment...

Das Rudel
Das Rudel

31.12.2021

 

Wir huskypöstler Hunde

nutzen die Gunst der Stunde.

Haben uns was ausgedacht

und ein tolles Lauftraining gemacht.

Das alte Jahr ausklingen lassen

und die Partitur für das Neue verfassen.

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Wir geniessen nebst dem gemütlichen Beisammensein,

auch ein tolles Zvieri mit Saftfleisch und Bein.

Und genau zur gleichen Stunde,

ruh`n auch die Böhringer Freunde in trauter Runde.

Sogar die Flugpost ist nahe mit dabei,

und Ajak ist das einerlei.

2 Bilder-Galerien

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Und fertig ist das alte Jahr,

die Sterne funkeln, der Himmel ist ganz klar.

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Am Morgen, hoffen wir,  werden wir erneut aufsteh`n

und fröhlich weiter durch unser Leben geh`n.

 

 

 

Juni 2022

 

 

Kein Unglück (Glück) des Lebens 

ist dem vergleichbar:

Einen edlen und 

zuverlässigen Freund

zu verlieren (besitzen)!

                     

         Joseph Addison

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