14.4.2021

Wir trauern um unseren tollen Kumpel, liebsten Freund und Bodygard Amarok, den wir heute gemeinsam zur Regenbogenbrücke gebracht haben. (Foto Januar 2019))
Wir trauern um unseren tollen Kumpel, liebsten Freund und Bodygard Amarok, den wir heute gemeinsam zur Regenbogenbrücke gebracht haben. (Foto Januar 2019))

Amarok, du fehlst an allen Ecken und Kanten:

   du fehlst im Gehege,

   du fehlst an der Leine,

   du fehlst an deinem Fressplatz,

   du fehlst in der Küche,

   du läufst mir keinen Schritt mehr nach,

   du schaust mir beim Gemüse rüsten nicht mehr zu,

du kontrollierst mich nicht mehr,

du suchst mich nicht mehr, 

dein unvergleichlich herrliches Heulen fehlt,

du rennst mir nicht mehr voraus

und hinterher

und um mich herum...

 

aber:

 

du sitzt ganz, ganz tief in meinem Herzen,

unvergessen!

du fehlst mir überall,

unvergessen!

Du bleibst

unvergessen!

 

Noch an der Elbe, mit seinen fünf Kumpels

 

In der Zwischenstation in Hohenlockstedt

 

Einleben im neuen zu Hause in Oberönz

 

Die Zeiten des Zugsportes, am Wagen...

 

... und am Schlitten

 

Typisch unser Amarok

 

Und immer wieder so lieben Besuch

 

Die letzte Zeit und Abschied

7 Bilder-Galerien

 

Aber du bist empfangen worden von den vielen, lieben Pelzfreunden, die dir schon vorausgegangen sind, sie haben gewusst, dass du kommst, Amarok, und haben dich mit dem Silbergeschirr erwartet.

Und du bist frei von allen Schmerzen, dein Herz schlägt wieder jung und kräftig, deine Beine strotzen vor Kraft, du magst wieder unbeschwert rennen, hast Freude daran, keine Autoimmunerkrankung frisst deine eigenen Thrombocythen mehr auf; gesund und unbeschwert rennst du mit deinen Kumpels durch die Natur...

 

 

 

Ab hier sind die Einträge chronologisch eingeordnet

 

Das Rudel
Das Rudel

 

 

1.+2.3.2021

Frühlingsspazi`s durch nahe und weitere Gefilde, durch altbekannte und neuentdeckte Reviere.

Merkur, Ice und der Zwerg - Noch ist er nicht ganz da, der Frühling, und es wird sicher auch noch einmal Schnee geben, ich habe das in den Knochen. Aber überall fängt es an zu grünen, da und dort sieht man die ersten Frühlingsblümchen und die Weidenhündchen glitzern mit ihrem silbrig-seidigen Fell auch schon überall um die Wette. 

Es ist herrlich jetzt wandern zu gehen, die Temperaturen lassen es auch noch zu, und wenn man etwas Rücksicht nimmt auf die alten Knochen, dann auch diese. Wir wollen ja nicht rosten, also werden wir nur bedingt rasten, oder wie das bei den Menschen heisst.

Bilder-Galerie

 

Blizzard und Yukon - Spazi mit Frauchen ist sowieso immer toll, wenn Yukon oder mein Zwerg mit dabei sind erst recht. Nur mögen die leider nicht mehr so wie ich. Und ich kann dann oft fast gar nicht genug Rücksicht nehmen darauf, weil`s mich einfach so ungestüm durch`s Leben reisst. Ich kann nichts dafür, ich weiss, ich reisse manchmal sogar Frauchen fast über den Haufen, weil ich einfach nicht dran denke, dass die Leine auch mal zu Ende ist. 

Andererseits habe ich ja gelernt, was "laangsaam" heisst und wenn mich Frauchen kurz nimmt und dieses Kommando sagt, kann ich das auch richtig gut ausführen. Also - wir kommen schon klar zusammen, mein Frauchen und ich.

Mit Kumpel Yukon zusammen ist es halt auch witzig, der ist ein bisschen ängstlich geworden, geht jetzt etwas zurückhaltender durch sein Leben. Bevor der sich Pfot über Kopf  in die Fluten stürzt, schaut er mal zuerst und bedenkt, dass er dann da auch wieder rauskommen muss. Und ich mache das eben nicht, wenn`s mir in den Sinn kommt springe ich rein, rausgekommen bin ich noch immer, noch - ich weiss, es könnte mir auch einmal zum Verhängnis werden. Aber ich bin halt der "Macher", ich mache und hinterher studiere ich, (manchmal), dagegen ist Yückel eben der Student, er studiert und dann macht er, (manchmal. Früher war der übrigens aber auch nicht so).

 

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Eagle und Amarok - Wir haben ein ganz neues Revier entdeckt, und das hat es in sich, ich heul`s euch. Zuerst hatten wir fast das Gefühl, wir seien am Yukon gelandet, dabei sind wir doch kaum fünf Minuten mit dem Auto gefahren.

Kaum waren wir in diesem tollen Wald hin- und herrennend, schnüffelnd und durch Gestrüpp strauchelnd unterwegs, trafen wir auf einen Bären! - Weiowei, was nun? Ganz aufgerichtet stand er auf seinen prächtigen Hintertatzen, aber da er sich minutenlang nicht bewegte und wir auch gar nichts rochen was auf Bär hätte schliessen mögen, ging mein ewig neugieriger Kumpel Amarok dann zu ihm hin und schaute sich den Kerl aus der Nähe an. "Ha, hab` ich mir`s doch gedacht, aus Hooolz, nicht echt", heulte  er mir zu.

Der nächste Geselle den wir trafen, oder genauer gesagt, noch seine Beweisstücke,  war Mister Biber. Den Holzraffler selber bekamen wir ja nicht zu Gesicht, wie der aussieht wissen wir nur vom Filmen. Hund oh Hund, der hat vielleicht was drauf, die allerdicksten Bäume hat er sich ausgesucht, gibt sich wohl auch nicht gerne mit halben Sachen zufrieden, wie wir.

Und dann dieser Bach, soo herrlich, man musste einfach drin herumplanschen. Rotbach heisst er, wohl wegen all diesen roten Ästen, die an seinem Ufer wachsen?

Auf jeden Fall Frauchen ist dieses Revier einmalig schön und mehrmalig interessant, da gehen wir wieder hin bitte, gell!?

Blizzard
Blizzard

6.3.2021

Amarok und Eagle hatten ja von ihrem letzten Spazi derart geschwärmt, als sie zurückkamen, dass ich Frauchen bekniete, auch dorthin gehen zu wollen, ins Land des Bären. Das haben wir nun also gemacht und ich nahm noch gerne meinen Kumpel Yukon mit. Und was soll ich sagen- es war megatoll! So nach Herzenslust in dem Bach herum zu tollen, auf die andere Seite zu springen und  dabei Frauchen (fast) mit ins Wasser zu ziehen, haaa, was habe ich gelacht. Sorry Frauchen, aber dein Urschrei war einfach zu schön...

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Später sind wir kreuz und quer durch diesen Urwald gerannt, hatten so gehofft, auch einen Bären zu sichten. - Aber als er dann kam, respektive wir ihn sahen, mussten wir feststellen, dass  uns  unser Kumpel Amarok einen mächtigen Bären aufgebunden hatte. Weil der, der jetzt vor uns stand war aus Holz geschnitzt und nicht aus Fleisch und Blut. Schöne Blamage...

 

Und dann kam meinem Frauchen eine Idee --- ihr lieben Fan`s, ihr wisst ja wie das so geht, wenn unser Frauchen eine Idee hat; die sind manchmal gaanz schön spektakulär. Und siehe da...

"Hey Blizzi, weisst du was? Das wär doch ein toller Weg um wieder ein bisschen Fahrrad zu fahren, was meinst du?" Krrr, hab ich`s doch gewusst, spektakulär! So begeistert, wie Frauchens Anfrage kam, konnte ich die Antwort aber leider nicht zurück geben. "Hm Frauchen, jaaa, müsste man testen, wenn du meinst?" Sicherlich hat sich mein Frauchen dabei gedacht, sie würde mir eine Riesenfreude bereiten. Jetzt war ich aber richtig in die Pedrouille geraten. Was sollte ich tun??? 

Vorerst mal gar nichts, war meine weise Entscheidung, und zwei Tage später wagte ich zu hoffen, Frauchen hätte diese "tolle Idee" bereits wieder vergessen. Leider ein fataler Trugschluss.

Als sie mich nämlich heute ins Auto packte, lud sie das Fahrrad gleich mit dazu. Mir schwante Ungutes -

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Wir fuhren also zum Ausgangspunkt des "Bärenlandes", ich wurde eingespannt, Frauchen setzte sich auf das Fahrrad und los ging`s in üblicher Manier. 

Zuerst etwas durch den Wald, dann ein kurzes Stück den Hang hinunter auf das Feld hinaus und rechts weiter dem Bach entlang, schön eben Weges. Natürlich war es toll, wieder einmal so richtig rennen zu können, natürlich gab ich alles, hatte ich die Rute unten, die Ohren angelegt und galoppierte neben Frauchen her - aber entgangen war mir natürlich trotzdem nicht, dass da ja nach dem Gefälle das wir hatten, logischerweise auch wieder eine Steigung kommen musste, bevor wir wieder beim Auto wären. Ob Frauchen das auch bemerkt hatte?

Und kaum war der Gedanke beendet kam sie, die Steigung. Abrupt wechselte meine Gangart zum Trab, zum Schritt und herrjeh - dann blieb ich ganz stehen. Ich schaute mein Frauchen an und was sah ich? Auch sie war Zunge bei Pfot! - Nicht, dass ich Schadenfreude empfunden hätte, niemals, aber ich dachte dabei: Frauchen geht es doch eigentlich genau gleich wie mir, zum Steigungen bewältigen ist sie auch nicht mehr fit genug. 

Dass ich es nicht mehr bin, ist mir zugegebenermassen nicht neu, ich konnte es nur immer gut überspielen. Aber dass es bei Frauchen auch so ist, war mir nicht bekannt. Aber mein Frauchen wäre nicht mein Frauchen, wenn sie mich nicht verstände und mit mir zusammen Sitz machen würde, um sich miteinander zu besprechen.

Und die Krux der Geschichte ist nun also, dass wir beide durchaus noch Potential hätten, aber keine Übung mehr und auch keine Lust uns da wieder neu rein zu steigern. Wir sind zu alt, um noch jemandem etwas beweisen zu müssen. Das Aufwärtsspringen und dabei noch Ziehen, war für uns beide von Anfang an nicht ganz das Braune vom Knochen, das gestanden wir einander in dieser trauten Minute ein.

Und so fanden wir denn auch diesmal, wie schon so oft, einen gemeinsamen Könner: Ich renne gerne mit Frauchen auf dem Fahrrad dem Bach entlang, wenn es aufwärts geht steigt sie ab und wir laufen zusammen weiter. Wenn es wieder gerade geht, sitzt sie wieder auf und wir rennfahren weiter - und dann immer so wiederholen und weiter und weiter, den ganzen Tag lang, wenn wir wollen, das ist dann kein Problem...

 

Aber noch lieber gehe ich den lieben langen Tag mit Kumpels und Frauchen an der langen Leine Spazi machen, das ist das 1A-gigamässig-schönste von allem!!!

 

 

 

Ice
Ice

9.3.2021

Mich trifft der Strahl, ich werde heute 14 Jahre alt,

Viiierzehn!!

Was mir dieser Tag wohl alles bringen mag?

 

 

Da, es fängt schon an:

 

Happy Birthday liebes Iceli, happy Birthday to you.

Meine liebe Freundin, ich feiere dich ganz groß und verneige mich in tiefster Vorderkörpertiefstellung vor dir, denn meine liebste und beste Freundin ist heute 14 Jahre alt, ja nochmals, 14 Jahre bist du jetzt schon auf dieser Welt. Du sollst wissen daß ich dich ganz fest bewundere, da du immer noch die Leithündin bist von einem großen Rudel. Man muß schon eine ganz besondere Persönlichkeit sein um so ein Rudel  so viele Jahre so souverän zu führen, wie du das tust.

Ich wünsche dir weiterhin nochmals ein wunderschönes Jahr mit all deinen Liebsten, daß du es gelassen und vor allem ganz gesund genießen kannst.

Für heute einen ganz besonders schöner Tag mit vielen Leckereien, laß dich ganz groß feiern, in Gedanken bin ich bei euch und trinke eine extra große Schüssel Hühnerbrühe auf dich.💝💟🐺🐺🌻🌻🌷🌷🍗🍖🧀🎂

Auch von Ajak die besten Wünsche und natürlich auch von Frauchen und Herrchen, die dich über alles lieben.

Bis bald meine Freundin, in Liebe deine Nele

  

 

Oh wenn das nicht schöne Geburtstagspost ist, danke, danke meine liebste Freundin!!!

Und weiter geht`s mit guten Wünschen:

 

- Mir gratuliere und wünsche no vili schöni, gsungi Johr - von Margot und Louis

 

- Gratulation a die alt Dame - von Herrchen Armin

 

- Happy burzutag dir liebe Ice, u viu Glück u hüt viu gueti Chnöche (und Turte fürs Frauchen, hihi) - vom Vroni

 

- Wünsche euch na villi schöni Jahr zäme, happy birthday - vo dr Gabriela

 

- Liebe Ice, alles guete zu deinem tollen 14ä Geburtstag, wir wünschen dir noch viele, viele schöne Ausflügli mit deinen Kumpels und deiner lieben Mama, in guter Gesundheit. Alles liebe us Hegi, Renée, Anusch wuwu wau wau und ebenso Jimmäly - von Renée

 

- Happy Birthday liebe Ice. Ha di lieb Ice u bis gli. Hoffe euch geht`s guet u bliebet gsund - von Shirin

 

- Happy birthday, alles Liebe und Gute, gute Gesundheit und viel gutes Essen und noch viele schöne Jahre, liebe Ice. - vo üsere Claudia

 

 

So viele gute Wünsche, von so vielen lieben Menschen, ganz ganz grossen Dank heule ich euch allen!

Und tatsächlich, ein Wunsch ging mir grad schon heute Abend in Erfüllung: viel gutes Essen. Schaut nur was mein Frauchen mir bereit gemacht hat; oh sie kennt mich halt durch und durch.

Icen`s Jägerplatte
Icen`s Jägerplatte

Und mehr erzähl ich euch morgen, denn jetzt muss ich mich auf`s Ohr legen und verdauen...

 

In huskyscher Liebe

eure Ice,

ihres Zeichen Rudelführerin von der Huskypost

(immer noch)

 

 

 

Merkur
Merkur

19.3.2021

Wenn mein Herrchen kommt, führe ich ihn immer noch gerne durch Haus, Hof und Revier.

Und gerne nehme ich dabei auch meine Freundin Ice dazu, sie gehört einfach zu mir, manchmal aber auch die ganze Bande. Dann gehn wir auf Achse, für mich ist das allerdings immer noch der Trail - und da falle ich dann auch regelmässig immer noch in mein altes Muster zurück. Hundert Jahre Leithund im Gespann kann man einfach nicht so mir-nichts-dir-nichts ablegen.

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Amarok
Amarok

20.3.2021

Natürlich freuen wir uns auf den Frühling, der morgen kommen soll, oder wäre das heute gewesen? - Na ja eben, gesehen haben wir ihn noch nicht als wir heute durch den Bergwald gerannt, geschnüffelt, flaniert, gezogen, gefegt, gestolpert sind. 

Aber dafür haben wir etwas anderes gesehen, gerochen, gespürt, gefressen: Schneeeee, wieder haben wir Schnee gefunden, und nicht mal weit weg von uns zu Hause. Wauuhh, aber wissen wo, das muss man!!

Der Zauberwald (Foto C. Leuppi)
Der Zauberwald (Foto C. Leuppi)
Unser Frauchen  (Foto C. Leuppi)
Unser Frauchen (Foto C. Leuppi)

Und unsere liebe Basler-Claudia war mit dabei, das geniessen  wir einfach so sehr. Ist immer ein hundert % Garant dafür, dass wir alle Spazi gehen können.

 

 

 

Blizzard
Blizzard

22.3.2021

Es ist ja so, dass ich auch mit meinem Zwerg nicht mehr über den Berg rennen kann. Und das ist eine ziemliche lange Geschichte, die er euch dann selber erzählen kann. Wie lange das so bleibt, wissen die Ahnen.

Nun habe ich Frauchen heute eine Idee unterbreitet: Wir könnten gemeinsam so eine Art Postenlauf, oder Vità-Parcour durch den Bergwald machen. Abwechselnd gibt einer dem andern eine Aufgabe auf, die er unterwegs irgendwo lösen muss. Geplant, getan; das wurde eine richtig spannende Sache. 

Dass nun aber auf den folgenden Fotos Frauchen nirgends in Action zu sehen ist hat nichts damit zu tun, dass sie nicht mitmachte, sondern dass ich nicht fotografieren kann. Mit meinen riesigen Pfoten würde ich diesen einen Knopf niemals treffen. Aber eigentlich machte sie im grossen und ganzen dieselben Übungen wie ich, und das fand ich echt toll. Nur bei einer, da wollte sie partout nicht mitmachen - ihr könnt euch selber aussuchen, welche das wohl war -------- ja genaaaau diese.

Bilder Galerie

 

- Wir machten da also "Steh und Warten", für beide kein Problem.

- Ich wickelte die Leine um einen Baum herum und Frauchen musste mich rausdrehen, in der richtigen Richtung, versteht sich.

- Suuuuch, suuuch... den Riechsinn gebrauchen.

- Beim Hochsprung war ich interessanterweise genau so gut wie Frauchen, obschon ich viel kürzere Beine habe.

- Richtungswechselkommando hören und ausführen; machen wir beide abwechslungsweise, wonach uns dabei gerade der Sinn steht.

-Spuren lesen, egal ob von Vier-/, Zwei-/, oder Tausendfüssler.

- Klettern und Balance halten

- Platz und Warten auf Distanz, darin sind wir beide richtig gut!

- Markieren -------

- Ziehführen, eine Kategorie, die vor allem mir jeweils gut gelingt.

- Platz auf unebener Fläche

- und zuletzt das Schütteln, Pfoten - ähm Arme hängen lassen, entspannen.

 

Tja, ich kann nur sagen, das heult nach Wiederholung, das war echt spannend, belebend und ungemein bindungsfördernd.

Merkur
Merkur

27.3.2021

Muss etwas über meinen Kumpel Amarok schreiben, dem geht es nämlich nicht mehr so gut. Er ist zwar noch nicht ganz so alt wie ich, aber um einiges kränker, leider. Heute ist mir das so richtig aufgefallen.

Als mein Frauchen unter der Platane auf der grossen Hütte sass, ging ich sie dort besuchen, musste dabei aber den Steg hochsteigen, der nur 50 cm breit und doch schon recht steil ist. Ich habe noch keine Mühe damit, ich habe noch die Kraft in den Hinterbeinen und schwindelig wird mir auch nicht.

Amarok konnte das bis vor zwei Wochen auch noch, und er stakste Frauchen ja sowieso immer überall hinterher, wohin sie auch ging. Bis heute - da traute ich meinen alten Augen doch nicht mehr so ganz, denn da lag er, genau zu Frauchen`s Füssen, aber eben unterhalb der Hütte im Rasen! Er konnte nicht mehr zu uns hinauf kommen, die Kraft reichte dazu nicht mehr aus. 

Seit längerer Zeit wackelt und stolpert er ja so mehr oder weniger durch sein Leben, setzt sich manchmal unfreiwillig auf den Hinterteil, aber immer ist er mit dabei, will alles sehen, jedem Duft hinterher schnüffeln, im Kopf ist er noch voll parat. 

Und heute  also, als ich dort oben auf der Hütte  mit meinem Frauchen  zusammen sass, spürte ich regelrecht die starke Melancholie die durch ihr Herzen zog. Ich spürte die Gedanken, mit denen sie sich zu befassen begann. Ich legte meine Schnauze ganz nahe an ihr Bein und probierte ihr so meine unerschütterliche Zuversicht zu übermitteln, dass alles in Ordnung sei, dass Amarok klar komme mit der Situation, dass er gerne noch in unserem Rudel sein wolle, und dass er keine Schmerzen habe. Er könne das Gewackel immer gut wieder ausgleichen und wenn es ihn halt doch auf den Hintern setze, kümmere ihn das wenig, er stehe wieder auf und weiter ginge das Leben im Rudel der Huskypost.

 

Noch rennt er, aber wackelig. (Bild von 10. März 2021)
Noch rennt er, aber wackelig. (Bild von 10. März 2021)

Da tönte plötzlich Icen`s Stimme von unten zu uns empor, sie lag am Fuss der Platane und hatte unser Gespräch mitbekommen. "Frauchen," sagte sie, "Frauchen hör auf unseren alten, weisen Freund Merkur,  er spürt deine Traurigkeit, aber er kann die Lage richtig einschätzen. Es ist der Lauf der Dinge, und wir Hunde können mit der gegebenen Situation gut umgehen. Wir lehnen uns nicht auf, wir fragen nicht warum, wir fügen uns in die Situation und machen das Beste daraus. Und damit, dadurch haben wir dem Menschen viel voraus." Und dann an mich gerichtet: "Aber dass du unserem Frauchen davon mitgeben willst, finde ich ganz toll, Merkur."

Nun bekam unser Kumpel heute vom Doc also noch andere Schmerzgudi und die tun ihm scheinbar gut. Heute Abend nach dem Fressen stieg er jedenfalls wieder in seinen geliebten Rentnersessel, in den er die letzten zwei Tage nicht mehr reingekommen ist.

Will Frauchen meine Zuversicht weitergeben
Will Frauchen meine Zuversicht weitergeben
Die Kraft fehlt, um auf die Hütten zu steigen
Die Kraft fehlt, um auf die Hütten zu steigen
Manchmal setzt es ihn einfach auf das Hinterteil
Manchmal setzt es ihn einfach auf das Hinterteil
Immer noch zu Frauchens Füssen, aber halt so
Immer noch zu Frauchens Füssen, aber halt so

In seinem Lieblingssessel am Verdauen
In seinem Lieblingssessel am Verdauen
Rudel
Rudel

1. - 3.4.2021

Es ist Zeit geworden für Veränderungen; es wird gebaut in der Huskypost und das nicht nur im Inland, sondern auch in der Aussen(husky)post-Dienststelle Deutschland in Böhringen.

Mal schauen was da vor sich gegangen ist.

Nele
Nele

Tag 1

Heute war ich mal wieder auf der Baustelle, da wo mein Herrchen immer etwas sägt, schraubt, schleift und was weiß ich noch so alles veranstaltet. Leider bin ich noch kein bißchen weiter gekommen, was da so alles passiert. Die Hütte ganz schrecklich weiß gestrichen, ein Licht, also nur eine Glühbirne, eine Stange mitten im Raum, dann steht vor der Hütte noch ein Holzkasten, was der soll ist mir völlig unverständlich. Ich habe Ajak noch zur Hilfe geholt, aber der weiß auch nicht weiter.

Da mach ich mich doch lieber wieder ganz schnell auf die Pfoten und genieße noch ein wenig die schöne Frühlingssonne.

Bilder-Galerie

 

Merkur
Merkur

Bei uns hat die Schufterei die Frauchen sich antut, einen etwas anderen Hintergrund, nämlich: Unser Alter - ja wirklich. Das ist ganz einfach, früher, als wir Jung waren, (oder etwas jünger als jetzt), hat sie uns hohe Hütten, Plattformen und Türme gebaut, ohne Treppen oder Steg natürlich, da sind wir einfach gesprungen.

Und jetzt, jetzt heisst das Schlagwort "Rückbau", nicht mehr Hoch-, sondern Tiefbau, mit Zufahrten, Treppen, Hängebrücken... unseren alten Knochen, Gelenken und Bändern Rechnung tragend. Und wir freuen uns natürlich enorm darüber, weil, von unserem Revier aus in andere Gefilde spähen, das tun wir halt immer noch liebend gerne, aber dafür benötigt man eben schon einen Hochsitz.

Und unser Zwerg hat natürlich sofort begriffen um was es geht, denn sie konnte ja schon seit längerem hier nicht mehr raufspringen. Aber jetzt, man sieht es ihr an der Schnauzenspitze an, wie grooooss sie sich fühlt...

 

Waaaauh wartet mal, das muss ich auch ausprobieren, das ist doch clever für meinen Rücken, wenn ich nicht mehr springen muss.- Na Kumpel, ob du dafür wohl nicht zu schwer bist?

 

Ich schau der Sache mal von Weitem zu. 

 

Und ich habe mich in eine andere Hütte verzogen, ist ja schrecklich, dieser Bau-lärm.

 

Was die dort drüben wohl wieder machen? Naja, ist nicht meine Baustelle, ich habe hier meine eigene... 

 


Als dann alles fertig war, die ersten Tests schon vorbei, tippelte ich so ganz nebenbei auch mal über diesen neuen Steg hinauf - und siehe da, wo ich landete, auf der Dachterrasse unseres guten, alten Zweifamilienreihenhauses. Ach so jaaa, stimmt, da oben war ich allerdings schon eine Weile nicht mehr, weil es keinen Aufzug gab, und klettern ist nun ehrlich nicht mehr 


mein Ding. Aber so, das eröffnet mir ja natürlich wieder ganz neue Dimensionen, dem Frauchen sei Dank! Es ist schon was anderes, sein Revier in aller Gelassenheit und  Ruhe von oben betrachten zu können, als quasi von unten herauf, da sieht man ja kaum etwas. 

Danke Frauchen, da hast du wieder einen guten Riecher gehabt, (bist halt eine von uns), dass du uns diese Möglichkeit neu eröffnet hast, schliesslich gibt es ja im Rudel auch so manch anderen Rentner, der das wird zu schätzen wissen.

 

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Tag 2

Anderntags war dann das kleine Gehege dran. Hütten verschieben, die Plattform abändern, vor allem einkürzen, dass man nicht mehr springen muss, wenn man hochkommen will. Das klingt nach wenig, war es aber eben nicht. Und Frauchen klönte sowieso schon über Schmerzen von dem Sturz vom Tag zuvor. Als sie den langen, schweren Steg ins grosse Gehege trug, ist sie gestolpert und längelang hingeschlagen auf den Steinchenboden, genau wie der Steg. Sie stand zwar sofort wieder auf und machte weiter als wäre nichts gewesen.

Aber heute nun, heute kann sie sich kaum noch bewegen und verzieht ein übers andere mal das Gesicht. Nicht dass wir ihr etwa befohlen hätten, weiterzubauen, bei Felle nicht. Aber so ist unser Frauchen eben...

 

Wir haben ihr dann so viel wie möglich abgenommen, was ihr Schmerzen verursachte, machten wir selber. Einer nach dem andern z.B. übernahmen wir das  Lättchen und Pfosten zurechtsägen, weil ihr dabei das Brust-Körbchen ?? so weh tat. (Wer noch nicht weiss was Teamarbeit ist, kann sich hiervon eine Scheibe absägen).

Und wie gehabt machte Blizzard zum Schluss den Test ob das Zeug hält - er sprang was das Zeug hält auf die Plattform rauf, obschon er ja jetzt nicht mehr hätte springen müssen - und das Zeug hielt!

Bilder-Galerie

 

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Tag 3, Amarok

Am dritten Tag dann der Höhepunkt, aber nein halt, genau genommen war es der Tiefpunkt, ihr werdet schon sehen warum.

Diese Schrauben willst du verwenden, die sind doch viel zu lang, meint Yukon.

der Höhepunkt

 

 

 

 

 

                der Tiefpunkt

Aber Frauchen, bei dieser Ecke stimmt etwas ganz und gar nicht, findet Amarok.


Und er will es wissen, der Amarok, ob das wirklich was ist, was Frauchen da zaubert. Diese Platte jedenfalls ist sehr alt, ob sie nicht auch morsch ist? Wird sie mich halten, bin ja nicht gerade ein Leichtgewicht. Oder falle ich plötzlich durch und habe die Pfoten am Boden?

 

 

 

 

 

 

 

 

Mal noch etwas das Gewicht verlagern, auf die andere Seite schauen - aaah, aber was seh ich da? Ich traue meinen Augen nicht, das schöne Schild von damals, vom "Chalet Schnuk-Schnuk". Oh das ist aber schön Frauchen, dass wir das hier so wiederverwenden können. Eine wunderschöne Erinnerung an unseren heiss geliebten Kumpel Chenook, oh wie mich das freut! ---

Aber dann war Frauchens Akku leer, also der ihres Bohrmaschine, meine ich und wir machten Schluss für heute. 

Als Frauchen dann reinging um sich die Pfoten aufzuwärmen, legte ich mich vorsichtig auf diese Platte nieder (sie war ja noch nicht angeschraubt, wegen besagtem Akku) - aber es liess sich hier wirklich wunderbar liegen, und alle kommen rauf, ob sie noch springen können oder nicht. Und daas war ja der Sinn der ganzen Aktion.

 

Und Frauchen hat mich grad gesehen..

 


Jetzt machen sie es aber ausserordentlich spannend, unsere Freunde in Deutschland, bauen wie die Verrückten, aber sagen noch immer nicht was es werden soll. Auch sie haben den heutigen Tag genutzt, um weiter voran zu kommen, schaut nur, liebe Leser. Und wer weiss, vielleicht erahnt ja jemand von euch was das sein soll und kann uns, und natürlich vor allem Nele und ihren Ajak, erlösen von dem ewigen Ratespiel, das ihre Menschen jetzt über Wochen mit ihnen getrieben haben, zu gönnen wäre es den beiden.

Wer also eine Idee hat, was untenstehende Bilder darstellen, und/oder zu was es Nütze sein könnte, möge sich doch bitte bei uns melden.

Bilder-Galerie

 

 

 

Nele
Nele

5.4.2021

Also langsam muß ich wirklich wissen was bei uns im Garten Neues passiert. Es läßt mir keine Ruhe, da ich ja ein neugieriges Huskymädel bin.

Ich schnappte mir Ajak und wir erkundeten gemeinsam mit unseren Supernasen alles bis auf´s Kleinste, jede Ecke, jedes Krümmelchen, einfach alles. Eindeutig, es sind zwei Nester in der Hütte mit duftendem Heu, zwei Plastikbehälter, und das war das ausschlaggebende bei Ajak.

"Waauuhh," schrie er, "ich weiß es, ich weiß es. Weißt du was mein liebes Nelchen, wir bekommen Hühner, Hühner, yehh Hühner! Genau solche Nester und die gleichen Behälter sind nämlich bei unserem Freund Balu im Hühnergarten.

Das ist ja unglaublich, Frauchen holt sich Hühner, ich wette um den größten Knochen mit dir, daß es so kommen wird. Also, ob mein Frauchen sich das wirklich gut überlegt hat? Solange ein Zaun uns trennt ist es ja ok, aber wenn die so im Garten laufen, quasi neben mir, na dann wette ich mit dir um ein ganzes Hähnchen, daß wir in kürzester Zeit keine Hühner mehr haben werden." -

Was ich mit meinen 12 Jahren noch alles erleben muß, langweilig wird´s mir nie.

Nele
Nele

7.4.2021

Lieber Blizzard,

ich bin´s schon wieder, die Nele. Gestern habe ich vernommen, als unsere Frauchen telefonierten, daß du ganz oft mit deinem Frauchen über den Berg rennst.

Also habe ich heute mit meinem Frauchen ein ernstes Wauh gejault, ich möchte auch mal wieder über einen Berg rennen.

Was soll ich sagen, sie hat es wirklich wörtlich genommen und wir sind über den Berg gerannt, aber gleich soooo hoch hinaus bis zur Schneegrenze. Es war ein supertoller Tag, Sonne und Schnee was will man mehr. Ich schicke dir gaaaanz viele Bilder, auf einem sieht man sogar die Alpen wenn man es vergrößert und ganz genau hinschaut.

Viel Spaß beim anschauen, und dir mein lieber Blizzi alles Liebe schicke ich dir und grüß mir bitte alle deine Kumpels mitsamt deinem Rennfrauchen.

Dein Nelchen

Bilder-Galerie

 

Blizzard
Blizzard

Was man so erlebt,

wenn man auf Spazi-Touren geht.

Die einen wälzen sich im Schnee,

obschon ich hier davon nur noch ein Schäumchen seh`.

                                    Die andern spielen mit Kumpelwelpen,

                                    und das ist hier eher selten.

 

 

Gemeinsam Erlebtes gibt innerlich ein so warmes Gefühl,

auch wenn rundherum die Temperatur noch kühl.

Sozialkontakte pflegen, 

bei Sonne, Schnee oder Regen.

Das ist immer wichtig und so schön,

Freu` mich schon, was ich nächstes Mal werd` sehn.

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Eagle
Eagle

9.4.2021

Wir haben einen absolut herrlichen Frühlingstag erlebt. Ob Alt oder Jung, Krank oder Gesund, für jeden war etwas dabei und die Wahl war frei. Aber alles in Ruhe und voller Hingabe ins Erleben, nur eines von allem, oder von allem ein bisschen.

 

Ein bisschen...

...alte Sonnenblumenstängel schreddern

 

 

 

  und Versteckis spielen,

 

...Freiheit geniessen weil man gut kommt, wenn Frauchen ruft

 

 

    und dem Rotmilan bei seinem Flug zuschauen,

 

 

...Teamsitzung abhalten

 

 

                 und Geld ausgeben für den Verschönerungsverein,

 

 

...Eis schlecken

 

 

 

           und in Teamwork das Gehege pflegen,

 

 

...Flurbegehung machen mit dem Kumpel

 

 

 

                    und gut und reichlich fressen,

 

 

...herumklettern und Neues ausprobieren

 

 

               und für ein Fotoshooting posieren.

 

 

 

 


Aktuelle Pflegedoku der einzelnen Huskypöstler, 11.4.2021

Merkur: Es gibt Tage, da fühle ich mich überhaupt nicht so alt wie ich bin, aber die andern gibt es eben auch. Heute mochte ich kaum herum laufen, hab es zwar getan, denn wer rastet rostet. Aber es "lismete" mir doch ein paar mal ziemlich mit den Pfoten und fressen mochte ich auch nicht recht, schon den zweiten Tag, hat mir kein Spass gemacht, bin echt lustlos...

 

Eagle: Gegen meine starke Hüftarthrose habe ich ja auch Schmerzgudi erhalten vom Doc. Ganz ausgereicht hat aber in letzter Zeit die Menge nicht mehr, so dass wir die Dosierung erhöht haben. Nun geht es mir wieder richtig gut und ich laufe gerne noch eine halbe Stunde lang im Revier herum. Wenn es nur weder rauf noch runter geht, dann ist alles in Ordnung, und da schaut Frauchen schon drauf. So gesehen bin ich ja regelrecht gesund.

 

Blizzard: Was soll ich sagen, ich bin der einzige von der ganzen Truppe der noch gesund ist. Allerdings bin ich auch "erst" gut zehn jährig.  Ich bin also voll im Saft und will nichts als mit Frauchen Spazi gehn, wenn möglich immer mindestens zwei Stunden am Stück und das am liebsten drei mal pro Tag....


Ice: Ich mochte heute meinen Napf auch nicht leermachen, Frauchen sah mich deswegen gaaanz besorgt an. Ich weiss, das ist bei mir ein schlechtes Zeichen, aber ich kann es nicht ändern, ich bin einfach irgendwie müde. Und dieses komische Atmen, das tief Luft holen müssen, das Keuchen dabei, - nach der Spritze war das alles weg. Jetzt, 4 Tage später ist es wieder da und macht mir einfach Mühe. Frauchen wird dem Doc anrufen, ob ich dieses Medi immer bekommen kann, dann ginge es mir wieder besser. 

Amarok: Von gestern auf heute ist es mit meiner Kraft wieder bergab gegangen, weiss nicht, Schmerzen habe ich kaum dank der guten Schmerzgudi. Aber ich kann mich jetzt kaum noch auf den Beinen halten, ich liege sehr viel herum, ich laufe auch meinem Frauchen nicht mehr hinterher wie ich das bis jetzt getan habe, um zu kontrollieren was sie gerade macht. Alles was mit Bewegung zu tun hat ist mir zu beschwerlich geworden, mein Herz gibt mir das ja auch zu verstehen. Aber ich halte sehr oft Zwiesprache mit Frauchen, und bald werde ich mit ihr zusammen über die Regenbogenbrücke nachdenken...

Yukon: Die leidige Geschichte von meiner Nase kennen wir ja zur Genüge, da muss ich jetzt nicht näher darauf eingehen, ausser dass mich Frauchen wieder beim Coiffeur angemeldet hat für die Sommerfrisur, damit ich weniger heiss habe und besser atmen kann. Nun habe ich aber seit kurzer Zeit auch Schmerzen bekommen in meiner Rückenverlängerung, und manchmal habe ich weniger Kraft in den Hinterläufen und ich sinke hinten ein. Ich lasse mich dort auch gar nicht mehr gerne anfassen, wenn Frauchen mich streicheln oder gar bürsten will, ducke ich mich unter ihren Händen weg. Spazi mache ich noch sehr gerne und dank den entzündungshemmenden Schmerzgudi tut es auch weniger weh - aber wo führt das wohl noch hin? Wenn ich meinen armen Kumpel Amarok so ansehe...

Rainey: Bei mir sieht es viel schlimmer aus als es ist. Ich liege da in dem Pflegebettchen, das Frauchen extra für mich zurechtgebastelt hat, weil eine sehr grosse Knieoperation mit aufwändiger Nachbetreuung auf mich zukommen sollte. Laut einem übereifrigen Chirurgen-Doc sei mein Knie so kaputt, dass man es operieren müsse, ansonsten würde alles instabil. Hundegott sei Dank holte Frauchen eine Zweitmeinung ein und diese betonte, dass sie an dem Knie gar nichts machen würde, ich hätte diese chron. Patellaluxation nun Zeit meines Lebens, und mich gut damit arrangiert. Das Knie sehe nicht mehr schön aus, sicher, aber wir würden gar nichts verpassen wenn wir nicht operierten. Meine Beschwerden würden eher auf ein Cauda Equinasyndrom hin deuten. Kauderwelsch für mich, aber klar für Frauchen, und wir sagten den OP-Termin schnellstens ab. Waaaauh, was bin ich erleichtert. Und diese Schmerzgudi, die ja fast alle meiner Kumpels auch schon haben, bewirken nun auch bei mir kleine Wunder, ich laufe, hüpfe und renne wieder nach Herzenslust, solange es nur nicht bergab geht. Dann muss ich allerdings passen, denn das tut mir weh. Das Pflegebettchen brauche ich nun auch nicht, da liegt jetzt Amarok manchmal drin, ganz von selber, es ist halt schön weich...

Juli 2021

 

Die Geschichte

kennt mehr Vorbilder

von treuen Hunden

denn von

treuen Menschen.

 

                  Alexander Pope