Yukon
Yukon

20.4.2021

Frauchen ist wieder am Bauen; aus Alt mach Neu, oder so etwas höre ich sie murmeln, als sie mit einem Haufen Lättchen unter dem Arm an mir vorbei geht. Was das wohl wieder wird? Was hat sie wieder gefunden, das sie umfunktionieren will? Scheint mir  langsam, unserem Frauchen ist nicht wohl, wenn sie nicht etwas nageln, schrauben, hämmern kann. - Ja `tschuldigung Frauchen, ich wollte nicht despektierlich sein, ich weiss ja, du machst das alles nur für uns.

Mein alter Kumpel Merkur ist, wie immer, mitten drin, er ist immer noch sehr neugierig wenn Frauchen etwas bastelt, will alles sehen und dabei sein. Am liebsten sogar Frauchen unterbrechen bei der Arbeit und mit ihr kuscheln. Dann wird es ihm aber doch zu laut, auf einem Eisentisch Nägel einschlagen verursacht wohl sogar dem schwerhörigen Opa Ohrenbrummen. Er trollt sich ins nahe Bambusgebüsch und schaut von weitem der Dinge, die da vielleicht noch kommen werden.

Ahh, jetzt sieht man auch, was unter Frauchens Händen entstanden ist, ein Steg, dem Pool entlang, weil der vorhandene den Geist aufgegeben hat und wir jetzt wieder durch den Dreck pfoten müssten. Sehr gut Frauchen, sehr gut, warte ich werde das Ding gleich einmal testen. ---

Der Anfang ist mal nicht schlecht, nichts wackelt, die Neigung stimmt auch, die Zwischenräume sind nicht zu weit auseinander - aber hier Frauchen, hier unten, am Ende, ist er da nicht zu kurz? Wie, zweimal abgesägt und immer noch zu kurz? Ähm, da blick ich jetzt nicht ganz durch --- aber du siehst, was ich meine Frauchen, oder? Ah, das kommt davon, wenn man aus Alt Neu macht!? Na ja von mir aus Frauchen, du musst es ja wissen... - Aber, so von unten her geschaut, sieht`s schon nicht fertig aus, das musst du doch zugeben. 

 

 

 

Ajak
Ajak

 

Hihihihi, ich lach mich kringelig, hihi, ich wußte es doch, gell Nele, wir haben keine neuen Notfelle bekommen, sondern Notfedern🐔🐔🐔🐔

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Na wenn du meinst mein liebes Nelchen, ich hatte

allerdings was ganz anderes im Sinn mit dem Federvieh. Mein Magen knurrt schon den ganzen Tag. 

 

22.4.2021

 

 

 

Nele
Nele

Darf ich vorstellen Amanda, Agathe, Astrid und Anette.

 

Jedes Huhn ist anders, eine ganz neugierige, eine verfressene, eine die sich nur ins Nest kuschelt, und eine ganz vorsichtige. Soooo witzig zum zuschauen.

 

Siehst du Ajak wie ich das mache, genau so picken die Hühner den ganzen Tag. Ich habe sie genau beobachtet, sie fühlen sich soooo wohl bei uns im Rudel, sie baden im Sand, chillen im Gras, machen keinen Lärm, also ich wäre dafür, daß sie bei uns im Rudel aufgenommen werden. 

 

Nein, nein mein lieber Bub, du verhungerst nicht, dafür sorgt Frauchen schon. Mein Entschluß steht fest, die Hühner dürfen ganz in Ruhe bei uns leben, basta! Ich als Rudel- chefin habe gesprochen.

 


Das ist die Geschichte des A-Wurfes vom Notfedern-Rudel Böhringen.

Mit freundlicher Genehmigung Nele und Ajak Hoechster.

  

 

 

Rudel
Rudel

23.4.2021

Wir gedenken unserem Kumpel, Freund und Gespann-gefährten Highlander. Im Alter von 12 Jahren durften wir ihn kennenlernen, als er mit seinem damaligen Rudel zu uns Huskypöstlern stiess. Im Alter von 15 Jahren haben wir ihn am 23. April 2016 zur Regenbogenbrücke begleitet.

Ein herrlicher Rüde, mit einem ganz eigenen Köpfchen... Wieder müssen wir auf den Reisszähnen schmunzeln, wenn wir daran denken, wie er jeweils der jungen Arizona die Zähne zeigte, wenn sie ihm in ihrer Ungestühmtheit im Gehege um die Ohren flog, wenn er unbedingt im Weiher trinken wollte, und dabei fast kopfüber reinfiel, dabei hatte Frauchen extra für ihn alten Herrn einen Kessel Wasser hingestellt, wenn er im Verband mit den andern drei Oldies (Snow, Skeena und Chenook) in der Sonne liegend um die Wette schnarchte. Unser Highlander...

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Blizzard
Blizzard

23.4.2021

Das erste Mal in diesem Jahr im grossen Gehege grilliert, das ist immer ein Fest, wenn Herrchen kommt. Haa und für mich natürlich das tollste, als ich mit ihm alleine Spazi gehen konnte. 

Ich führte ihn natürlich in meinen geliebten Bergwald hinauf, zeigte ihm all die schönen Winkel die ich kenne, machte einen Schlenker nach rechts, eine Schlaufe nach links, und das Herrchen machte alles mit, na sowas. Überall hin kam er mit, sagte kein einziges Mal, es sei ihm zu lang oder zu steil. 

Im Gegenteil, einmal war er von einem Ort, wo es ein herrliches Farbspiel  mit sonnigen und schattigen Flecken auf dem Waldboden hatte, so begeistert, dass er rief, ich solle anhalten, da müsse er von mir ein Foto machen. Machte ich natürlich gerne für ihn, das kenne ich ja schliesslich zur Genüge von meinem Frauchen.

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Abends haben die Beiden dann noch einen Oldi-Spazi dem Bächlein entlang gemacht, mit Merkur, Zwerg und Yukon. Nur muss man leider sagen, dass der älteste der Oldis noch der rüstigste war, unser Kumpel Merkur. Der zog seinen Weg wieder im Stechschritt voraus, als wäre er auf einem Trail.

Zuletzt dann die Grillatur im Garten, wir alle beisammen, am geniessen, Musherlatein spinnen und - all unseren Regenbogenfreunde gedenkend, allen voran den Amarok, den wir noch oft mitten unter uns fühlen, sehen spüren...

 

 

 

Rainey
Rainey

25.4.2021

Trotzdem wir eine so alte, lahme, schwer atmende, halbblinde Truppe sind, wollen wir etwas unternehmen. Klar, wir haben ein herrliches Gehege, aber das bevölkern wir ja wenn Frauchen am arbeiten, oder schlafen ist. Und über den Berg rennt sie ja sowieso nur noch mit "Blizzi-Jüngelchen." Für uns andern kommt das ja nicht mehr in Frage.

Aber Frauchen wäre nicht unser Frauchen, wenn sie sich nicht immer mal wieder was ausdenken würde, damit es uns nicht an Unternehmungen und Erlebnissen fehlt.

Also packte sie uns heute alle ins Auto, (wie zu den guten alten Zeiten, als wir noch alle zusammen zum Wagentraining fuhren), und den wichtigsten Kleinkram dazu: Wasserbidon, unsere Näpfe, Knochen, (jetzt wird`s interessant), Steak-outkette und -stangen, (wird`s jetzt gefährlich?), die Geschirre hingen sowieso noch im Auto, (um an frühere Zeiten zu erinnern?) - fehlte jetzt also nur noch der Wagen, aber da der ja verkauft ist, würden wir also definitiv nicht zum Wagentraining fahren.

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In den Bergwald hinauf fuhren wir, stellten den Steak-Out auf und uns an unsere Plätze, wie anno Domini im Jahre des Husky`s.

Sogleich packte Frauchen einen Sack voller frischer Knochen aus, und das Schlecken und Schreddern konnte losgehen. Herrlich, in dem kühlen, stillen Wald zu liegen, wo man nur die Vöglein zwitschern hörte, ab und zu ein Bienchen vorbeisummte, und sich an einem saftigen Knochen gütlich zu tun - selbst Frauchen mampfte am Tisch still vor sich hin, ein glückliches Lächeln auf dem Gesicht.

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Keine Anstrengung, nur geniessen, in den langsam grün werdenden Wald hineinspähen, sich auf einem warmen Fleck, den die Sonne auf den Waldboden warf, träumend räkeln, - ein herrliches Frühlings"training" für unser in die Jahre gekommenes Rudel.

Und natürlich schnüffeln was das Zeug hält, jeder einzeln mit Frauchen zusammen; besonders spannend, weil es auf der andern Wegseite enorm nach Kumpel roch. Was wir daraus lesen konnten? Dass da eine Bande gleichgesinnter vor Ort gewesen war, aber viel jünger als wir, noch voll im Saft und demzufolge auch noch mit Zugsport beschäftigt gewesen waren. Ob sich da nun doch bei uns etwas Wehmut eigeschlichen habe, fragt ihr euch, liebe Leser. Nein, echt nicht, wir wissen ja, dass wir das alles einmal hatten, es damals gerne taten und genossen, diese Zeit jetzt aber für uns vorbei ist und wir uns auf anderes besinnen. Wir können gut damit umgehen, trauern nicht vorbeigegangenem nach, nehmen das Leben an, so wie es uns heute und hier geschenkt ist.


Und wenn bei alledem unser heissgeliebtes Frauchen dabei ist, ist das Mass an Freude und Zufriedensein sowieso voll. -

Und mehrmals heute, als wir so dalagen und vor uns hindösten, trafen wir uns alle zusammen in Gedanken an unseren, vor kurzem über die Regenbogenbrücke gegangenen Kumpel, Amarok. Wir freuten uns sehr darüber, als wir sahen, wie gut es ihm jetzt geht, wie fröhlich, ohne irgend ein Handicap er mit den andern zusammen durch Wald und Wiesen streift. ---

So ging ein wunderschöner Oldie-Tag langsam in den kühlen Abend über und wir zogen nach Hause zu Fleisch und Trank...

 

 

 

Nele
Nele

30.4.2021

Da habe ich doch meinem Frauchen über die Schulter geschaut, als sie am PC sass und sagte, sie werde jetzt ihrer Freundin eine Mail schreiben über uns und unser Federvieh. - Aha, da gehen also auch Geschichten hin und her, nicht nur bei uns. Da war ich nun doch ganz neugierig, wie wir dabei wegkommen würden. Sowieso, wenn es um unsere Neuzugänge geht.

"Experiment geglückt, bei Ajak einmal nein und war gut. Nele schlich sich so langsam am Zaun entlang, um sich die Sache genauer anzusehen, auch da einmal nein, und sie ist beleidigt nach vorne in die Sonne gelegen. Etwas Vorsicht ist aber sicherlich in nächster Zukunft noch geboten." -

Na Frauchen, also das "beleidigt" habe ich ja aus Liebe zu dir geflissentlich überlesen, gell. Vorsicht geboten? wegen uns??? Aber doch, ansonsten ist es wirklich so. Wir benehmen uns absolut anständig zu unseren Hühnern. Schliesslich müssen wir Notfederfelle doch zusammenhalten!

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Eine Weile blieben wir noch in der Nähe unserer neuen Freunde, beinahe wollte ich sagen "Fellnasen", aber das wäre nun wirklich ganz daneben. Aber ja, wie müsste das nun bei denen heissen? Federnasen? - Ach herrjeh nein, Federschnäbel natürlich! -

Eine Weile blieben wir also noch bei ihnen, aber dann wurde es uns langweilig, es passierte ja weiter nichts. Darum legten wir uns auf der anderen Hausseite in die herrliche Frühlingswiese zusammen, mein Buele Ajak und ich, um rein zwischenhundliche Beziehungen zu pflegen. Wollen wir ja schliesslich trotz allem lieben Federvieh auch noch haben...

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Merkur
Merkur

2.5.2021

Heute werde ich 16,5 Jahre alt, auf den Tag genau, und Frauchen ist ganz aus dem Häuschen vor Freude, dass es mir immer noch so gut geht.

Ja, ich muss sagen, es geht mir wirklich noch prima: Dass ich nicht mehr gut höre, stört mich nicht, das Wichtigste bekomme ich mit, da hilft mir mein Zwerg schon, indem sie dann immer laut bellt, wenn was solches ansteht und sonst habe ich ganz einfach meine Ruhe.

Dass ich nicht mehr so gut sehe, daran habe ich mich gewöhnt, draussen habe ich meine Kumpels als Orientierungspunkte, im Haus lässt Frauchen alles in alter Gewohnheit so stehen wie es ist, so finde ich mich auch gut zurecht.

Und dass ich ein bisschen stabelig auf den Pfoten bin, kann ich meistens noch sehr gut ausgleichen. Weil, die Kraft die habe ich ja noch in meinem Körper, (und auch im Kopf, sagt mein Frauchen. Was sie damit wohl meint?) und diese Kraft die nutze ich, die trainiere ich, die setze ich immer noch ein. Und so bin ich Ober-Ur-Oldie also immer noch rüstig unterwegs.

So war ich auch heute mit meinem Freundinchen Ice dem Oeschenbach entlang auf Spazitour. Und das ist immer sehr speziell, weil wir auf dem Hinweg immer gemeinsam unterwegs sind, am Laufen, am Schnüffeln, hier hin, dort hin, zurück zu Frauchen - und von Neuem los. Auf dem Rückweg aber, sieht das dann ganz anders aus, nämlich so: 

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Ich habe euch noch ein paar Fotos hervorgekramt, eins für jedes Jahr, seit ich bei meinem Frauchen bin. Und sie meint, ich sähe immer noch soo gut aus. Wenn sie meint...

Blizzard
Blizzard

8.5.2021

Frauchen ist fiebrig, weiss zwar nicht was das ist, aber ich merke auf unserem Spazi sehr wohl, dass sie alle paar Minuten anhält. Sie tut so, als würde sie den Vögeln lauschen, die herrliche Natur betrachten. Aber sie kann mich nicht täuschen, ich seh`schon, dass sie mir kaum hinterher mag. Ausserdem zieht sie immer wieder einer dieser weissen Fetzen aus dem Hosensack (die ich so gerne klaue und fresse) und pustet rein.

Darum passe ich mich heute ganz ihrem Tempo an, laufe viel hin und her, aber immer so, dass kein Zug auf der Leine ist und schnüffle immer wieder intensiv, damit sie Pause machen kann.

Und dabei entdecke ich selber etwas Interessantes, das mir so noch gar nie aufgefallen ist, weil ich ja normalerweise in einem ganz anderen Tempo unterwegs bin. Aber schaut nur, was man alles entdeckt, wenn man es ein wenig gemächlicher nimmt: Diese Natur-Geschenke, die Menschen hier und da den Bäumen zurück gegeben haben, die sie umsägen mussten. Und darüber freue ich mich sehr, sieht man doch, dass es noch Menschen gibt, die die Natur ehren und schätzen. 

Und selber bleibe ich dann ganz ehrfürchtig stehen, als diese wunderbare Bergwelt in Sicht kommt - so herrlich, so erhaben. Frauchen klönt zwar zwischendurch etwas von "Pudding in den Beinen", das verstehe ich allerdings nicht ganz, Pudding ist doch was Feines.

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Aber ja, ich bin ja nicht so, ich lasse ihr mal etwas Zeit mit ihrem Pudding und widme mich unterdessen einem höchst verführerisch spannend riechenden Erdloch. Ich schlüpfe  und quetsche mich rein, so weit es nur geht, aber da ich halt nicht ganz die Figur eines Dackels habe, passe ich einfach nicht rein, ich kann machen was ich will. 

Aber trotz Frauchens Frust über ihre Puddingbeine, und meinen, über den zu dicken Bauch, ziehen wir dann fröhlich weiter.

 

 

 

Aktuelle Pflegedoku der einzelnen Huskypöstler, 10.5.2021

 

Merkur - Mir geht es unverändert gut, bin gut zu Pfot, fresse mit Appetit, die entzündungshemmenden Medi wirken gut und ich bin glücklich in meinem Rudel. Nur eines macht mir Kummer, und das ist mein dicker Pelz.  Frauchen will ihn mir auslichten, weil es bald Sommer wird und dann viel zu warm dafür und da hat sie natürlich recht. Aber dieses Bürsten mag ich eben absolut gar nicht mehr.

Ice - ich habe nun Phen-Pred bekommen vom Doc, Frauchen kann es selber dosieren, so wie es gut ist für mich. Das Problem kommt vom Nasenrachenraum, vermutlich wegen dem Lupus. Und so kann ich jetzt wieder besser atmen, kann auch wieder kurze Schnüffelspazi machen. Leider aber bekomme ich von dem Medi enorme Hungergefühle. Mal schauen, was wir da machen können.

Rainey - haach, mir ist es huskypudelwohl, seit ich dieses Carprox habe und weiss, dass ich nicht operiert werden muss. Zugegeben, dieses Knie macht manchmal nicht das was ich will, aber soll es doch. Ist mir egal, ich gehe einfach glücklich und fröhlich durch meine Tage, bin immer bei meinem Frauchen und geniesse das enorm. Fazit meines Berichtes: Es geht mir gut!

Eagle - Frauchen sagte kürzlich zu mir, dass ich ja eigentlich fast noch der Gesündeste von allen sei. Und damit hat sie gar nicht so unrecht, denn ausser der Arthrose an den Hüften habe ich eigentlich nichts Ungutes. Damit kann ich natürlich keine grossen Sprünge mehr machen, aber die Entzündungshemmer helfen sehr gut, und so gefällt mir das Leben immer noch.

Yukon - Vorne fix und hinten nix, könnte man meinen momentanen Zustand kurz umschreiben. War beim Doc deswegen, habe ja hinten so keine Kraft mehr und starke Schmerzen. Dagegen habe ich nun zusätzliche Medi`s erhalten, die mir die Schmerzen nehmen. Nun werde ich aber noch Physiotherapie bekommen um wieder kräftiger zu werden. Toll, dann kann ich sicher auch bald wieder am Fahrrad rennen, oder Frauchen???

Ach Yukon, so seid ihr Husky`s eben: Nie aufgeben  wollen, trotz allem!

Blizzard - Ich kann zu diesem Thema nicht viel sagen, zu meinem grossen Glück. Ich bin nach wie vor total gesund, sprühe vor Energie und Kraft, bin voller Tatendrang und gehe spritzig und glücklich durch mein Leben. Aber ich kann mich auch in allem sehr gut meinen alten und gebrechlichen Kumpels anpassen, wenn es die Situation erfordert.

 

 

 


14.5.2021

Wenn wir heute gehen über Stein und Stock -

Wir denken an dich, liebster Kumpel Amarok!

 

Schon ein Monat ist es her - 

wir vermissen dich so sehr.

 

Aber du bist jetzt fröhlich, jung und ohne  Schmerzen, 

                                                und dieses Wissen erfreuet unsere Herzen!

 

Obschon nicht mehr bei uns, lieber Freund,

In uns`ren Herzen sind wir stets vereint.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ice
Ice
Merkur
Merkur

14.5.2021

"Eigentlich jung kann man nur im Alter sein",


so der Spruch, den wir diesen Monat für unsere Titelseite ausgesucht haben, der aber auch so richtig für unser Rudel passt. 

Heute z.B. fühlten meine Freundin und ich uns so richtig jung, es war schön Wetter, die Temperatur angenehm kühl  - wir wollten mit Frauchen zusammen einen schönen Spazi machen, so einen, wie ihn halt die wirklich Alten nicht mehr machen können. Ein kurzes Stückchen fuhren wir mit dem Auto, der Anpfotweg wäre sonst doch zu lang geworden. 

Zügig liefen wir dann bei den Lama`s vorbei und kurz fragten wir uns noch, ob die wohl wirklich so lahm seien, wie ihr Name sagt. Wir bezweifelten dies allerdings doch sehr, den grimmigen Gesichtern nach zu urteilen, mit denen sie uns entgegenblickten. Denen sollten wir wohl besser nicht näher ins Gehege kommen, und so liessen wir sie rechts liegen, ähm stehen.

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Dann gings weiter durch Feld und Wald, über Stock und Stein und - dann standen wir am Berg; wie die Esel? Aber nein, gewisslich nicht. Zuerst ergötzten wir uns an der wunderbaren Aussicht und dann kletterten wir, Bergziegen gleich den Hang hinan. Langsam setzten wir Pfote vor Pfote, manchmal direkt bergan, manchmal Schlaufen ziehend hin und her...

Und wir schafften das wirklich gut, alle drei. Natürlich ging der Puls etwas schneller, die Atmung tiefer, aber in gekonnt bedächtigen Gleichschritt, als hätten wir Jahrelang nichts anders gemacht, zogen wir bergan.

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Und wir genossen es in vollen Zügen, Seite an Seite, meine Gefährtin und ich, mitten durch diese "Bergwiesen", die wohl  von Schafen schon zum ersten Mal abgegrast worden waren. Und weil wir so gemächlich unterwegs waren, hatten wir auch Zeit und Lust, all die schönen Dinge um uns herum wahr zunehmen.

Wir, die wir vor noch gar nicht langer Zeit meist durch unser Huskyleben gerannt sind, fanden es plötzlich absolut in Ordnung, langsam, in aller Ruhe, mit Blick für die kleinen Wunder durch unser Rentnerleben zu gehen. Hier stehen bleiben und schnüffeln, da stehen bleiben und Ausschau halten, hierhin zurückgehen um etwas aufzuspüren, dorthin zu gehen um etwas genauer unter die Lupe zu nehmen.

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Und obschon wir also richtig alt sind, meine Ice 14 und 2 Mt., ich 16 und 6 Mt., fühlten wir uns heute richtig jung und hatten grossen Spass an diesem herrlichen Ausflug. Und dass Frauchen auch mit von der Partie war, obschon sie ja auch nicht mehr zwanzig ist, machte uns vollends glücklich.

 

 

 

Eagle
Eagle
Yukon
Yukon

16.5.2021

"Eigentlich jung kann man nur im Alter sein",


dieser Spruch gilt auch für uns zwei. Beide sind wir im 2008 geboren, der eine im Sommer, der andere im Winter. Beide sind wir alt, sagt man, und das mag ja sein, rein körperlich sind wir das auch. Voller Arthrose und Altersschwäche in der Hinterhand sind wir, was das Laufen angeht sehr handicapiert.

Aber trotzdem sind wir jung, fühlen uns jung, wollen dabei sein, mitmachen, haben das Wort "Aufgeben" nicht in unserem Repertoire. 

Darum gingen auch wir wieder auf Achse, Frauchen im Schlepptau. Bergziegenmässig wie unser Urgestein Merkur und die Chefin waren wir allerdings nicht unterwegs, besagter Handicaps wegen. Aber ins Bärenland, und auf den Spuren des Bibers unterwegs, das schafften wir noch gut - und gerne, und mit höchster Schnüffel-Konzentration.

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Das war vielleicht ein spannendes Hin und Her, von einem Wegrand zum andern, in jedes Erdloch, hinter jeden Baum, in jedes Gestrüpp, ja sogar im Wasser versuchten wir es mehrmals. All diese Düfte, die uns in die Nasen kamen, sie in sich aufzusaugen, zu lesen, zu entziffern, - das verlangte von uns genauso Energie, als würden wir zehn Kilometer laufen. Unsere Köpfe rauchten, während wir unsere Gelenke schonen konnten. Herrlich, absolut der Wahn...

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Vor allem dieser Biberduft liess uns keine Ruhe, die ganze Umgebung war von ihm  durchzogen. Gras, Steine, die Uferböschung roch nach ihm, nur zu sehen bekamen wir den Kerle nicht.

Wo wir noch ziemlich Anfang Jahres an Baumstämmchen gepinkelt hatten, standen heute nur noch Stümpfe, mit den, für den Biber so charakteristischen, Raffelmerkmalen. Trotzdem wir ihn an allen Ecken und Enden suchten, fanden wir ihn nicht, der spielte mit uns ganz schön Verstecken. Und obschon uns dies anfangs ein wenig frustrierte, tippelten wir dann doch unbeirrt weiter, neuen Düften entgegen, neuen Entdeckungen...

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Rainey
Rainey

19.5.2021

Laut Plan ist es Mai, in der Realität April, jedenfalls was das Wetter betrifft.

Mal kalt und Regen, dann wieder Sonne und warm, heute sogar kurz Gewitter und etwas Hagel, etwas später wieder wunderbar blauer Himmel. Was will es eigentlich, das Wetter?

Nicht dass es uns was ausmachen würde, dieses Aprilwetter im Mai, wir nehmen es wie es kommt, darin sind wir gut. Wir nehmen jeden Tag wie er kommt, ja sogar jede Stunde, wir richten uns danach ein, nehmen immer das Beste davon und so sind wir immer zufrieden.

der rosarote - Zwerg
der rosarote - Zwerg

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Und so wechselhaft wie das Wetter sind denn auch unsere Beschäftigungen: Bewegungstraining im Gehege, Erholung in der Stube, Kneippen im Pool, Gärtnereien und anderes Gebastel, Rang-Gerangel mit der Chefin, Relaxen im Pflegebettchen, zum Fenster raus in den Regen schauen, durch den feuchten Regenwald streifen, Girsch und anderes Gelump ausjäten, dazwischen einen selbstgebackenen Rhabarberkuchen geniessen, und ab in den Garten bis zum nächsten Sprutz...

Genau so ist das also heute gelaufen; ihr seht, sich anpassen an die Gegebenheiten und das Beste für sich daraus machen, sind das F(leisch) und der K(nochen) des Lebens. In dem Sinne weiterhin schönen Mai, wünscht euch euer Zwerg von der Huskypost.

 

 

 

Ice
Ice

24.5.2021

Thema heute: Pfingstwanderungen, Pfingstneuerungen.

Aber nicht, weil Pfingsten ist, sondern weil es herrliches Wetter ist, weil wir gut drauf sind, weil wir vorher ein paar Tage geruht haben, weil Frauchen immer noch Urlaub hat, weil wir glücklich sind, weil, weil...

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Momentan sind wir drei wirklich gut passende Zweier-Teams, und dementsprechend sehen also auch unsere Wanderungen aus.

Team 1 (mein Freund Merkur und ich) fährt mit dem Auto an den Ausgangspunkt und wandert dann ebenwegs und talwärts.

 

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Team 2 (Noch-"Jungspund" Blizzi und sein Zwerg) nimmt alles unter die Pfoten wie es gerade anfällt, bergwärts, ebenwegs und talwärts.

 

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Team 3 schliesslich (Ewigbaby Yukon und gesetzter Kumpel Eagle) läuft vor allem ebenwegs und ist spezialisiert auf bachwärts.

Bei allen drei Teams ist natürlich Frauchen mit dabei, macht alles mit und ist jeweils am Ende des Tages dementsprechend auf dem Hund. Ja, ich weiss, - aber ich darf das schreiben, bin ja schliesslich die Rudelchefin, gell Frauchen.

 

Dann gibt es eine Überraschung, wauh: Frauchen hat extra für uns ein Gartenrestaurant eröffnet. Jeder hat seinen eigenen Platz, schön brav mit Abstand, wie es das Schutzkonzept verlangt, (so dass keiner dem andern was stibitzen kann).

Was wir bestellt haben? Eis natürlich bei diesem Wetter, Kalbsknocheneis, genaugenommen. Wauuuuuh, war das ein Fest!!!

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Und dann den langsam einsetzenden Abend geniessen, im Gehege herumflanieren, an lauschigen Plätzchen liegen, den Vöglein beim liedern und trällern zuhören... - froh, glücklich und dankbar für diesen herrlichen Tag, den wir alle zusammen erleben durften.

Blizzard
Blizzard

28.5.2021, Tag 1

Ausflugsziel heute: Basel. Dort spazierten wir dem Rhein entlang und machten den Vita-Parcour. Aber nicht dass wir wegen dem Parcour extra nach Basel gefahren wären, der Hauptgrund war ein ganz anderer: Unsere liebe Freundin Claudia. Denn sie  hat uns zu sich in den "Schlipf" eingeladen, was immer das auch sein mochte. 

Vorerst waren diese Spazi`s durch den schönen Wald das, was unsere ganze Aufmerksamkeit auf sich zog und Claudia und Frauchen begleiteten uns dabei. Hund oh Hund, das waren die reinsten Kumpelhighway`s, was wir da alles rochen und lesen konnten. Ihr macht euch kein Bild, wer da schon alles vorbeigekommen ist, ich hätte das nicht für möglich gehalten. Hatte dementsprechend dann natürlich auch ein wenig Mühe mich auf diese Parcour-Übungen zu konzentrieren, obschon ich das ja normalerweise nicht nur mit links, sondern auch mit rechts kann. -

Bilder-Galerie (Foto 2 und 3 C. Leuppi)

 

Und dann traten wir ein in Claudia`s Paradies, den "Schlipf". Und was soll ich sagen: Mir verschlug es das Heulen ob dieser Pracht! ---

Dass wir unser Steak-Out einmal an einem solch herrlichen Ort aufschlagen würden, habe ich mir nicht erträumen lassen! Genüsslichst liessen wir uns nieder und beäugten nicht nur gespannt die Umgebung, sondern auch unsere Frauchen, die geschäftig hin und her liefen. Hin und her dem Hang entlang, Treppauf treppab, die 40 Stufen, immer wieder und wieder, als hätten sie Physio, wie das Kumpel Yukon in letzter Zeit immer mal wieder machen muss.

Aber zu guter letzt brannte dann ein lustiges Feuerchen, und da wusste ich auch, was die Stunde geschlagen hatte: Es würde bald für alle was Feines vom Grill zu fressen geben. Und was sage ich; nicht lange ging`s und es hiess: "Es ist angerichtet".

Bilder-Galerie

 

Das war dann ein wirkliches Fest: In dieser grandiosen Umgebung, im Beisein unserer lieben Frauchens, sich mit all diesen Rippenknorpelstücken  den Bauch vollschlagen zu können...

Nach dem Fressen sollst du ruh`n, oder tausend Schritte tun, heisst es. Jeder von uns zog also für sich denjenigen Teil aus dem Spruch, auf den er gerade Lust hatte. Die einen blieben zum Verdauen gemütlich liegen, während die andern durch diesen verwunschenen, spannenden Garten strichen.

Bilder-Galerie, (Foto 1 und 2 C. Leuppi)

 

Langsam dunkelte es dann ein, wir sassen oder lagen in diesen paradiesischen Gefilden, lauschten dem Gezirpe der Grillen, den leisen Gesprächen unserer Frauchen und dösten vor uns hin... Es war magisch ---

Als der Mond schon hoch am Himmel stand, verzogen wir uns mit Frauchen in unser Auto zum Schlafen und Claudia in ihre eigene Schlafbox im Garten.

 

Tag 2

Die Nacht war eher unruhig, immer rumorte irgend einer mehr oder weniger in seiner Box herum, wenn nicht wir selber, dann unser Oberhund. Dieses Bett sei einfach zu kurz, unten und oben stehe sie ja an der Wand an, da könne man doch nicht erholsam schlafen, hörten wir sie brummeln. Ist ja gut Frauchen, aber wer hat denn das Bett so gemacht? - Dann machte der Oldie Furore, er müsse unbedingt pinkeln gehn, Frauchen nahm ihn an die Leine und ging mit ihm raus. Einer nach dem andern machte sich dann bemerkbar, dass er eigentlich auch gleich gehen könnte, wenn Frauchen schon dabei sei.

Als wir alle wieder in unseren Boxen waren hörten wir Frauchen noch herumknistern: "Muss jetzt ein Dafalgan nehmen, vielleicht lassen mich die Schmerzen dann schlafen", murmelte sie. Als draussen schon langsam der nächste Tag anbrach, schliefen wir dann doch noch einmal zu einer guten Runde ein.

Und von diesem neuen Tag wurden wir dann gegen 09`00 guten Morgen geheissen. 

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Claudia war schon seit sieben Uhr aus ihrem Körbchen raus, und hatte für die beiden unter dem Kirschbaum in der lichten Morgensonne den Frühstückstisch gedeckt. Frauchen machte wieder ihr Treppentraining und als alles nötige Material bei uns unten war, erhielten wir von ihr ein leichtes Frühstück.

Während die beiden dann gemächlich und plaudern ihr Frühstück einnahmen, lümmelten wir uns an den halbschattigen Plätzchen herum, dösten, lauschten, sinnierten...

Aber unser Urgestein Merkur hielt es auch diesmal nicht lange im Liegen, bald schon stand er auf und machte unmissverständlich klar, dass jetzt wieder Bewegung angesagt sei. Wer dazu keine Lust hatte blieb liegen, die andern zogen los, kreuz und quer durch all die verschlungenen Weglein vom abgemähten Gras. Es war so spannend, immer roch man wieder einen neuen Duft, fand ein neues Kraut, oder entdeckte sonst was interessantes.

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Leider kam dann allzu bald die Zeit wo wir dem herrlichen Fleckchen Erde den Rücken kehren mussten. Es war der perfekte Ausflug für unser ergrauendes Rudel: Ein bisschen Spazi, viele neue Gerüche, einige andere Kumpel, feines Essen und immer wieder Ruhepausen. Gemächlich durch dieses Paradies gehen, kein Stress, kein Ärger, pure Entschleunigung, Erholung, den eigenen Puls spüren, die Seele baumeln lassen...

Frauchen verlangte unser Aufbruch noch einmal alles ab, denn was sie gestern alles über diese 40 Treppenstufen runtergetragen hatte, musste heute logischerweise irgendwie  auch wieder hinauf. Wir halfen ihr natürlich mit Leibeskräften und zogen sie hoch, wo immer wir konnten. Befürchteten wir doch fast ein bisschen, dass sie da sonst nie mehr mit uns hinkommen würde.

Doch zu unserer grossen Freude hörten wir dann die beiden Frauchen sagen, dass man das doch gerne mal wiederholen sollte. Au ja, das wäre toll, da hülfen wir auf jeden Fall auch wieder mit, heulten wir unisono den beiden hinterher. Glücklich fuhren wir dann alle zusammen nach Hause - wir hatten einen Tag im Paradies verbringen dürfen, danke liebe Claudia, danke!

 

 

 

30.5.2021

Heute sind wir in Gedanken eng verbun-den mit unserem einstigen Rudelführer und Leithund Snow. Vor vier Jahren, an einem genau so herrlichen Frühlingstag, haben wir

 

ihn alle zusammen zu der Regenbogenbrücke begleitet. Snow, wir werden dich immer in unseren Herzen dabei haben, du einzigartiger Kumpel, Freund und Leader!


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Juli 2021

 

Die Geschichte

kennt mehr Vorbilder

von treuen Hunden

denn von

treuen Menschen.

 

                  Alexander Pope