Merkur
Merkur

Wir schreiben den 1.1.2020

So spannend wie das alte Jahr für uns zu Ende ging, so spannend fing das Neue an.

Wir bekamen hohen Besuch: Unsere Freundin Aurelia mit ihrem Herrchen und Frauchen. Wauhh, was wir Freude hatten, wir waren ganz aus dem Böxchen.

Die vier Zweibeiner hielten also in der Küche eine Lagebesprechung ab: Es sollte eine Wanderung geben, bei der drei meiner Kumpel Aurelia`s Fellnase kennenlernen sollten. Waas, da war ich ja auf`s Äusserste gespannt, ob ich da auch mit von der Partie sein würde. Es war mir aber leider nicht gegönnt - hinterher gesehen, war es auch besser so, wohl durchdacht von meinem Frauchen. Denn diese Fellnase war sooo klein, sorry, das wäre für mich (und manch andern auch aus meinem Rudel) eine Portion zum Frühstück gewesen. -

Also gingen Ice, Zwergli und Eagle mit. Und das hat scheins, nach anfänglichen Schwierigkeiten, wer mit wem und wo in der Gruppe laufen soll, recht gut geklappt. Auf jeden Fall kam die kleine Portion mit dem hübschen Namen "Ivi" ganz wieder zurück.

Zwergli mit der kleinen Portion Ivi
Zwergli mit der kleinen Portion Ivi
Hey Ice, was meinst du zu dieser süssen Maus dahinten? (Foto M. Habegger)
Hey Ice, was meinst du zu dieser süssen Maus dahinten? (Foto M. Habegger)
Eagle ist auch fasziniert von Ivi
Eagle ist auch fasziniert von Ivi
Die beiden Zwerge kommen sich näher
Die beiden Zwerge kommen sich näher

Nach einem kurzen Snack und wässern der Menschen zu Hause, kommt der zweite Programmpunkt, und jetzt komme ich ins Spiel. Dh. Aurelia will einmal mit uns am Fahrrad Training machen. Wauh, das Mädel hat Mumm. Ich soll eingespannt werden, da ich weiss wie es geht, keine Dummheiten veranstalte, aber auch nicht mehr so megaschnell bin, in meinem Alter.


Kurz gesagt: Eine Starbesetzung! Zur psychischen Sicherheit (weil ich nicht mehr so gut sehe und höre) stellt Frauchen mir aber Yukon zu Seite. Und so sollen wir also unsere Aurelia ca. einen Kilometer weit ziehen. Die hat aber in ihrem Leben noch nie so was gemacht. Aha, also Yukon, du weisst was das bedeutet, du machst genau das was ich dir sage, und nichts anderes, verstanden? Auch wenn ich alt bin, ich bin hier immer noch der Chef, klar!?

Bilder-Galerie

 

Nachdem die Rollen klar verteilt, die beiden Streckenposten (Frauchen Monika mit Amarok und Herrchen Ueli mit Blizzard) unterwegs zu ihren Plätzen waren, gab ich Aurelia noch kurz einen Crashkurs worauf sie unbedingt achten sollte. Mein Frauchen spannte uns an, machte noch das übliche Starter-Foto für die lokale Presse und gab das Startkommando - und ab ging die Huskypost.

Unterwegs stand Amarok als Streckenposten bereit, bei der einen Abzweigung und vor dem Waldeingang Blizzard als Endposten und zum Helfen beim umdrehen. Wir können das zwar schon, aber wir machen es nicht gerne, zumal noch, wenn wir mit einer so kostbaren Fracht so herrlich unterwegs sind. Aber alles ging glatt, schliesslich war ich ja dabei, das hat mein Frauchen schon richtig gemacht, mich alten, eingefleischten Renn-Schlittenhund als Leader einzuspannen.

Und es war eine sehr gelungene Fahrt, nicht zu weit, nicht zu schnell, so eben gerade richtig für uns alle. Und Aurelia hat das ganze sehr genossen, denke ich, sie hat uns jedenfalls am Schluss mächtig gelobt. Alles klar, junge Freundin, haben wir doch gerne für dich gemacht.

Etwas später stiessen dann die beiden Streckenposten auch wieder zu uns, entschieden dann aber auf Schusters Pfoten nach Hause zu gehen, da sie ja bis jetzt nur Posten gestanden hatten.

Streckenposten Blizzard mit Ueli. (Foto M. Habegger)
Streckenposten Blizzard mit Ueli. (Foto M. Habegger)
Auf Schusters Pfoten zurück zum Heimeli
Auf Schusters Pfoten zurück zum Heimeli

Getreu dem Motto: Zuerst die Arbeit, dann das Vergnügen, widmeten wir uns den Rest des Tages kulinarischen Genüssen. Wir hatten die Auswahl zwischen Brustrippenstücken, Fisch, Trockenfutter oder Fleischtopf, bei unseren Menschen kam noch der Käsetopf über dem Feuer dazu. Wir brauchten nicht lange um uns zu entscheiden, Fleischtopf für uns Vierbeiner, Käsetopf für die Zweibeiner.

Ueli übernahm den Part des Feuermeisters, die Frauchen rüsteten das Essen. Und bald schon schlichen wir alle mehr oder weniger um das Feuer herum, unsere Menschen um aus dem grossen Napf gemeinsam zu fressen, (was mich immer auf`s Neue wieder wundert, dass das so gänzlich ohne Futterneid abläuft), wir Fellnasen, um hier und dort von dem heruntertropfenden Käse etwas zu ergattern. - Eine innige, verschworene Gemeinschaft, voller Romantik und Harmonie.

Bilder-Galerie

 

Welch ein Tag haben wir erleben dürfen: Das neue Jahr angefangen, neue Freunde gewonnen, neue Dinge erlebt und ewig Altes genossen! Wunderschön!

(Noch ahnten wir nicht, dass wir 3 Monate später von diesen "Freunden" auf`s schmählichste verraten und verlassen werden sollten.)

 

 

Rainey
Rainey

6.1.2020

Wauhh, ein alter Kumpel hat uns besucht, Jeday! Ihr wisst noch wen ich meine?, der Jungspund der aus Litauen in die Schweiz kam - damals, mit Michi...

ja genau der!

Der lebte ja eine Weile viel bei uns, als wir noch im alten Revier wohnten. Auch er ist unterdessen älter geworden, aber gewisse Dinge sind und bleiben "Jeday". z.B. das Türen öffnen, oder dieser schräge Lausbuben

Blick von unten herauf, und die


schnellen Fellstubser, die er uns mit seiner Schnauze verteilt. Jaja, der Jeday, das "Hundebiest", wie ihn sein Herrchen liebevoll nennt.

Er hat es auch gut, kann viel unternehmen, sieht viel, kann viel laufen und bekommt ev. sogar bald eine Kumpelin an seine Seite, erzählt er uns. Oh Jeday, da freuen wir uns natürlich ganz besonders für dich. Sein Herrchen möchte dann mit ihm, oder später dann mit beiden auch Wagentraining machen. Aha, da stelle ich mein einziges Öhrchen noch etwas mehr in die Höhe: Wir haben doch einen Wagen, erst grad aus dem Schopf ausgebuddelt, aber nur mit drei Rädern. Das müsse zwar so sein, hat mir Yukon gesagt, das sei schon rechtens.  Aha - Nun bin ich es, die einen Fellstubser abgibt, und zwar an Frauchen. Hey Frauchen, den könnten wir doch...

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Nur mal langsam mit den jungen Hunden, gibt mir da meine Chefin Bescheid. Zwerg, du weisst ja nicht, was Frauchen da im Sinn hat, also...

Auf jeden Fall sind wir dann mit unserem Kumpel im Gehege rumgeflitzt, haben uns gegenseitig erzählt, was wir so erlebt haben und schon einen neuen Erlebnistag-Termin abgemacht. Unsere Menschen fragen? Das können wir dann immer noch. Die erfüllen uns ja sowieso alle Wünsche, also.

Wauh Jeday, dann komm bald wieder, wir freuen uns. Und weisst, wegen dem Trainingswagen, da werde ich bei Frauchen dann schon ein schlechtes Wort einlegen, ähm, dass es eben schlecht ist, wenn wir den behalten. Dann bis bald, alter Kumpel und schau gut zu deinem Herrchen. Man sieht sich...

 

 

 

Blizzard
Blizzard

11.1.2020

Es gibt Menschen, die sich am Anfang eines neuen Jahres immer einen Haufen gute Vorsätze fassen. Unser Frauchen hat sich für uns ein anderes Spiel ausgedacht; aber eigentlich ist es gar kein Spiel, sondern pure, ernste Realität.

Wir haben also eine grosse Sitz gemacht zusammen, Frauchen hat ganz viele Bilder in die Mitte unseres Kreises gelegt. Dann musste jeder von uns diejenigen Bilder aussuchen, die ihn ansprechen, die ihm gefallen, die zu ihm passen.

Ich war sehr skeptisch, hatte das Gefühl, dass es sogleich einen riesen Salat geben würde - aber schau, schau: alles lief in geordneten Trails ab und bald einmal lag vor jedem Teilnehmer ein Häufchen Bilder.

Frauchen werde nun die Bilder auswerten, sagte sie. Und zwar der Reihe nach, jeder Tag ein anderer, angefangen beim Jüngsten des Rudels. Wauhh, das bin ja ich. ---

Und des Pudels Kern - Pudel? P u d e l ??? Na also bitte Frauchen, nicht mit mir!!! - Der Kern der Sache (na geht doch) war also, dass sich Frauchen von jedem von uns eben ein Bild machen konnte, was er noch kann und will.

Heute hat sie sich nun also von mir so ein Bild gemacht und das sieht so aus:

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Und jetzt kommt Frauchens Auswertung:

Blizzi ist mit seinen gut 9 Jahren physisch und mental noch voll im Saft, er will noch laufen und  er will noch ziehen, vor allem wenn es gerade aus geht, hihi. Bergauf kommt ihm zwar dann meistens viel anderes in den Sinn, das ihn ablenkt.

Hee Frauchen, nun lass man...

Ja Blizzi, grad weil du so ein Wirbelwind bist, zu allem bereit und mir voll vertraust, werde ich mit dir im kommenden Jahr noch alles Mögliche und Unmögliche machen können. Ich freue mich schon sehr darauf, mein toller Freund!

Teil 2 Yukon

Er hat sich folgende Bilder ausgesucht:

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Frauchens Auswertung:

Yukon, der erst vor einem Monat 11 Jahre alt geworden ist und der absolut typische Husky ist, Yukon musste diese gemeine nasale Aspergillose bekommen.

Das hindert ihn nun, seine Leidenschaft, das Ziehen bis zuletzt voll auskosten zu können. Er will noch, er kann noch, er würde durchdrehen, wenn ich ihn nicht mehr einspannen würde - aber es geht halt viel langsamer als vorher, und vor allem viel kürzer in der Distanz.

Ach Yukon, mein allerliebstes Kerlchen, natürlich werde ich dich einspannen und du kannst nach deinem Vermögen ziehen. Aber aufgepasst, wir dürfen es nicht übertreiben, gell mein Schatz. Ich habe schon bemerkt, dass du dir nur Bilder ausgesucht hast, auf denen es sehr kalt ist, oder Schnee hat. Ich weiss, dass dir die warmen Temperaturen zu schaffen machen. Wir werden entsprechend handeln mein Lieber, versprochen!

Teil 3 Eagle

Mal schauen was er sich für Bilder ausgesucht hat.

Bilder-Galerie

 

Frauchens Auswertung:

Oh ich habe gehofft, dass mein 11.5 jähriger Eagle keine Bilder zieht vom Zugsport. Er hat also seine physische Situation richtig erkannt und kann sich damit abfinden. Welch ein Glück, das macht ihm sein Husky-Leben um so vieles leichter. Schade ist es allemal, da er immer vorzüglich gezogen hat.

Mehrere kurze Spazi-Touren ohne Belastung, das ist es, was noch gut ist für ihn. Und sonst bei allem mit dabei sein, was läuft in der Huskypost, damit es nicht langweilig wird, gell Eagle. So werden wir es machen!

Teil 4 Rainey

Und Rainey, wie sieht es bei dir aus?

Bilder-Galerie

 

Frauchens Auswertung:

Ich weiss mein lieber Zwerg, du machst nichts ohne mich! Und dass du nicht mal mehr ein Bild vom Zugsport ausgesucht hast, ist mir auch klar. Den mochtest du ja eigentlich noch nie so recht, allerhöchstens am Fahrrad, einmal, am Anfang der Saison und das war`s dann.

Dein grösster Sport ist es, bei mir zu sein, und wenn du das nicht kannst, dann schreist du, ich weiss. Das hat sich auch mit deinen 11.5 Jahren nicht verändert. Und so werden wir auch dieses Jahr zusammen weiter machen; mir soll`s recht sein, denn du bist ja mein Seelenhündchen.

Teil 5 Amarok

Was Amarok für Bilder gezogen hat weiss Frauchen ganz genau.

Bilder-Galerie

 

Frauchens Auswertung:

Ach mein Amarok, ich verstehe so gut, wie deine Bilderauswahl zustande gekommen ist. Wie kannst du auch anders, es war nicht genug mit der Autoimmunerkrankung, jetzt kam auch noch eine Herzklappeninsuffizienz dazu. Du bist jetzt 12 Jahre alt und erträgst keinerlei körperliche Anstrengung mehr.

Am liebsten sitzt oder liegst du in meiner Nähe und schaust mir zu; der Spazi muss kurz sein und wenn möglich ohne grossen Anstieg, aber genau das ist bei uns nicht möglich, ausser dem Oeschenbach entlang und das wird wohl in Zukunft unser gemeinsamer Weg sein, gell mein Grosser.

Teil 6 Ice

Und wie sieht Ice ihre Situation?

Bilder-Galerie

 

Frauchens Auswertung:

Ich habe es fast geahnt, meine liebe Ice, dass du kein Bild vom irgendwelchem Zugsport nimmst. Als du kürzlich mit Merkur zusammen am Fahrrad warst, habe ich sehr wohl gemerkt, dass mit deiner Hinterhand etwas nicht mehr stimmt. Du kannst keine langen Schritte mehr machen, kaum noch rennen, auch ist mir aufgefallen, dass du auf nichts mehr raufspringst.

Ice, meine liebe kleine Rudelchefin, du wirst ja im März 13 Jahre alt, da ist es doch nicht zu verwundern. So gar nichts habe ich dir bis jetzt angemerkt, du warst immer voll auf Posten. Oh, aber ich bin sehr froh, wie du dich entschieden hast. Das Rudel noch souverän weiter zu führen, ist dein aller wichtigster Job, (neben dem Fressen, klaro!).

Kannst sicher sein, dass ich dich zu 100% unterstütze, damit keiner der Bengels auf die Idee kommt, du wärest nicht mehr auf der Höhe, du könnest nicht mehr als Führerin amtieren.

Teil 7 Merkur

Was sich Old-Merkur wohl noch zutraut?

Bilder-Galerie

 

Frauchens Auswertung:

Merkur, mein Schlittenhund! Das Ziehen-Wollen angeboren und nie verloren! Es ist dir im Blut, im Kopf und auch in den Knochen. Du willst es noch, du kannst es noch, das zeigt die Auswahl deiner Bilder - und du sollst es auch noch machen dürfen! In deinem Tempo, die Länge auch auf dich abgestimmt, durch Feld und Wald, wenn`s denn hat, auch durch den Schnee.

Das mit dem 3-Rad-Wagen, du hast es erkannt, das Problem mit Blizzi. Und deshalb müssen wir diese Idee känzeln, gell mein Lieber. So stark wie du auch noch bist, müsste ich doch immer wieder durch Kicken mithelfen, (denn es geht nun einfach mal in unserem Revier immer wieder bergauf), und Kicken verträgt nun mein Rücken einfach gar nicht mehr. Am Fahrrad ist das ganz was anderes, da kann ich mit dir auch alleine unterwegs sein, und da kann ich dich problemlos unterstützen wenn es nötig würde. Abgemacht, mein echter, starker, megatoller Schlittenhund!! So soll es sein. -

Selbstverständlich darfst du all das andere, das du liebst, nach Herzenslust tun, ja ich hoffe, ich bitte, dass du es, trotz deiner mehr als 15 Jahren, noch lange tun darfst. 

Frauchen, mit Amarok
Frauchen, mit Amarok
Yukon
Yukon
Blizzard
Blizzard
Merkur
Merkur
Eagle
Eagle

Wir erinnern uns

in grosser

Liebe

16.1.2018

 

Ice
Ice
Rainey
Rainey

Borea
Borea
Skeena
Skeena

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Ice
Ice

20.1.2020

Vor  ein paar Tagen hat Frauchen mit uns diese Standortbestimmung gemacht und dabei sind wichtige Dinge zu Tage gekommen. Seither spann ich diese Gedanken noch öfters für mich weiter und kam zu dem Schluss, mit Frauchen noch einmal eine Sitz abhalten zu müssen, um dabei in Erfahrung zu bringen, wie es denn mit ihr selber weitergehe. Denn das ist doch immerhin auch noch ein wichtiger Aspekt in unserer Zukunftsplanung, finde ich.

Gesagt getan, gestern sassen wir also in trauter Zweisamkeit bei einem Feierabendknochen auf dem Sofa zusammen und erörterten diesen wichtigen Punkt.

Was Frauchen mir da unter anderem anvertraut hat, ist aber nicht gerade dazu angetan mein Herz höher schlagen zu lassen.

Ich hatte bis jetzt immer das Gefühl, dass unser Frauchen sehr gut sieht, eigentlich alles sieht, vor allem  auch, wenn wir was machten, was sie eigentlich nicht sehen sollte.

Und jetzt musste ich hören, dass dem gar nicht mehr so ist: Frauchen sieht ganz schlecht, hat ihr Doc ihr gesagt und nun muss sie ihre Augen operieren lassen. - Ähm, und nachher siehst du tatsächlich noch besser,


Frauchen? Au weia, dann kann ich also erst recht nichts mehr klauen, Fressbares meine ich --- Sorry Frauchen, war natürlich ein Scherz! Aber Scherz nun beiseite.

Zum Ersten nun das mit dem Trainingswagen - das können wir nun endgültig vergessen, auch wenn der nur noch drei Räder hat. Mit nur noch Merkur vorne dran und Blizzi, der nur zieht  wenn es gerade aus geht, läuft da einfach buchstäblich nichts mehr, zumal eben Frauchen mit ihrem kaputten Rücken nicht mehr durch Kicken mithelfen kann. Am Fahrrad hingegen ist das ganz was anderes, da kann Frauchen mithelfen, wo nötig. - Schitt, unser Frauchen wird leider also doch auch nicht jünger...

Zum Zweiten das mit dem Schlittenfahren in dieser Saison - ich weiss nicht was das noch wird mit dem Schnee, der geht wohl heuer eher den Bach runter, auch auf dem Urnerboden. Die können einfach keinen Trail machen.

Und eben unser Frauchen, die nächsten fünf Wochen läuft da in dieser Hinsicht sowieso auch nichts, wegen ihren Augen-OP. Sie hat zwar schon Freunde bestellt, die einspringen würden, wenn nun der grosse Schnee doch noch kommen sollte. Ich persönlich würde ja beim Schlittenfahren nicht mehr mithalten, aber es gibt halt da schon noch ein paar Kumpel im Rudel, die doch sehnlichst darauf warten.

Tja, heisst es nun also abwarten und Fleischsuppe trinken...

 

 

 

Yukon
Yukon

27.1.2020

Die Freunde, die ich rief...

Ja die wurden wir lange nicht mehr los, und das geschah mit Absicht, wir hätten sie auch gar nicht eher gehen lassen. Da Frauchen ja etwas inaktiv sein muss, kamen Claudia, Lina und Natalie zu uns. Und da gabs dann Furore, schon bei der Begrüssung in der Küche. Wauuuuh unsere Lieben, so lange nicht gesehen! Aber nun los...

Nach der Begrüssung starteten wir die Planungs-Sitz und legten unseren Freunden die Vorschläge unseres Rudels vor, hofften natürlich, dass sie allesamt genehmigt würden. - Und sie wurden, mit Begeisterung!

Dann also nichts wie ab ins Auto - ähm, Frauchen sind wir da richtig, in dem Auto mit Baslernummer? Ach so, Claudia`s Auto, ein echter Vier x Vier, genau wie wir. alles klar...

Jeder von uns kam dann, entsprechend seinem Können,  in den nächsten anderthalb Stunden an die Leine und/oder ans Fahrrad. Und alle hatten wir unseren Spass daran. Es gibt nichts Schöneres als mit den Freunden was zu unternehmen. Durch Feld und Wald zu rennen, oder gemütlich mit den Kumpels überall die Nase rein zu stecken und herum zu schnüffeln - das ist Leben, Freude, Genuss! - Ja ich weiss der Schnee fehlt, aber wie geht der Spruch?

 

Jage nicht ständig dem hinterher, das dir zu fehlen scheint,

sondern erfreue dich an dem, was du hast.

 

Und das haben wir dann auch getan.

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Wieder zu Hause, mussten wir unsere Mädels nicht lange dazu überreden uns mit Fell-Ness weiter zu verwöhnen. Mit Pfot und Seele waren sie dabei, uns zu striegeln, zu bürsten und zu massieren. Das wollte fast kein Ende nehmen und mit wohligen Schauern genossen wir es.

Doch plötzlich setzte ich mich auf und spannte mit meinen Ohren und scharfen Augen in die Weite - dort, schaut doch, dort sind Eagle und Claudia zusammen unterwegs. Natie-Frauchen begann mit den Pfoten in der Luft herum zu rühren um auf uns aufmerksam zu machen. Eagle erzählte mir später, er hätte uns schon gesehen, aber sein Spazi mit Claudia sei so voller interessanter Düfte gewesen, dass er keine Zeit gefunden habe, die Pfote zu heben, jedenfalls nicht zum Winken.


Unterdessen wurde bei uns gestreichelt und gestriegelt was das Fell hielt. Kumpel Blizzi wurde so wunderbar weiss, dass ich mir vorgenommen habe, das nächste mal auch mit dieser Babyhaarbürste gepflegt werden zu wollen. Und obschon ich manchmal tat als würde ich schlafen, habe ich durch meine knapp geschlossenen Augenlieder bemerkt, dass nicht nur meine Rudelkumpane diese Fell-Ness nach Strich und Leine genossen, sondern genauso unsere Menschen.

Diese entspannten, glücklichen, friedvollen und lächelnden Gesichter sagten einfach alles...

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Ruhig warteten wir in der Reihe bis wir dran kamen, oder legten uns einfach in die Sonne, möglichst nahe bei unseren Freunden. Alle wollten wir  den Genuss dieser Harmonie, dieses Glücks, der puren Magie dieses friedvollen Nachmittags auskosten. ---


Und wir wurden durch nichts gestört, wir durften aus dem Vollen schöpfen, schenkten und empfingen Freude, Nähe, Geborgenheit und Liebe.

---

Leider aber hatte das Wunder dieses Tages dann halt doch ein Ende, aber wir wissen:

Wunder kommen nur zu denen, die darauf warten.

Und das tun wir jetzt.

 

 

 

 

Rainey
Rainey

31.1.2020

Zum Monatsende ein kleines Zwischenspiel mit Mia, der Mini-Tibet-Shitsu-Hündin von Frauchens Kollegin, die zu Besuch kam.

Zuerst mussten wir alle ins grosse Gehege. Ich habe natürlich lautstark gemotzt, kürzlich hat mir schliesslich Frauchen gesagt ich sei ein richtiger kleiner Mozarella -  ähm, hallo??

Na, aber ich weiss ja eigentlich schon warum. Wenn ich mir vorstelle Amarok mit Mia zusammen, oder so --- da hätten wir im Nu eine Portion Hackfleisch --- und das geht natürlich nicht.

Die Mini-Hündin Mia
Die Mini-Hündin Mia

Aber ich durfte dann zu Mia und sie kennenlernen, denn Frauchen vertraut mir. Uiiih, war das eine lustige kleine Bohne, wirklich, vier mal  weniger als ich. Aber hat alles genau verstanden, was ich gesendet habe und auch genau gewusst, wie sie sich zu verhalten hat. Klein - aber fein, würde ich sagen. Die darf auf jeden Fall wieder kommen


Dann muss da noch jemand in der Küche gewesen sein, vorher. Ich rieche die Person ja überall: Sie ist noch kleiner als Mia, sie hat ganz schwarze Kraushaare, auch vier Beine, war ganz aufgeregt, hat Pippi auf eine Decke gemacht, sie heisst Lussy, auch das konnte ich lesen. - Aber gesehen habe ich diese Handvoll nirgends, ihr etwa? Vielleicht besser so, sie wäre wohl doch zu klein gewesen und je kleiner, desto gefährlicher - für sie...

 

 

 

 

 

Lussy, das kleine Schwarze
Lussy, das kleine Schwarze

Blizzard
Blizzard

1.2.2020

Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne - heisst ein Spruch.

Und genau so war es auch bei uns. Der Anfang Februar brachte uns unsere lieben Freunde aus Deutschland, Nele, Ajak, Evelyn und Felix. Kein fauler Zauber wirklich, die kamen mit Knochen und Klamotten zu uns, obschon sie anderntags schon wieder nach Hause fahren mussten. Freunde eben! -

Hör zu, mein kleines, süsses Nelchen...
Hör zu, mein kleines, süsses Nelchen...
Hallo mein Schöner, lange nicht gesehen...
Hallo mein Schöner, lange nicht gesehen...
Hm, wie gut du wieder riechst, mein Grosser...
Hm, wie gut du wieder riechst, mein Grosser...
Ich mag dich so, hilfst du mir Spielen?
Ich mag dich so, hilfst du mir Spielen?

Stille, innige Wiedersehensfreude...
Stille, innige Wiedersehensfreude...
Das ganze Freundes-Rudel beisammen
Das ganze Freundes-Rudel beisammen
Eagle geniesst es ganz besonders...
Eagle geniesst es ganz besonders...

Team

Toll, einfach alle miteinander!

 

Ja, das sind wir, und erst noch ein Gutes. Klar, Frauchen fehlt auf dem Bild, einer musste es ja machen, aber anwesend war sie ja doch. Und so stromerten wir denn also alle zusammen durch unser Revier und schauten unter jeden Stein, in jede Höhle, auf jeden Baum, sahen und fanden alles Mögliche, auch Unmögliches - nur keinen Schnee. Wir wollten doch unseren Freunden soo gerne ein bisschen Schnee zeigen, aber niet, es sollte nicht sein.

 

Wir haben es trotzdem toll gehabt zusammen, die Huskypöstler und das Böhringer-Rudel.

 

 

 

Merkur
Merkur

8.2.2020

Für heute habe ich mal einen Ausflug organisiert, habe meinen Zwerg und Frauchen an die Leine genommen und bin mit ihnen losgewandert in Richtung Grenzland. Ich wollte schon immer wissen, was sich ausserhalb unserer Revier-Grenze noch so alles tut.

Los ging`s also, vom Heimeli aus auf Schuster`s Pfoten. Gepäck hatten wir kein`s dabei, aber eine Karte, im Kopf, mit den Landesgrenzen drauf.

Denn das sollte das Motto dieser Wanderung sein: Grenzen. - Und so tippelten wir drei Kilometer um Kilometer durch unser Land und entdeckten viel Interessantes und auch  Grenzwertiges.

 

Hoch hinauf gingen wir, weit schauten wir über das Land, unsere Heimat. Unsere Reviergrenze kennen wir, haben sie schon x mal abgelaufen und markiert; ob wir das einmal auch mit unserer Landesgrenze tun sollten? - Ja, diesen Faden werde ich mir merken um ihn später weiterspinnen zu können.

 

Nicht dass wir auf dieser Wanderung an unsere Grenzen gekommen wären, aber wir haben sie doch öfters überschritten um zu sehen was sich jenseits davon noch so tut.

Aber wir hatten uns für diesen Tag auch keine Grenzen gesetzt, wozu denn. Wir steckten uns Ziele, und die wollten wir erreichen.

 

Doch da erspähte ich plötzlich einen Grenzzaun - hätte ich gewollt, wäre mir auch der kein Hindernis gewesen.

Aber dahinter befanden sich andere Grenzgänger, und schon nur der Duft, der mir  aus ihrer Richtung entgegenwehte, löste in mir eine Grenzerfahrung aus: Mit denen war nicht gut Knochen essen, die liess ich lieber rechts stehen.

 

Lange waren wir schon unterwegs, als wir zu unserer grenzenlosen Freude in ein kleines, wunderschönes Fleckchen Erde kamen; über uns stahlblauer Himmel, unter den Pfoten pulvriger, kalter Schnee. Und wir fanden Spuren, viele interessante Spuren, auch grenzüberschreitende Spuren aus fernen Revieren. Was wir da alles an Reiseberichten mit nach Hause nehmen konnten...

 

Trotz allem Bemühen konnte ich nicht über meinen Schatten springen und musste da und dort neue Mark- und Grenzsteine setzen um  unser Revier zu vergrössern. Frauchen sieht das zwar nicht immer gerne, aber heute hatte ich das Sagen und was sein muss, muss sein. Es ist ja schliesslich auch meine Aufgabe, für den Erhalt meines Rudels Grenzschutz zu betreiben.


Alles in allem war es ein sehr erfolgreicher Tag, und wir brachten viele Grenz-Naherfahrungen mit nach Hause. Meine Ice wollte dann natürlich  alles fellgenau wissen und als ich ihr fertig erzählt hatte, lobte sie mich über alle Grenzen hinaus und schmuste mir die Ohren voll. Haach, wie bin ich doch glücklich...

 

 

 

 

Amarok
Amarok

13.2.2020

Unser Frauchen war also gestern noch mal bei ihrem Augen-Doc und kam wieder mit einer neuen Linse??? heim. Es muss was Wunderschönes sein, denn sie ist absolut glücklich und ihre Augen leuchten so richtig von innen heraus. Oh Amarok, hat sie gesagt, ich sehe jedes einzelne Haar an deinem Fell, das ist so schön!!!

Stimmt Frauchen, du hast auch dieses Gestell nicht mehr auf der Nase. Ach ich mag es dir von Herzen gönnen. -

A propos Herzen: Angenommen ich ginge zu diesem Doc, könnte der mir dann auch einfach  mein  Herz auswechseln und es würde wieder so richtig toll schlagen? Was meinst du?

Fragst du ihn, wenn du wieder zu ihm gehen musst? ---

 

Amarok mein lieber Freund, ich werde dir erklären, warum das so nicht geht. Und ich versichere dir, ich werde auch so alles tun, damit du glücklich bist und bleibst, mein Grosser!


Aber jetzt ist was anderes von essentieller Wichtigkeit, es ist Fressenszeit und wir haben alle einen Bären-, Bären-??? Egal, einen wahnsinnigen Hunger. Soeben hat uns Frauchen aus dem grossen Gehege geholt und jetzt wird hier jeder an seinen Platz am Steakout geklinkt. Und ab jetzt übernimmt Herrchen, das haben wir extra so organisiert, weil Frauchen sich nicht bücken darf.

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So Frauchen, nun hast du nichts gemacht als uns zu beäugen, nicht dass das dann Routine wird, gell.

Aber ich habe gehört, dass Frauchen zu Herrchen gesagt hat, ab heute dürfe sie ihren Vier-Rad-Schlitten wieder selber fahren, habe der Doc erlaubt. Ah cool, das klingt nach wieder etwas mehr Action in der Bude. - Schade nur, dass dann Herrchen auch wieder geht. Aber so ist das Hundeleben, man kann nicht alles haben, ist ja schein`s bei den Menschen nicht anders. -

In dem Sinne auf deine zwei neuen Augen liebes Frauchen und dass du nun wieder alles fellgenau siehst, was wir so anstellen.

 

 

 

Eagle
Eagle

14.2.2020

Also, dieser Valentin, der brachte uns keine Rosen und auch keine roten Herzen.  -  Aber der Tag brachte uns unsere liebe Freundin Claudia von Basel. dieses Geschenk übertrifft natürlich den Valentin längstens!

Sie kam, um mit uns Spazi zu gehen, Fahrradtraining zu machen, zu fellnessen und zu klönen. Wie toll, da kann uns der Valentin gestohlen bleiben. Sie haben dann also für uns, an Stelle des Valentin-Tages,  einen tollen "Bewegungs-Tag" organisiert, unsere Frauchen.

In den Bergwald hinauf sind wir alle; wer wollte und mochte ging ans Fahrrad, die andern zu Pfot. Manche auch beides, ich nur gaanz wenig, wegen meiner kranken Hüften.

Blizzi, Yukon und Claudia mit dem Fahrrad, für alle drei ein Megaspass.
Blizzi, Yukon und Claudia mit dem Fahrrad, für alle drei ein Megaspass.

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Das war für alle spannend, man wusste nie, wer konnte als nächstes was machen, wen traf man wieder und wo, wer ging mit Frauchen Spazi, wer mit Claudia ans Fahrrad.

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Als wir alle wieder zu Hause waren, glücklich und zufrieden über den gelungenen Tag, beschlossen wir einstimmig, diesen Val- ähm, Bewegungstag auf jeden Fall bald zu wiederholen. Alle nahmen wir viele schöne Eindrücke mit nach Hause: der herrliche Wald, die wunderbare Ruhe, die erfrischende Luft, die gesunde Bewegung, und vor allem die wohltuenden, tief verbindenden freundschaftlichen Bande.

Liebste Claudia, sicher wissen zu dürfen, dass du bald wiederkommen wirst, erfüllt uns mit grosser Freude!

 

 

 

Ice
Ice

18.2.2020

Mit Schrecken habe ich festgestellt, dass es wieder einmal an der Zeit ist, einen wichtigen Auftrag zu erfüllen: Ein Besuch bei Klein-Alina und ihrem grossen Bruder Tim. Muss doch wissen, ob die dort draussen auf dem Lande gut zurecht kommen.

Ich nahm also die Kleine an die Leine und mit Tim als Vorhut machten wir ihren kleinen Revierrundgang.

Foto V. Glauser
Foto V. Glauser
Foto V. Glauser
Foto V. Glauser

oder wenn ich einem Duft folgend nach rechts umbog, machte Alina dasselbe nach links, weil sie mir  dort wieder etwas Interessantes zeigen wollte.

Bei den Schweinchen kamen wir auch vorbei, nicht diese vom Meer, sondern die grossen, die Echten.

 

Unterwegs meldete ich bei den Beiden meinen Durst an, und sogleich wusste sich Tim zu helfen. "Dann komm Ice, komm, ich zeige dir das Bächlein", sagte er. Zielstrebig ging er uns voraus in den Wald hinein und führte mich zum kühlen Wasser. Woah, ist wirklich gross, der Tim, der kennt sein Revier, potz-blitz aber auch. Ein Weilchen tümpelten wir dort noch herum und fanden es lustig.

Foto V. Glauser
Foto V. Glauser

 

Als Alina und ich einmal auf Tim warteten, fragte ich sie gaanz schüchtern, ob sie mir, nur so per Zufall, ein klitzekleines Leckerli dabei hätte. - Und sie hatte! Oh wie schön, darin war also auf diese kleine Maus schon Verlass. Von da an legten wir beide ab und zu eine kleine Pause ein, ich setzte mich brav vor Alina hin, schaute sie aus meinen braunen Knopfaugen betörend an - und  sie wusste sogleich Bescheid. Die ist vielleicht schnell von Begriff, wauuuh!Wir hatten beide mega Spass an diesem Spielchen, (und ich muss mir das merken). --

 

 

Hund oh Hund, was die mir alles zu berichten hatten. Alina kam dabei ganz schön ins Schnaufen,  ihr Schnäuzchen ging pausenlos auf und zu, aber immer hielt sie sich schön an der Leine fest. Ich gab mir selbstverständlich die grösste Mühe sie nicht allzu fest in der Gegend herum zu ziehen, -

Foto V. Glauser
Foto V. Glauser

Dann spürte ich plötzlich, dass da hinten an der Leine gar nichts mehr ging, ich konnte ziehen wie ich wollte. Da waren wohl doch die kleinen Welpen-Beine zu langsam gewesen, Alina lag im Gras auf dem Bauch und hatte ein schiefes Grinsen im Gesicht. Ups, schnell ein Leckerli her, bevor sie zu weinen anfängt. Aber die Kleine hatte sich schon wieder aufgerappelt und weiter ging`s.

Foto V. Glauser
Foto V. Glauser

Aber bevor Klein-Alina nasse Pfoten bekam, zogen wir dann weiter, aufs Land hinaus. Unbeirrt hielt sich die Kleine bei mir an der Leine fest, während Tim allerlei schöne Dinge sammelte. Ein Tannzapfen hier, ein hübsches Gräslein dort und immer mal wieder kam er zu mir, und erklärte mir jedes Stück seines Sammelsuriums. "Ice warte, schau hier...".

Foto V. Glauser
Foto V. Glauser

Erst als die Sonne schon reichlich schräge Strahlen warf, kehrten wir drei von unserem Pirschgang zurück, Welpe Alina noch immer tapfer an meiner Leine. Das ist vielleicht ein taffes, kleines Ding, wauuuh, ich staune. Und ihr grosser Bruder Tim kennt und hegt sein Revier, ganz wie es sich gehört. Ich kann also beruhigt wieder zu meinem Rudel zurück, die beiden kommen klar!

 

 

 

 


Yukon
Yukon

22.2.2020

Laut Kalender sollte es ja noch Winter sein, aber ich traute der Sache nicht so ganz und fragte daher Frauchen nach einem Spazi. -

Alles klar, ich nahm Frauchen an die Leine und jaulte, kaum zur Tür raus, "alles mir nach"! Frauchen wollte zwar den gewohnten Weg nehmen, aber da machte ich nicht mit. "Etwas neues Frauchen, komm einfach mir nach", heulte ich auf und - hatte Erfolg!

Alles der Nase nach, vom Champignon (oder wie mein Pilz heisst) befallen hin oder her.
Alles der Nase nach, vom Champignon (oder wie mein Pilz heisst) befallen hin oder her.

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Aber unterwegs hielten uns viele neue, schöne Dinge auf, die wir bestaunen mussten. Doch eigentlich sollten wir ja vorwärts machen, wenn wir nicht doch plötzlich im Frühling landen wollten, denn was wir alles so antrafen, gehörte definitiv nicht mehr zum Winter. Weit und breit kein Schnee, Kalender hin oder her.

Ich spüre es ja auch an mir selber, die Unterwolle drückt mit Macht hervor, weiss der Kuckuck, (oh, der gehört ja auch schon zum Frühling), sie will nicht mehr unten bleiben, die Unterwolle. Schon jetzt spüre ich eine Hitze in mir - wie wird das erst im Sommer? Ob ich mich da einmal scheren lassen soll? Machen zwar eigentlich sonst nur die Schafe, aber was soll`s, wenn mir nachher wohler ist und ich besser atmen kann?! Muss mal so ein Schaf anfassen in der Nachbarschaft und fragen, wie das wirklich ist, nach dem Scheren. Und dann gibt's eine Sitz mit Frauchen, zum beraten...

Nun bin ich aber ziemlich abgedriftet mit meinen Gedanken, während ich da so im Gras sitze und meinen Turbo runterfahre.

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Und so habe ich am Horizont auch erst jetzt diese wunderschöne Bergkette entdeckt. Da vergesse ich doch gleich den Kummer um meine Schafs- äh Unterwolle. Und überhaupt: Frauchen wird`s schon richten, hat sie noch immer gemacht für uns.

Und obschon ich wegen dieses kurzen Stück`s steilen Weges ins Schnaufen kam wie ein alter Grizzly, machte mir diese wunderschöne Natur rings um mich herum gewaltig Freude. Siehst du Frauchen, hat sich gelohnt einen neuen Weg auszuprobieren, oder? 

 

Und noch grad was Nasentechnisches, wenn wir schon beim Thema sind: wieder zu Hause ging ich leinenstracks zum Pool und stellte mich hinein. Das ist vielleicht Therapie für meine Nase, sie immer wieder in kaltes Wasser tauchen, blasen, gurgeln, schnaufen und niessen, dann kommt wieder ein Teil von dem blöden Rotz runter und ich kann wieder durchatmen. Wauuuh, und ich fühle mich wieder jung...

Heute ist es besonders kalt, es hat noch Eisstückchen drinn. Ob Frauchen auch das für uns gemacht hat? So coooooooouuuhhl….

23.2.2020

In Erinnerung an Chenook, 16.6.2002 - 23.2.2017

Als ich ihn sah, zum ersten Mal, auf diesen Bildern, war es Liebe auf den ersten Blick. Sofort rief ich in der Nothilfe für Polarhunde an und sagte, dieser Sanchoz sei mir soeben ins Herz


gesprungen und nicht mehr daraus weg zu denken, man solle ihn bitte unbedingt für mich reservieren. Ein paar Tage später habe ich ihn geholt, und von diesem Moment an war es unser Chenook. Neun Jahre hat er, als einmaliger Freund und Kumpel, unser Leben bereichert. Heute vor drei Jahren mussten wir unserem heiss geliebten, 15 jährigen Old-Schnuk-Schnuk dann über die Regenbogenbrücke helfen. Wir alle erinnern uns in grosser Liebe...

Schlittentraining auf dem Urnerboden, 2014
Schlittentraining auf dem Urnerboden, 2014
Yukon
Yukon

28.2.2020

Sorry, ich bin`s noch mal. Mir kam in den Sinn, dass ich doch auf meinen Burzeltag im Dezember Schnee bestellt hatte und der anderntags prompt angeschneit kam. Und beim letzten Spazi mit Frauchen sind wir doch neue Wege gegangen und so weit gelaufen und trotzdem keinen Schnee gefunden.

Das alles ging mir heute Nacht durch den Kopf, als ich draussen auf dem Rentnersessel lag, zusammengerollt, die Schnauze unter der Rute.

Ich liege im Rentnersessel und wünsche mir gaaaanz feste Schneeeeeee.....
Ich liege im Rentnersessel und wünsche mir gaaaanz feste Schneeeeeee.....

Kurz nach Mitternacht, im Traum war ich wieder einmal am Yukon-Quest, (wo sonst), spürte ich plötzlich  etwas ganz federleichtes überall auf meinem Pelz. Ich drehte ganz langsam den Kopf, um den nächtlichen Besucher nicht zu erschrecken - und was leuchtete mir entgegen? Hunderte kleine, weisse Schneekristalle. Ich traute meinen Augen kaum, war ich am Ende immer noch am Yukon, war ich tatsächlich dort aufgewacht? Aber als ich dann in die Runde äugte, merkte ich dass ich zu Hause war, im Rentersessel lag, vor meinem Heimeli. Und  -  Yeeeehh wir hatten Schnee!!!

Ich mochte den Morgen kaum erwarten und trommelte sofort mein Frauchen aus dem Bett. Frauchen komm, komm, es hat Schnee gegeben, ich habe soo feste darum gehofft, gebetet - und schau, er ist gekommen.

Ihr erinnert euch ja, dass es meiner Nase soo viel besser geht, wenn es kalt ist und Schnee hat. Also Frauchen, spute dich und komm mit mir in den Bergwald hinauf, jaulte ich ihr zu. Und Frauchen tat was ich ihr sagte, wauhhh, was die für einen Gehorsam hat, Pelz ab! ---

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Wieder zurück bei den andern, zeigte mir dann mein Kumpel Amarok, was es über Nacht in unserem Gehege gegeben hatte; wieder eine dicke Eisschicht auf dem Pool. Ganz für seinen Geschmack, er hat sich ja als regelrechter Eisbrecher hervorgetan, diesen Winter, damit im Pool immer eine freie Rinne blieb wo wir trinken konnten.

Amarok, der Ice-Breaker
Amarok, der Ice-Breaker

So konnten wir also noch einmal Kälte und Schnee geniessen. Er bleibt hier hinterm Haus in unserem Gehege immer länger liegen als anderswo. Ob das wohl extra so gemacht ist, weil wir hier wohnen? Wäre schön, wenn mir dieser Wunsch auch erfüllt würde: Dass da, wo das Haus im Gehege Schatten wirft, durch`s ganze Jahr über Schnee liegen bliebe für mich, Schnee und Eis, für meine Nase. Nur diese kleine Ecke, für mich, nebenan könnte es schon Sommer sein. Bitte, wohin muss ich mich wohl mit diesem Wunsch wenden? Es wäre soo gut für mich...

Oktober 2020

 

Ein jedes Tierlein

lässt sich streicheln,

man muss nur wissen wo.

(und/oder wie).

 

    schwäbisches Sprichwort