Rudel
Rudel

1.6.2020

Vierzehn herrliche Tage hatten wir, voller Frieden, Freude, wunderschöne Spazi`s, gemütliches Herumliegen im Gehege und das alles mit unserem Frauchen zusammen, immer! Für uns wäre das das wahre Leben.

Aber wir wissen schon, dass Frauchen zwischendurch ja auch mal unsere Gudi`s verdienen gehen muss. Könnten wir es wünschen, würde das  Jahr bei uns in etwa so aussehen: 5-6 Wochen kann sie arbeiten gehen, den Rest wäre sie bei uns, zu Hause. - Oh Hund, träum weiter!

Ja, wir wissen dass es genau umgekehrt ist, sein muss, also schicken wir uns drein und erfreuen uns an dem Schönen, das wir bis jetzt hatten.

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Dem allem werden wir nachsinnieren, wenn wir im kommenden Monat eine Hungerstrecke (oder wie dem die Menschen sagen) hinter uns bringen müssen. Was auf Frauchen zukommt, das hat sie uns erzählt, als wir kürzlich in der Abendsonne im Gehege alle beisammen sassen. Und dem ist natürlich nichts entgegen zu setzen, das begreifen wir ja schliesslich.

Aber nachher, wenn dieser Monat vorbei ist, dann ist auch der Cormoran soweit vorbei, dass man wieder Reisen darf, dann ist unser neues Wohnauto da und dann - ja dann, dann geht es ab auf Reisen, jupijeehh. Ihr fragt euch wohin? Ah, für uns ist das schon läääängst klar, gell Nele... Und darauf freuen wir uns granatenmässig!!!! (gell Felix)

 

 

 

Blizzard
Blizzard

21.6.2020

Die Revierrundgänge müssen trotzdem sein,

manchmal mit Frauchen, manchmal allein. -

 

 

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Und so geht es über Stock und Stein

durch lauschigen Wald und querfeldein.

 

Die Markierungen sind schliesslich nicht einfach so gegeben,

die brauchen Erneuerung, besonders nach so vielem Regen.

 

Auch bei`m Nachbar "Alpaka" schauen wir herein,

ein Neues hat`s gegeben, es ist noch ganz klein.

 

Zu Hause treffen wir unseren Iron-Kumpel im Blumengarten,

ob wir Kommen oder Gehen - er wird auf uns warten.

 

So ist schon bald dieser schwierige Monat für uns vorbei,

dann sind wir wieder viel mit Frauchen zusammen, juhei!

 

 

 

7.7.2020

Wenn der Opi mit dem Frauchen...

In vier Monaten wird er 16 Jahre alt, unser Merkur. Ein herrlicher Kumpel! Schläft viel, tief und fest, so dass man fast Schreien muss, um ihn zu wecken. Aber genau so dreht er zig Runden im Gehege, schnüffelt an Blumen, markiert Sträucher, scharrt Löcher auf und schaut über sein Revier. Und immer ist er mit dabei, wenn sein Rudel etwas unternimmt, er mag nicht alleine sein, sein Rudel (inklusive Frauchen) ist sein Leben. Und da hat er gestern mit Frauchen sogar herumgeblödelt, als er auf dem Hüttendach war. Der alte Charmeur, wie hat er sich herangemacht, die Augen sprechen lassen, der ganze Körper eine einzige weiche, liebevolle Bewegung - wie reich ist man, wenn man so etwas erleben darf! Danke Merkur, mein Freund, danke dass du noch bei mir bist!!!

Rainey
Rainey

9.7.2020

War das ein Festtag!

Angefangen damit dass unser Herrchen kam; ihr mögt denken was ihr wollt, aber für uns ist das immer ein Fest. Kurze Zeit später fuhr Frauchen mit dem kleinen Auto weg, allein... das ist zwar alles andere als ein Fest, aber - natürlich kam sie wieder - - - mit unserem neuen Wohnauto!!! Jetzt war das Fest perfekt.

Während wir Vierbeiner im Gehege für Ordnung schauten, hämmerte, sägte und schraubte es in dem Wohnauto herum wie wild. Unsere Zweibeiner schauten dort für Ordnung, sprich: Bauten Boxen, Betten, Tisch und Kästen ein, und so entstand aus dem Autobus langsam das Wohnauto.

Blizzi und ich bestanden dann zwischendurch immer mal wieder auf einer kurzen Testfahrt, um vorneweg gleich zu sehen, was taugt und was nicht. Aber eigentlich kennen wir ja unser Frauchen, die macht keine halben Sachen.

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Und vollends festlich geht der lange Tag mit einem gemütlichen Spazier-gang dem Oeschenbach entlang zu Ende.

Was Frauchen sich für uns immer wieder einfallen lässt, damit es uns an nichts fehlt! Darum lieben wir sie ja auch so richtig huskyherzlich!!! - Und um gerade noch ein bisschen aus dem Futternäpfchen zu plaudern, oder wie das heisst, verrate ich euch, dass wir

Natürlich wurde der ganze arbeits-reiche Tag am Abend mit einem Festmal in der Blumenlaube abge-rundet, das darf ja nicht fehlen. Und danach ein ausgiebiges Liege- und Plauderstündchen zum Verdauen. Dabei dösen wir vor uns hin, freuen uns tierisch darüber, dass wir alle beisammen sind, haben das leise Gemurmel unserer Menschen in den Ohren - und geniessen!!!


schon ganz bald mit unserem Wohnauto auf Achse gehen werden, dann werden wir auch wieder darin schlafen, wie früher, als wir noch...

Ich weiss auch wohin wir gehen werden, aber das verrate ich noch nicht, darüber schweigt die Huskygeschichte - noch.

 

 

 

19.7.2020

"Wenn man eine Reise tut, dann kann man was erzählen..."

heisst es in einem Spruch

Ice
Ice

und das taten wir, endlich wieder einmal, und so können wir jetzt was erzählen! Wir haben unsere Freunde in Deutschland besucht, die Nele und den Ajak. Nach langer, langer Zeit, wo wir nicht durften wegen diesem blöden Cormoran. Aber jetzt hielt uns nichts mehr, wo ja die Reviergrenzen wieder offen sind und unser neues Wohnauto soweit eingerichtet ist.

Und was gab es da für eine Begrüssung, leuchtende Augen, feste Umpfotungen und süsse Fellstubser… - 12 beste Freunde, endlich wieder zusammen! Dann wurde Nele`s Revier in Nasenschein genommen, minutiös, Ecke für Ecke, Strauch für Strauch, Markstein für Markstein... - begutachtet, was Neues dazugekommen war und gesucht, was verschwunden ist.

Verschwunden zB. der "kleine Weisse", sein Ställchen nicht mehr vorhanden...

Er ist ja im Hasen-Himmel, hat letzthin Nele dem Blizzi geschrieben. Und so  beschnupperten wir noch sein Gräblein und legten eine Gedenkminute ein...

Später zwang uns allerdings die Hitze in den kühlenden Schatten des "Ashram", wie Nele ihre Blumenlaube nennt, oder unter den Apfelbaum -


Seligkeit pur für alle - - - Als Felix dann den Grill hervor holte und sich in der Küche auch noch mit herrlichen Fressalien beschäftigte, hielt es allerdings unseren Zwerg nicht mehr auf der Liege. Auf Schritt und Tritt folgte sie ihm hin und her, als wäre sie mit ihm mit einer unsichtbaren Leine verbunden.

Sie würden zusammen kochen, rief mir Zwerg mit hocherhobener Schnauze wichtig zu, als sie wieder einmal an Felix`s Seite in den Garten kam. Zwerg und kochen, dass ich nicht lache, wird wohl vielmehr überall die Schnauze drinn gehabt haben zum probieren; ich kenn sie doch. -

Was sie dann allerdings eine Stunde später auf den Tisch stellten, liess sogar meinem Frauchen das Wasser aus der Schnauze tropfen. -  Hund oh Hund, sah das gut aus! Diesem Menue wäre ich nun allerdings auch nicht abgeneigt gewesen...

Mein Frauchen lobte dieses Essen denn auch über alle Massen, schloss genüsslich die Augen, und schob sich immer mal wieder ein Häppchen davon rein - mir ging nur der Sinn dafür ab, warum sie denn so langsam ass, wenn es doch so gut war. Ich wäre da jedenfalls ganz anders vorgegangen, leider bekam ich aber nichts davon.

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Um das Mass der herrlichen Dinge an diesem Tag voll zu machen, kam dann noch lieber Besuch. Johna und Selina, zwei Mädels aus der Nachbarschaft, die uns begrüssen wollten. Oh das freute uns mächtig, da sind wir immer bereit uns von unser Knochenseite zu zeigen, oder wie das heisst, um gestreichelt und beschmust zu werden.


Den Abend dieses ersten Tages beschlossen wir alle zusammen auf der Terrasse, bei untergehender Sonne und lauer Sommerluft, die immer mal wieder von einem herrlichen Duft nach Rosen durchzogen wurde. Wir hatten inzwischen auch gefuttert und mit vollen Bäuchen dösten wir selig vor uns hin und hörten mit einem Ohr dem Plaudern unserer Menschen zu, oder machten ein Verdauungsrundgang durch Nele`s paradiesischen Garten.

 

Und nun meine lieben Leser, treue Fans der Huskypost, wird sich  unsere Nele das erste Mal zu Wort melden. Die beiden Freunde aus Deutschland  werden sich in Zukunft am Schreiben unseres Tagebuches beteiligen. Da sind wir jetzt schon sehr gespannt, was sie zu erzählen weiss.

 

 

 

Nele
Nele
19.7.2020
Hallo liebe Freunde von den Huskypöstlern, ja ihr lest richtig, ich bin´s die Nele. Da ich und auch Ajak ins Rudel von Ice aufgenommen wurden, wenn auch meistens räumlich getrennt, darf ich trotzdem, zu meiner Freude, etwas schreiben, damit ihr auch an meinen Erlebnissen teilnehmen könnt.

Endlich war es mal wieder soweit, daß pünktlich zum Frühstück ein großes Auto mit Berner Kennzeichen auf unseren Hof fuhr. Das konnten nur meine Freunde aus der Schweiz sein, aber das Auto war nicht dasselbe.

Nach der freudigen Begrüßung mußte ich, ja zugegeben ich bin eben sehr neugierig, erst einmal das Auto von ihnen genau unter die Nase nehmen. Getestet wurden vor allem die Schlafboxen, und ich sag´s euch, ich wollte gar nicht mehr raus, sooooo gemütlich und fein duftend nach meinem Freund Blizzard. Da kann man Reisen vom Feinsten. ---

Freundin Ice vergnügte sich derweil mit Ajak, der ganz von den Pfoten war bei so viel Aufmerksamkeit für ihn. Wir streiften den halben Tag im Garten herum, mußte ihnen doch alle meine geheimen Verstecke zeigen, wo die Mäuse wohnen, wo gebuddelt werden darf, und wovor man lieber die Pfoten lassen sollte bevor Frauchen ungemütlich wird.

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Am Nachmittag wollte ich Zwergli noch belohnen, weil sie für uns alle fest geholfen hat das Mittagessen zu kochen, alle Teller danach sauber abgeleckt, mitsamt dem Küchenboden.

Die Älteren von uns machten Siesta unter den Büschen während Zwerg und ich uns aufmachten in den Böhringer Urwald. Dieses zuckersüße Huskymädel ist ja sowas von fit und clever, so daß wir einen rießen Spaß hatten. Sie folgte mir Pfote um Pfote bis zum Fluß, dort konnten wir Enten jagen. (In der Schweiz dürfen sie das ja scheins nicht.) Zu zweit macht das soooo viel mehr Freude, auch wenn wir nichts gefangen haben, weder Enten noch Fische. Wir waren sowieso noch satt vom Mittagessen, da beschlossen wir einfach noch ein paar Runden zu schwimmen. Ach es war so schön mit Freunden den Tag zu verbringen.

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Gegen Abend gingen wir zu den anderen nach Hause, die waren schon wieder beim Melone naschen. Oh mein Freund Amarok schlürfte die halbe Melone weg, er liebt Melone über alles und blieb aufmerksam am Tisch bis alles weggeschlappert war.

Am Abend machte Herrchen noch eine kleine Runde mit uns. Er wollte uns unbedingt noch sein selbstgebautes Insektenhotel zeigen. Wir waren uns einig, schön hat er es gebaut, aber für uns Hunde haben nur die Pfosten einen Zweck, nämlich zum markieren, ansonsten haben wir es mit Insekten nicht so.

Danach machten wir uns auf zu den Schlafplätzen und alle schliefen sofort glücklich und zufrieden ein.

Amarok
Amarok

1.8.2020

Wir feierten 1. August - in Deutschland bei unseren Freunden, die so lieb sind und uns wieder eingeladen haben, damit wir hier in der Schweiz der blödsinnigen Knallerei entgehen können. So schön, so lieb, so Freunde!

vorne v.l. Ajak, Nele, Merkur - hinten v.l. Yukon, Blizzard, Amarok
vorne v.l. Ajak, Nele, Merkur - hinten v.l. Yukon, Blizzard, Amarok

Niemals hätten wir bei uns soo friedlich zusammenliegen können an einem Abend des 1. Augustes, ja nicht einmal am Abend davor. Es reicht ja nicht mehr, dass an einem Abend in die Luft hinauf geballert und gelärmt wird, jetzt müssen es schon zwei sein. Und auf uns Vierbeiner nimmt niemand Rücksicht - ausser man hat ein verständiges Frauchen und allerliebste Freunde - und wir haben beides, Hundegott sei Dank!

 

(Wer Lust hat, kann unter "Reportagen" nachlesen, wie wir unseren 1. August gefeiert haben "Huskypöstler`s 1. August beim Böhringer Freundesrudel")

 

 

 

 

Yukon
Yukon

23.8.2020

Claudia-Day, endlich wieder einmal! Wir haben es soo genossen, da gehen wir immer alle auf Spazi-Tour, das ist für Claudia Ehrensache.

Die "Blinden, Lahmen und Kranken" durften zuerst ein Stück mit dem Auto fahren und dann im kühlen Wald nach Herzenslust herumzotteln, erzählte mir Old-Merkur später. Vier Husky`s, die zwar ein Handcap haben, aber trotzdem noch voller Neugierde sind und das Schnüffeln ausnutzen wollen, diese Vier alle an den Flexileinen - das kann ja nur einen Salat geben, einen Leinensalat, gell Claudia. Aber Frauchen sei daran schliesslich auch schuld, und das nicht wenig: In einer Hand immer dieses Kästchen schussbereit, in der andern zwei von uns, das kann ja, wie gesagt, nur einen Salat geben.

Aber zwischendurch sei`s dann auch flott voran gegangen, er, Leader Merkur sei ja schliesslich allen voran gelaufen wie es sich für einen "Ehemaligen" gehört. - Ach mein sensationeller Kumpel Merkur...

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Frauchen hatte einen kurzen Moment ein Problem, wie mir schien, wo ich denn nun hingehöre, in die erste oder zweite Gruppe, ich stand für sie sozusagen zwischen Stuhl und Bank????  - Wauuuh, das klang aber nach sehr viel Langeweile, Stuhl und Bank, da bewegt man sich ja überhaupt nicht!! - Nee, nichts für mich, wenn schon so ein Spruch, dann lieber "zwischen Wagen und Schlitten", oder nicht!? Bevor also Frauchen auf dumme Gedanken kam, entschied ich das selber und stellte mich zu den "Jungen und Beweglichen", punkt. Ähhm - jetzt bin ich etwas vom Thema abgekommen, aber nur etwas.

Denn seit ich mich meines schweren "Schafwolle"-Pulli entledigt habe und jetzt jeden Tag immer eines dieser braunen, entzündungshemmenden  Anti-Schmerz-Gudi erhalte, geht es mir so viel besser. Die Flausen, deren ich so viele im Kopf habe, mag ich endlich wieder ausführen, den Sprutz im Ar... (muss aufpassen, Frauchen zensiert ja was wir schreiben) kann ich wieder ausleben. Ich spür` die miese Aspergillose schon in der Nase, aber behindern tut sie mich im Moment nicht viel.

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Und so zogen wir denn vom Heimeli aus los über Stock und Stein und durch Feld und Wald. Die Temperaturen waren angenehm, die Wiesen voll im Saft, der Himmel mit schattenspendendem Gewölk überzogen, Freundin und Frauchen dabei - was wollten wir mehr!

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Doch, etwas wollten wir dann schon noch, aber das wartete ja zu hause schon auf uns - baden in unserem Pool. Alle drei wollten wir rein, gleichzeitig. Aber da ich der Schnellste war, hatten von meinen Kumpel dann jeweils nur noch zwei Beine platz. 

Das rief allerdings sofort  unsere Chefin auf den Plan und sie befahl mich raus, damit die andern sich auch noch recht abkühlen könnten. Jaja, meine Ice, die liebe Semmel hat immer irgendwas an mir rum zu meckern, das kenne ich ja. - Aber ich machte dann meinen Kumpels schon Platz, so bin ich ja schliesslich nicht. Und doch ging Ice noch schnell bei Claudia vorbei um zu fragen, wie ich mich auf dem Spazi denn benommen habe, ich habe es schon bemerkt. Aber meine liebe Claudia hat sicherlich nichts Unrühmliches über mich erzählt, weil Ice danach ihres Weges ging und mir nicht meine Stehohren lang zog.

 

Also auf jede Weise ein wundervoller Tag, grosses Husky-Dankeschön an unsere liebe Claudia!

November 2020

 

Der Herbst

ist der Frühling

des Winters.

 

  Henri de Toulouse-Lautrec