Yukon
Yukon

16.9.2020

Zwischendurch einen Tag zu Hause zum Rechten schauen, das Revier kontrollieren,  den Nachbarn tschau sagen, Blumen giessen und Sträucher markieren, die Liegeplätze nutzen - schliesslich läuft ja der Zins, sagt Frauchen. Zins?? Naja, immer gut wenn was läuft, dann ist es halt heute der Zins.

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Blizzard
Blizzard

14./15.0.2020

Wauh, das war wieder ein Erlebnis, ich sag`s euch. Ich wusste ja, dass Frauchen uns wieder was bieten würde, worüber wir schreiben können. Aber mit so was Schön-Doofem hatte ich nicht gerechnet. -

Aber glücklicherweise war das Doofe zuerst, und gegen Schluss wurde es immer schöner. Der Ehrlichkeit halber muss ich aber sagen, Frauchen du möchtest es mir verzeihen, zeichnete besagtes Frauchen eher für den doofen Teil verantwortlich, - aber nun der Reihe nach.

Frauchens Idee war, mit uns an einen See zu fahren, etwas zu baden, zu relaxen, gut zu essen, dort zu übernachten und anderntags wieder nach Hause zu fahren. Nun, das an-einen-See-fahren zog sich so fürchterlich in die Länge, dass wir fast nicht mehr daran glaubten. Als wir dann endlich ausstiegen --- war weit und breit kein See!!! Oder seht ihr einen?

Der Waldsee...
Der Waldsee...

Was also lange gewährt hat, kam endlich doch nicht so gut, oder wie der Spruch heisst . Wobei wir ja noch gar nicht ahnten, w i e ungut es n o c h  werden sollte.

Ein wunderschöner Waldrand, mitten in den Brünig-Bergen. Da futterten wir unseren Fleisch- und Frauchen ihren Früchtemüeslitopf, schnüffelten und buddelten etwas rum, während sich Frauchen  auf den Gartenstuhl legte, ähm, oder sollte ich sagen Waldstuhl?, wäre wohl passender. Und alle warteten wir auf diesen See. --- Der nicht kam, und wir konnten auch nicht mehr zu ihm, denn unterdessen war klar, wir sassen fest.

Genauso wie manchmal früher im Schnee, wo man Gas gibt und Gas gibt, die Räder durchdrehen und sich immer tiefer fressen, man immer weniger raus aus dem Loch kommt; nur dass es diesmal kein Schnee war, sondern Dreck, am Waldrand, Schattseite, so richtig schön matschig... Jaja, ihr denkt jetzt alle, wir hätten ein blödes Frauchen, sie hätte uns ja vor die Karre spannen können, wir seien ja schliesslich Zughunde, Z u g hunde. Oder noch besser, euch wär das aber auch gar nie in den Sinn gekommen, an einem feuchten Waldrand zu parkieren. 

Bla, bla, bla; aber dafür hättet ihr auch nie diesen netten Mann kennengelernt, der euch erstens mit seinem Subaru aus dem Dreck gezogen hätte und zweitens, und das ist jetzt von essentieller Bedeutung, der euch den besten Platz am Brienzer See verraten hätte. Da musste man nämlich ein paar Schleichwege kennen, und dann Richtung Axalp fahren, aber im Talboden bleiben, immer im Talboden bleiben, da das Wasser ja bekanntlich nicht das Bord hinauf geht, legte der Mann Frauchen noch ans Herz.

Ja, das verstanden wir natürlich und in nullkommanichts waren wir am See, am Brienzersee, direkt am Wasser, und nicht mit Eisenbahn, Autostrasse oder Wald dazwischen. Hund oh Hund waren wir froh, Frauchen hatte fast Tränen in den Augen, das Suchen war zu Ende. Ja, das Suchen, hatten wir doch vor der Kacke mit dem Waldrand schon den Sarnersee und den Lungernsee umrundet und nach einem Plätzchen Ausschau gehalten, vergebens.

Jetzt konnte also die Fete steigen, und eine Fete wurde es auf jeden Fall. Kaum waren wir am Steak-Out gab es schon wieder zu futtern. Wauh Frauchen, jetzt übertriffst du dich aber, und kaum hatten wir das Rippenstück verputzt, kamen die geladenen Gäste, ähm nein, eingeladen hatten wir sie nicht, sie kamen einfach - und hatten ihre Freude an uns und wir an ihnen. Und die Fete stieg...

Der Brienzersee
Der Brienzersee

Das war vielleicht ein Gaudi mit diesen Schülern, was habe ich mit denen gespielt. Sie waren hier auf der Hundeschulreise, aha, die machen sowas also auch. Wir haben dann in einer kleinen Gruppe zusammen den Abend verbracht, lustige und ernste Dinge besprochen, herumgeblödelt und manchmal auch geschrien.

Vor allem als plötzlich ein Schwanenrudel daher getrippelt kam, du meine Güte, so leckere Braten direkt vor unserer Nase durchspaziert, Richtung Wasser. Die Chefin musste die ganz schön in der Zange gehabt haben, wie die alle bei Fuss hinter ihr her getrippelt sind, Hund oh Hund hatten die Ordnung, als wären die an einer Zugleine angespannt. Aber wir hatten das Nachsehen, buchstäblich, und Frauchen`s Herz klopfte wie wild ob dem Gedanken, das Steak-Out könnte nicht halten, oder ein Halsband zerreissen... Aber alles ging schlecht vorbei und dann schwammen uns die Felle, oder Federn? auch noch davon - auf der ganzen Linie ein erfolgloses Manöver, eigentlich. Trotzdem sassen wir noch lange alle beisammen und schauten auf den See hinaus, auf den See den wir doch noch gefunden hatten, auf den wunderschönen Brienzersee.

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Die Nacht verbrachten wir dann ganz geruhsam in unserem Wohnauto; anfangs hatten wir zwar grosse Bedenken, ob das hier wirklich geruhsam werden würde, uns flogen nämlich die Kampfjet`s von der Schweizer Armee nur so um die Ohren, (die hatten da weiter hinten schein`s ihren Trail oder Piste, oder so), Hornissen sind ein Dreck dagegen. Aber kurz nach 22`00 Uhr landete der Letzte und dann war Ruhe. Frauchen hatte das Fenster ganz geöffnet, damit es nicht zu warm war in der guten Stube - mir flatterten noch kurz die Bilder und das Erlebnis mit den Schülern durch den Kopf, dann landete ich wohl auch...

 

Der andere Morgen empfing uns mit herrlichem, noch nicht heissem, Sonnenschein und kaum waren wir am Steak-Out kamen die Schüler daher. Oh wauh Frauchen, die sind ja auch wieder da, am Ende hast du die extra für uns bestellt, damit wir es lustig haben. Weil wir so lange keinen Platz am See gefunden haben, hast du dann die Schüler bestellt, gib`s nur zu.

 

 

 

 

 


So quatschten wir wieder ein paar Runden zusammen und tauschten Reviere aus, ähm Adressen, während Frauchen frühstückte. Mein Zwerg legte sich daneben, und hörte zu, ohne auch nur, völlig zwergatypisch, einen Ton mit zu quatschen.- Was man doch in den Ferien so alles erlebt, stundenlang Wasser gesucht und dann den herrlichsten Platz der Welt gefunden, inklusive ein Rudel Zweibeiner-Kumpel.

Fazit der Geschichte: Oft führt einem das Leben zuerst durch den Dreck, bevor man dann zum herrlichen Wasser kommt. - Das waren sie also, die beiden ersten Tage unserer Ferien, bin ja gespannt wie eine Zugleine, wie das weitergeht. Frauchen, verrätst du mir ein wenig? - - - - - - - - -. Nein hat sie nicht, warten soll`ich, ich würd`es dann schon sehen, hat sie gesagt. Na dann...

Merkur
Merkur

13.9.2020

Liebe Freunde, geschätzte Leser, ich möchte euch gerne etwas kundtun, womit sich  unser Frauchen und mein Rudel  in den letzten Tagen intensiv beschäftigt haben und das eine nachhaltige Wirkung bei uns hinterlassen hat. -

 

Alles begann mit diesem Bild, das Frauchen auf dem Status einer lieben Bekannten sah, genauer genommen mit dem Spruch auf dem Bild.

 

 

Immer mal wieder, da und dort, hörte man im Tagesverlauf von dem einen oder andern im Rudel diese Worte: "Lerne zu schätzen, was du hast..." -

Mir entging nicht, dass alle sich mehr oder weniger ihre Gedanken darüber gemacht hatten, oder immer wieder machten. Ich spitzte meine Ohren, (wenn das überhaupt noch möglich ist) und speicherte Gehörtes, Gelesenes und auch Gedachtes in meinen Hirnwindungen ab und mit der Zeit nahm eine Idee immer mehr Gestalt an: Über die grossartige Weisheit dieses Spruches möchte ich mit meinem Rudel eine Sitzung machen.

Ich masse mir nicht an, der Weiseste zu sein, aber immerhin bin ich doch mit meinen bald 16 Jahren der Älteste in unserem Rudelbestand. Und ich denke, der Kumpel auf dem Bild hat auch so seine paar Jährchen auf dem Buckel...

 

Eines wurde mir bei der Sitzung recht schnell klar: Wir Hunde haben viel mehr die Fähigkeit uns mit einer Situation als gegeben zu arrangieren anstatt ständig über den Zaun zu schauen, als die Menschen. Zwar stammt auch von ihnen der Spruch: "Es gibt nur ein Mittel sich wohl zu fühlen: Man muss lernen mit dem Gegebenen zufrieden zu sein und nicht immer das verlangen, was gerade fehlt.", aber leben tun eigentlich meistens wir diese Weisheit.

Und öfters seit dieser Sitzung passiert es, dass Frauchen uns anschaut, lange, besonnen, dann hier oder da einen Arm um uns legt, eine Hand auf unseren Kopf, und leise kommen die Worte aus ihrem Munde: Lerne zu schätzen was du hast... Und wir spüren, dass sie diese Aufforderung nicht an uns richtet, sondern im tiefsten Herzen an sich selber. Oder sie dreht sich in unserem Revier einmal rundum, in unserem Gehege, in unserer Hütte und sinnierend murmelt sie: Lerne zu schätzen, was du hast, bevor die Zeit dich lehrt, zu schätzen was du hattest. Oder sie schaut uns zu, wenn wir liegen, essen, spielen und in ihren Augen lesen wir: Was alles habe ich, was darf ich an euch haben, wie reich ich bin mit euch - darum lerne zu schätzen was du hast...! Oder sie spricht mit Freundin Evelyn am Telefon, erzählt ihr von uns, und flüstert mir dann lächelnd zu: Welch ein Reichtum haben wir, dieses Rudel als Freunde zu haben; aber lerne zu schätzen, was du hast, sagt sie dann noch, nach innen gewandt...

 

Aber mein liebes Frauchen, lass dir von deinem Old-Merkur sagen: Wir schätzen was wir haben, dich als allererstes, unser Revier, unsere Hütte... Und wenn wir auch manchmal das Gefühl haben, es dürfte etwas mehr im Napf drin sein und diesen fast mitfressen vor lauter ausschlecken, so musst du doch wissen:

Wir schätzen was wir haben!

Aus tiefstem, liebenden Huskyherzen, dein Merkur

 

 

 

 

Rainey
Rainey

5.9.2020

Waauuuuuu, ich sag`s euch, wir haben einen neuen Fan!

Sie heisst Irina, und sie kommt aus Russland. - Ja ich  kann`s selber kaum glauben, extra von Russland  zu uns, Wahnsinn oder? - Meine Chefin, die Ice, hat mich zwar milde angelächelt, sehr milde, und mir dann nonchalant erklärt, Irina komme nun wirklich nicht extra von Russland her, um uns zu besuchen, sie habe einfach ihre Ahnen in Russland, so wie wir unsere in Sibirien.

Sibirien? --- Aber das liegt ja doch auch irgendwo dort oben!? Haben wir nun am Ende dieselben Vorfahren? Oh das ist ja megaspannend, darüber muss ich dann später noch nachsinnieren, wenn ich Zeit habe  - Irina aus Russland, und wir aus Sibirien....

Na ja sei`s drum, ich werde diesem Russland schon noch auf die Schliche kommen, aber vorerst möchte ich euch von unserer tollen Wanderung erzählen. Die führte uns nämlich in Irina`s Revier - äähm, doch in Russland? --- Kann es sein, dass ich ein bisschen verwirrt bin? Wir sind auf jeden Fall mit unserem Wohnauto dorthin gefahren.

Und dann durch diesen Wald gestromert, diesen herrlichen, unverwechselbar russischen  Wald! Frauchen nahmen wir vorsichtshalber an die Leine, die lange natürlich, aber immerhin, damit sie uns nicht etwa verloren geht in diesem Wald, sie sollen ja unendlich sein, diese sibirischen Wälder...

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Einen Waldkobold sahen wir auch, allerdings lag er darnieder gestreckt am Boden. Was ihn wohl aus dem Leben gerissen haben mag? Einst muss er gruselig ausgesehen haben, mit all diesen Wurzelhaaren, die ihm in allen Richtungen vom Kopf abstanden und wild gen Himmel zeigten. Aber jetzt nagte der Zahn der Zeit an ihm und er hatte da und dort morsche Stellen.


Bei einem Hexenhüttli machten wir halt und ruhten uns etwas aus. - Welchen Weg wir wohl von da aus weiter nehmen sollten?? Das liessen wir unsere Irina entscheiden, wer kennt sich denn besser aus in diesem russischen Wald als sie, die von hier kommt. - Da geht mir durch den Kopf; ob es hier wohl auch Bären gibt? Und am Ende gar Wölfe, wäre doch möglich, --- Jedenfalls sagte vorhin Yukon zu mir, da hätte ich mir wohl einen Bären aufbinden lassen, wenn ich meine, wir seien hier wirklich in Russland. Aufbinden, einen Bären aufbinden???

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Dann kam dieser kleine See, und da ich ja nebst Husky auch noch eine Wasserratte bin, zog mich dieser Teich magisch an. Also nichts wie rein und herumgerudert - es war wirklich magisch, durch diese Millionen von kleinen, grünen Wasserlinsen hindurch zu schwimmen, Natur pur, Russland eben... Meine Kumpels kamen auch rein, blieben allerdings am Rand stehen und tauchten nur immer wieder ihre langen Zungen in das kühle Nass. Zu mehr waren sie nicht zu bewegen, war ihnen wohl zu suspekt, dieser grüne Teppich auf dem Wasser. Gross angeben, über Russland und seine Wälder Bescheid zu wissen und dann nicht mal in einem so tollen See baden wollen, gell Yückel -

Total erfrischt zogen wir weiter, buchstäblich, die Frauchen hinter uns her... Es war ein wirklich grandioses Revier durch das uns Irina führte. Und die vielen verschiedenen Düfte, Marker, und Spuren granatenmässig interessant. Wir mussten eine Rundtour gemacht haben, denn auf einmal kamen wir zum Waldrand, schlenderten dem noch eine Weile entlang und standen plötzlich wieder vor unserem Auto.


Und kaum war ich in meiner Box, schlief ich ein; diese sibirischen Wälder in Irina`s russischem Revier hatten mir doch sehr zugesetzt.

Lacht nur, die ihr das lest, aber ihr solltet nicht vergessen dass ich ja auch schon 12 Jahre auf meinem Buckel habe, - und dann ist da ja noch der Bär, den man mir heute aufgebunden hat,  der ist ja schliesslich auch nicht ganz ohne....

Die Heimfahrt verschlief ich also ganz, da war nichts zu machen. Darum kann ich mich auch erst jetzt so richtig bei Irina bedanken, für die herrliche Wanderung durch ihren Wald!

Mit Müh und Not schleppte ich mich zu Hause in meine Hütte, liess mich nieder und schon hatte mich der Traum wieder von den sibirischen Wäldern - wie das wohl dort im Winter sein musste, der Winter in den sibirischen Wäldern?

Ein Ohr hatte ich noch, wie immer, auf Empfang gestellt, aber alles andere ging auf und davon, in die sibirischen Wälder zu meinen Urahnen...

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Während ich einen grossen Teil des Abends verschlief, gingen die die Lahmen und Herzkranken auch noch auf eine Tour, allerdings nicht bis in die sibirischen Wälder, aber doch mal wieder auf die Langenegg.

Old Merkur und seine Ice wollten auch noch ein paar Schritte gehen, ihrem Können und ihrer Musse entsprechend, dem Oeschenbach entlang. Ice habe wie immer, noch ein wenig darin herum geplanscht, erzählte Merkur mit leisem Grauen und schüttelte seine prachtvolle Mähne - er selber brauche das ja nicht.

Das Kommen und Gehen weckte mich natürlich auf und alle Sieben fläzten wir dann in unserer magischen Ecke herum, erhielten WattsUpp-Post von unserem Kumpel Jeday, sinnierten über einen wahrhaft inhaltsreichen Spruch nach, den wir auf einem Statusbild gesehen hatten und genossen diesen herrlichen Abend, nach einem ereignisreichen, wundervollen Tag in nahen und fernen Revieren.

Ajak
Ajak

1.9.2020

Hallo Freunde, Nele liegt auf ihrem Knochen und sie meint, ich weiss das nicht, hihihi.

Weit gefehlt, ich robb`mich mal hinter dem Vorhang in die Nähe - und dann kommt der Überraschungsangriff!

Grüssle, euer Ajak

September 2020

 

 

Die Treue

eines Hundes

ist ein kostbares Geschenk,

das nicht minder bindende 

moralische Verpflichtung

auferlegt, 

als die Freundschaft

zu einem Menschen.

 

                 Konrad Lorenz