Fortsetzung der Einträge "Sommer"

Amarok

Hoauuuuuh, für mich war der "Tiefepunkt" mein fast ausgerissener Fangzahn.

Chrrr, jetzt kommt Mr. Dracula. (nur so nebenbei:  scheusslich weh tat`s , das Ganze).

Darum überwand ich dann auch mein grosses Unbehagen Wasser gegenüber und tauchte mich in die Fluten. Und siehe, der Schmerz ging baden. Man stelle sich vor, bis vor kurzem rannte ich vorm Wasser noch davon!

Trotzdem genoss ich abends mit den andern zusammen ein Knochen-

schlemmermal. Habe die harten Sachen einfach mit der andern Kieferseite geschränzt, wofür habe ich denn zwei.


Und zwischendurch ging ich dann immer mal wieder zu der Wasserwanne und machte mit dem kalten Wasser Spülungen, soll ja gut sein gegen Schmerz, Schwellung und Co.

Jedenfalls konnte ich den Urlaub mit unseren Freunden trotzdem voll geniessen, und freue mich schon jetzt wieder auf das nächste Mal und ihrem tollen Garten.

Blizzard

Dass sie einen Hasen hat und erst noch einen Schneeweissen, genau wie ich einer bin, das hat mir Nele vorher nicht gesagt, warum wohl? - Also, wenn sie mir das verheimlichen wollte, dann hat sie sich die falsche Pfote ver-bunden! Denn dass ich den finden würde, wo immer er auch wäre, das war ja wohl klar.

Die Gitter die Felix montierte, nützten nichts, denn er hatte die Rechnung ohne den Blizzi gemacht, wauuuu.

Ich fand die 20 cm


schmale Öffnung schnell, wo das Gitter nicht ganz reichte und - ja da standen mir noch die Wasserfässer im Wege, aber nicht lange; ein Satz, ein Schrei und drinnen war ich, mei! - Aber nur zwischen zwei Zäunen, und nicht im Gehege des potentiellen Opfers.

Dann stand ich dort in diesem schmalen Spalt und harrte der Dinge, resp. des Hasen, der doch bitte da kommen möchte. Und ich wartete und wartete, schaute und schaute, schnüffelte und schnüffelte - da schoss mir plötzlich ein anderer Duft in die Nase - Fisch, FISCH! Ich drehte mich um, in dem schmalen Spalt nicht ganz einfach, und da stand Frauchen mit dem Futternapf voller Fisch. Da allerdings gabs nichts mehr zu überlegen, ich machte einen gewaltigen Sprung über die Fässer (dachte ich mir) und landete mit den Vorderpfoten mitten im Wasser. Geistesgegenwärtig riss ich den Kopf hoch, der musste ja nicht auch nass werden. Danach krabbelte ich ziemlich unelegant aus diesem Wasserfass, unter lautem Getöse und örtlichem Platzregen.

Aber kaum hatte ich den Bauch voll Fisch, machte sich auch schon wieder der Hase in meinem Kopf bemerkbar. Aber Schei…..ee, da hatte unterdessen Nelchens Herrchen ein Plane vor das Gehege gespannt und ich sah gar nichts mehr. Auch wenn ich mein braunes und mein blaues Auge zu Hilfe nahm - ich sah nur grün!

Guter Rat war da jetzt teuer, jedenfalls nach der hiesigen Währung.

Ich legte mich dann in die Ecke, in der ich vorher hochgesprungen war und fing an die Luft einzusaugen, so wie ich jeweils zu Hause bei den Mäuselöcher mache, damit die Maus rauskommt, wenn ich ihr die Luft wegsauge.

Aber leider verstand dieser deutsche Hase das Schweizerspiel nicht oder wollte es nicht verstehen und kam nicht raus. Ich sog und sog die Luft rein, mir wurde schwarz vor Augen - und musste aufgeben. Ihr könnt darüber denken was ihr wollt, und es ist ja auch nicht meine Art, aufzugeben, aber ich musste...

Jetzt wird wohl der Moment sein, wo es angebracht ist, Pfoten und Nase ins kalte Wasser zu tauchen, dachte ich und schleppte mich zu dieser Wanne, über die ich noch kurz zuvor gelacht habe und kühlte mich ab. Aber nur soweit, dass es in meinen Hirnwindungen noch geschrieben blieb: Scheissweiss Hase, denk daran, es ist noch nicht aller Tage Abend....

Aber Frauchen hatte anderes im Sinn mit mir, an diesem Abend und begann mich zu bürsten, und bürstete mein weisses Fell so hingebungsvoll, dass doch tatsächlich diese Weisse-Hase-Flause mit ausgebürstet wurde, und ich mich endlich wieder entspannen konnte.

Und Nele, die ja den Narren an mir gefressen hat (seht ihr, die hat auch was ausgefressen!) legte sich dann noch neben mich hin, ganz von sich aus, - haaaa, ich bin ja bei Nelchen im Urlaub, das hatte ich ganz vergessen....

Das also war unser Urlaub bei Nele, einfach toll!!!
Das also war unser Urlaub bei Nele, einfach toll!!!
Ice
Ice

19.8.2018

Ich habe wirklich viel zu tun in letzter Zeit, organisieren, Feste vorbereiten, Mithelfen bei der Betreuung der Welpen, wenn Besuch kommt usw. Da war gestern Frauchens Nichte da mit ihrem Rüden und eben zwei Welpen. Und das 1jährige Mädel hatte so Freude an uns, dass es uns immer streicheln wollte.

Aber zuerst musste ich mit ihm auf Fellfühlung gehen und schauen, wie es sich benimmt, weil verstehen kann es ja meine Signale noch nicht. Aber das war ein süsser Fratz und ganz anständig und hatte liebe Pfötchen.


Aber ihr grosser Bruder und ich haben uns dann die Aufgabe geteilt, sie zu überwachen. Wenn sie herumstiefelte ging ich vorne weg um ihr den besten Weg zu zeigen, manchmal wollte sie auch auf allen vier Pfoten laufen, so wie wir das tun, und dann ging ihr Bruder Tim hinterher um aufzupassen, dass sie nicht herumpurzelt.

Ich habe sie unwider-stehlich angezogen, die kleine Maus, immer  wieder kam sie zu mir, reckte mir ihre Pfote entgegen, dass ich daran schnüffeln konnte.


Unser Herrchen ist ja auch ein "Neni", habt ihr das gewusst? Nicht? Doch, er hat ja selber auch schon drei Gross-Welpen, die er oft besucht und mit ihnen spielt. Und gespielt hat er dann auch mit den beiden hier, Wasserspiele haben sie gemacht. Dafür war es mir zu wenig heiss, und ich hab mich dann grad zu einem Nickerchen zurückgezogen, weil ja Neni aufpasste. (Ach ja, also Neni heisst Grossvater). So haben wir eigentlich regelrecht Job sharing gemacht. Cool, wenn man so zusammenarbeiten kann. Und Spass hat es auf jeden Fall beiden gemacht.

Ach da sehe ich erst auf dem Foto, da interessierte sich ja unser Spitzwelpe Blizzi auch für den kleinen Spitzbuben mit seiner Wasserspritze. Ist ja zum heulen, die Beiden, als würde der eine vom andern lernen wollen, wie man es macht.

Unterdessen wurde von Sandro, Vroni`s Rüde, gekocht. Mann oh Mann, wie das aus dieser Pfanne roch, wir alle sabberten drauf los, ob wir wollten oder nicht, dabei hatten wir unseren Fischtopf ja schon gefressen.

Aber Frauchen hatte ein Einsehen mit uns. Als wir nämlich während dem


Essen der Menschen an das Steak-Out mussten, erhielten wir noch einen tollen Knochen zum Dessert. Jetzt war die Welt wieder in Ordnung, jedenfalls für eine Weile ---

Danach durften dann alle von uns frei sein, und wir genossen noch einen schönen Abend zusammen. Nur Amarok , der dumme Esel (ja, ihr lest recht, auch Husky`s können Esel sein) fand, er müsse dem kleinen Mann noch einen Streich spielen und ihn erschrecken. Schäm dich, grosser Blödrian, du bist schuld, wenn Klein-Tim jetzt nicht mehr zu uns kommen will.

Aber alle andern, Menschen wie Husky`s zeigten sich von ihrer Knochenseite und so hatten wir insgesamt ein wunderschönes Zusammensein.

Und kleine Maus, komm bald wieder, gell, dass wir uns noch besser kennen lernen können. Ich mag dich nämlich.

 

Amarok
Amarok

23.8.2018

Stellt euch vor, wer uns im Heimeli besuchen kam: Jeday!

Dieser schwarz-weisse Jungspund, der bei meinem Frauchen Pflegekumpel war, wegen dem ich damals den Beinamen "Frauchens Bodygard" bekam. - Mann, das war eine Show, wir alle im Auslauf hinter der Tür am Warten, was da wohl wieder kommen mag. Und dann kam er, Jeday, ohne irgendwelche Bedenken, mitten in unser Rudel rein, und - blieb stehen,  Schnauze oben, Rute gekringelt, Kopf leicht abgedreht... und liess uns Zeit ihn zu beschnüffeln. Zu siebt standen wir um ihn herum, und alle erschnüffelten die Botschaft: Hey Kumpel, lange nicht gesehen, du gehörst immer noch zu uns, wie geht es dir?

Na ja, also einige Merkmale hat er schon beibehalten, der Kerle. zB. dass er meint, ihm gehöre die Welt, dass er seine Schnauze immer zu Vorderst und zu Oberst hat; ganz erwachsen ist er immer noch nicht, und --- dieses sogenannte "Jeday-Bändeli" an der Gehegetür...

Bilder Galerie

 

Will sagen, er kann immer noch Türen öffnen, dieser Bengel. Und hat es auch getan --- nicht, dass wir die Möglichkeit nicht ergriffen hätten, aber es war verrückt, es war absolut verrückt!!! Frauchen der Meinung, es habe die Tür richtig abgeschlossen, wir auf und davon... -  und er im Gehege geblieben. Unser Zwerg befand, es reiche, kehrte um und wir alle, wie auf einer Perlenkette aufgereiht hinterher, einer nach dem andern. Zu Hause hielt uns Frauchen ganz manierlich die Türe auf, dass wir nur herein zu traben brauchten, und das taten wir auch. -Jaja, unser Jeday, ein echter Kumpel.

Nach diesem adrenalingepeitschten Intermezzo gab es dann für alle zu futtern und hinterher bequatschten wir noch lange den tollen Nachmittag.

Dezember 2019

 

Der echte Reisende ist

immer ein Landstreicher,

mit allen seinen Freuden

und Versuchungen

und der Lust

am Abenteuer.

 

         Dänisches Sprichwort