Heimeliger Arbeitseinsatz in unserem Auslauf, 3./4.9.18

(Foto C. Leuppi)
(Foto C. Leuppi)

Merkur am Verdauen...

Viel ist zu tun  in und um den Auslauf. Jeder tut das, was ihm Spass macht und/oder er gut kann.

 

 

Erde einfüllen, Platten legen, Blumen pflanzen. Und Amarok hat den Überblick.

 

 

 

Da ist etwas für Blizzi`s Geschmack, nur riecht sie nicht so gut, wie normalerweise. Aber jagen könnte man sie vielleicht trotzdem...

 

Ice ist auch am Jagen, und wie - nach Mäusen! Derweil Herrchen am Pfosten zuspitzen ist, dass der Schnitzel fliegt.

 

 

Old Merkur macht den ersten Schattentest; wird gut, sein Eindruck. Rainey hat ihren Murmelbau vollendet und geniesst ihn...

 

Eine zweite Hütte wird auf ein Podest gestellt und Merkur hinterlässt sofort sein Autogramm. Ice hat keine Maus eingefangen, dafür eine dekorative Pattina.

 

Yukon macht den Stabilitätstest der Hütte, während Ice drinnen das Stroh ausprobiert. -

Später bringt sie ihr Rudel vor der Tür zur Räson: "Nun seid doch mal ruhig, ich höre was! Gleich wird sie kommen und dann gibt's zu Fressen - hoff ich!"


Feuerabend, Wunschkonzert, Heimelig
Feuerabend, Wunschkonzert, Heimelig
Yukon
Yukon

18.9.2018

Da kam doch kürzlich ein niedlicher, kleiner Kumpel zu uns zu Besuch, so ein Drei-Knochen-Hoch.

Oh ich meine das gar nicht despektierlich, im Gegenteil. Man könnte es eher so sagen: Ich bin Yukon, nach dem grossen, starken, gewaltigen Fluss benannt, der durch Alaska zieht. Meine neue, süsse Kumpelin ist auch nach einem Fluss in Alaska getauft, nämlich dem Nenana-River. Und so wie der Yukon mit seinen Eigenschaften zu mir passt, (gross, stark, ruhig, souverän und abgeklärt)) genau ebenso passt der Nenana zu dem halben Portiönchen: Klein und zartgliedrig, aber spritzig, quirlig, unternehmungslustig.

Ich, der starke Yukon, mit der kleinen, süssen Nenana.
Ich, der starke Yukon, mit der kleinen, süssen Nenana.

Zuerst ging zwar unsere Chefin zu ihr in den Auslauf, wie sie das bei neuen Leuten immer macht. Ist eigentlich ein bisschen lächerlich, ich hätt` ja das halbe Portiönchen nicht grad gefressen, aber was will man, Cheffe`s eben...

Blizzi und Rainey waren auch noch mit von der Partie. Ha, das hinterfragte ich abends doch noch länger, warum diese Reihenfolge und warum nur wir vier. Aber ich bin nicht drauf gekommen und Ice mag ich dazu nicht befragen, die würd`mir sicher nur eine pampige Antwort geben, so à la "geht dich nichts an".


Aber eines muss ich noch sagen: Diese junge, zarte Maus hat ein tadelloses Verhalten an den Tag gelegt, die ist nicht einfach mitten durch uns hindurchgerannt als würde die Welt nur ihr gehören, (obschon ihr Frauchen meinem erzählt hat, dass sie sich manchmal genau so benimmt).

Aber gerade deshalb, sie hat genau gewusst, wie sie sich h i e r  in einem neuen Rudel benehmen muss, darum haben wir sie auch sofort als eine der unseren aufgenommen. Auch rumgefurzt ist sie dann eigentlich gar nichts, was ihr Frauchen staunen liess, ruhig und eher besonnen ist sie im Auslauf herumspaziert und hat sich alles angeschaut.

Wauh, solche Gäste mögen wir, die anfänglich ein bisschen Zurückhaltung wahren; danach, so beim zweiten Mal dürfen sie dann aber schon mit uns herumsausen, gell kleine Maus. Und wenn du`s nicht bemerkt haben solltest: Das soll so viel heissen, als dass du doch bald wieder zu uns kommen möchtest! Weil wir dich mööööögen!!

Ich schnüffle die kleine Maus ab, die uns besuchen kam, hmmm.
Ich schnüffle die kleine Maus ab, die uns besuchen kam, hmmm.

27.9.2018

wir Huskypöstler erzählen:


Eine ganz schöne Menge Dinge haben wir um die Ohren, zum Glück sind sie so steiff, so können sie etwas aushalten.

Der Herbst war ja schon immer Frauchens "Umsetzmonat" der Ideen, welche sich in den heissen Sommermonaten in ihrem Kopf angesammelt hatten. Und jetzt in unserem neuen Revier, woahhh, ihr ahnt es liebe Leser; mehr brauchen wir dazu nicht zu sagen, die Bilder sprechen für sich.

Aber wir wissen, der Himmel macht mit. All diese vielen wunderbaren Herbsttage, mit ihrer kristallklaren Luft,  den markanten Farben, angenehmen Temperaturen und würzigen Düften...

Schon am Morgen fangen wir an im Auslauf zu arbeiten. Wir vervollkommnen unsere Ausguckrampen und testen Liegeplätze, graben Löcher, damit Frauchen pflanzen kann, schicken Meister Rabe auf Flug, um Herrchen als Verstärkung zu holen und vieles mehr. Frauchen arbeitet an der Umgehungstreppe des Auslaufs weiter, setzt uns buchstäblich Pflanzen vor die Nase, Herrchen rammt Dreimeter-Eisenpfosten in den Boden und lebt dabei nicht ganz Suva-Artgerecht... Es ist ein Hämmern und Buddeln, ein Tun und Lassen, ein Liegen und Schaffen.

Und immer wieder gilt es, einen Kontrollgang durch`s Revier zu machen, manchmal nur die Chefin mit Frauchen, manchmal die ganze Truppe inkl. Herrchen. Da werden liebe, aber gefährlich aussehende Kumpels besucht,  alteingesessene Revierbewohner gesichtet...

Wenn Frauchen uns offiziell grad nicht braucht, graben wir an unserem Fluchtstollen weiter. Er soll dereinst ermöglichen, bei akuter Gefahr in unserem Gehege, einen Fluchtweg frei zu halten. Ice begann vom Westen, Merkur vom Osten her, bald wird wohl der Durchstich erfolgen. Den Durchblick haben wir auf jeden Fall und das schon seit langem. Und Eagle hat aus seiner Planungshütte heraus den Überblick, was ja von grosser Bedeutung ist bei solch einem lebenswichtigen Projekt.

Des weiteren gilt es, einen strategisch wichtigen Platz für das Namensschild unseres Rudels zu finden, das wir von der süssen Nenana-Maus erhalten haben. Auch der Reviergrenzstein sollte endlich gesetzt werden, den letztes Mal Nele und Ajak mitgebracht haben. Lauter Denksportaufgaben - wenigstens mal was anderes als Zugsport. Worüber einige von uns gar nicht so unglücklich sind!

Zwischendurch eine Massageeinheit von Frauchen zu erhalten, ist himmlisch und befreit von jeglichem Druck und steifen Muskeln, sei es nun vom Denk- oder Zugsport.

Kürzlich nahm Merkur Frauchen sogar mit auf die Hochjagd, an der nicht zu langen Leine, versteht sich, damit sie ihm nicht etwa im dümmsten Moment den Braten verderbe. Und obschon ihrer beider Augen funkelten als sie heimkamen, war ihnen "Weidmanns Heil" nicht beschert. Das sei aber nicht Frauchens Schuld gewesen, klärt Merkur uns auf. Sie hätten ganz einfach nichts vor die Linse bekommen, ???,  den wunderschönen Abend genossen und das Jagen ganz einfach unterlassen. Na, es gibt nichts was es nicht gibt, auch in unserem Rudel...

Und morgen kommt Besuch: Mädel Shirin, welche schon zweimal bei uns Geburtstag feierte, hat uns im neuen Revier auch aufgespürt und will diesen Tag wieder mit uns zusammen sein.

Darauf müssen wir uns nun noch etwas vorbereiten und sagen euch deshalb auf bald.

Eure Freunde von der Emmentaler Huskypost.

 

 

 

Ice
Ice

14.10.2018

Aber trotz aller Arbeit die uns unter den Pfoten brennt, haben wir doch auch immer wieder genussvolle Momente.

So war das kürzlich auch, als ein langjähriger Fan sich zum 3. Mal in Folge einen Erlebnistag mit uns zum Geburtstag wünschte. Oh, das war eine grosse Ehre für uns.

Shirin heisst das tolle Mädchen, könnt ihr euch erinnern? Schon letztes Jahr und vorletztes auch war sie bei uns. Solch eine treue Menschenseele! Mir oblag es dann, für sie einen schönen Nachmittag zu gestalten und ich glaube das ist mir gelungen.

Uiii und wisst ihr was, sie wollte doch gerne wieder mit mir den Revierrundgang machen. Und dafür liebe ich sie von Herzen, und bin ganz schön anständig neben ihr gegangen, hab mich immer wieder mit einem Blick vergewissert, dass sie mitkommt.


Und weil sie so lieb ist und so treu, (stellt euch vor, nach immer einem ganzen Jahr kommt sie wieder), machte ich alles was sie von mir wollte, ganz artig mit. Ihr wisst was ich meine, so Dinge wie Sitz, Platz, Fuss?, komm zu mir usw. 

Und zwischendurch erzählte sie mir von ihrem Kumpel zu Hause, dem Antares, und ich spitzte meine Öhrchen: Ja das muss ein Megakumpel sein, der könne nämlich auch Zugsport machen. Sie würden ihn vor ein Wägelchen spannen mit Milch drauf. - Ähm, hab ich das wohl richtig verstanden? Na, wenn`s ihm Freude macht...

Ich habe dann Shirin gesagt, (so ganz im Vertrauen), wenn sie mich da vorspannen würde, wäre die Milch sauer bis wir ankommen, weil ich nicht gerne ziehe und unterwegs immer so viele interessante Dinge sehe, die mich auch noch davon abhalten.

Shirin mit mir und meinem Rudel im Auslauf. (Merkur und Amarok fehlen auf dem Bild.)
Shirin mit mir und meinem Rudel im Auslauf. (Merkur und Amarok fehlen auf dem Bild.)

Shirin gab uns dann unser Fressen, und sie hat es sehr gut gemacht. Schaut nur, wie mein Lausebengel Yückel sie anschaut, er gehorcht ihr auf`s Wort. Puh, wenn er das bei mir nur auch immer so machen würde...

Dann haben wir Shirin noch den neuen Auslauf gezeigt. Oh es war schön, sie zwischen uns zu haben und wir beschmusten sie von allen Seiten. Es war ein genüssliches Geben und Nehmen.

Leider für uns alle kam dann aber schon bald ihr Herrchen, um sie wieder in sein Rudel zu holen. - Schade! Aber vielleicht, vielleicht im nächsten Jahr? - Oder nein, ich weiss etwas viel besseres, aber das muss ich zuerst mit meinem Frauchen besprechen. - Au ja, das wär toll...

 

Später hat dann mein Frauchen in ihrem schwarzen Kästchen gelesen, dass Shirin mit Antares bei diesem Milchwagenrennen den 3. Rang gemacht hat. Woah, sowas kann ich von mir allerdings nicht sagen. Gut gemacht, ihr beiden!!

 

 

 

Blizzard
Blizzard

19.10.2018

Woahh, meine Wenigkeit hatte heute einen ganz speziellen Termin, Fan-Termin, mit den Mädels vom Heimeli-Hof. Sie haben Frauchen gefragt, ob sie mich jetzt nicht mal vorbeibringt, zum Kuscheln, Spielen und Spazi machen.

Huii, da habe ich mich ja mächtig gefreut, ausgerechnet mich wollen sie haben. Darum habe ich mich ja vorher dann auch so richtig in Schale geworfen, durchgebürstet von Kopf bis Pfote, die Ohren sauber lecken lassen von Kumpel Amarok (machte heute wenigstens mal Sinn) und die Krallen geschnitten. Ihr lacht? Na, wenn man schon die Ehre hat,  von den Nachbar-Mädels eingeladen zu werden, dann ist es doch mehr als nur anständig wenn man sich herausputzt.

Und da sind wir denn -  sind wir nicht alle Drei ausserordentlich hübsch?
Und da sind wir denn - sind wir nicht alle Drei ausserordentlich hübsch?

Dann gings los mit dem Spazi, das war vielleicht ein Gaudi mit den Beiden. Jedes wollte mich an der Leine halten. Ich muss sagen, ich konnte es mir nicht verkneifen ein paar richtige Schlenker nach Husky-Art zu machen, oder mich mal so richtig in die Seile zu werfen, damit sie nicht etwa denken, ich sei nur ein Kuschelbärchen zum spielen. (Ach sooo, jetzt weiss ich auch, warum Frauchen mich auch noch an der langen Leine hielt; damit den beiden Süssen nichts passiert, sollte ich mich vergessen).

"Eisbär" sagen sie mir, weil sie sich meinen Namen nicht recht merken konnten, - na ja, das lass ich gelten, das tönt so richtig nach kaltem Norden, und schliesslich bin ich ja auch schneeweiss.

Gudi`s habe ich auch noch bekommen, aber da haben sie, glaub ich, doch noch ein bisschen Angst gehabt, wegen meiner grossen Schnauze. Sie kennen mich halt noch nicht so recht, wissen vielleicht noch nicht, dass es nicht unbedingt auf eine grosse Schnauze ankommt, ob man böse ist oder nicht.

Dann sind wir über das Feld runtergezockelt, zurück zu ihrem Heimeli. Sie haben nämlich auch eines, so wie wir. Und ein Gehege haben sie auch, habe ich gesehen, aber nur ganz klein, etwa 3x3m und rund, mit einem hohen Zaun ringsum. (Ob sie wohl dafür auch so viele Zettel ausfüllen mussten für die Gemeinde wie unser Frauchen?) Aber wenn sie da drin herumhüpfen spickt es sie richtiggehend in die Luft. Jesses, da würde mir schlecht, zum Glück hat Frauchen uns kein solches gemacht.

Dann kam da noch so ein Menschen-Welpchen daher und kraulte mir den Nacken. Huii, jetzt sind es schon drei Mädels, die um mich rumstehen und Fraude an mir haben. Ob es wohl noch mehr von denen hat, da oben? ---

Oh das war ein lustiger Spazi mit diesen Mädels. Ob ich wohl wieder einmal gehen darf? Ich habe mich ja sehr bemüht anständig zu sein, immer will es mir eben nicht gelingen. Ich bin halt einfach ein fröhlicher Hüpfer! Aber damit passe ich ja eigentlich richtig gut zu den Mädchen.

 

 

 

25.10.2017

Auf den Tag genau vor einem Jahr, sah unser Frauchen das Heimeli zum ersten Mal - und hat sofort gewusst, dass das unser Heimeli werden muss. Und - es wurde unser Heimeli!!!

 

25.10.2017                                           25.10.2018

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27.10.2018

14`28 Uhr

Gleich werden sie kommen, juhuiiii, gleich, gleich. Unsere Freunde Nele und Ajak mit Frauchen und Herrchen und dem "kleinen Weissen"...

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Blizzard
Blizzard

29.10.2018

Wir würden ja alle Register ziehen, hat mein Frauchen zu ihrer Freundin gesagt, und gelächelt. Weil sie ja gelächelt hat, ist es sicher was Schönes; aber - was es ist, was wir da wieder ziehen würden, dahinter bin ich nicht gekommen. Meine Ice, die schlaue Ice hat mich dann aufgeklärt. In huskysch würde das heissen, wir würden alle Leinen ziehen. Ach so, wir sollen mal Leine ziehen, verstanden!

Das lasse ich mir allerdings nicht zweimal sagen und so habe ich gleich alle zusammengetrommelt und bin mit ihnen on tour gegangen.

1.11.2018

 


Und dann kam das Highligt:

Wir pflanzten wieder eine Platane in unseren Auslauf, die uns im Sommer herrlichen Schatten geben soll, damit wir darunter Fellnessen können wenn es heiss wird.

Und unser Frauchen wünschte sich ja schon lange einen "Amber-Baum", der dann im Herbst wunderbar farbige Blätter hat. Und diesen Wunsch erfüllen wir ihr nun sehr gerne. Ob wir nun ein Loch mehr buddeln müssen, - das geht alles im gleichen Dreck, und Pfoten haben wir ja auch genügend zur Verfügung, weil Nele und Ajak da sind mit ihren Menschen, um uns zu unterstützten. Da kann also nichts schief gehen.

Beginn eines grossen Projektes; alle verfügbaren Pfoten werden gebraucht.
Beginn eines grossen Projektes; alle verfügbaren Pfoten werden gebraucht.

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Herrchen hat gesagt, das Loch müsse so tief sein, dass man mich darinnen nicht mehr sieht. Hm, passt aber noch nicht...
Herrchen hat gesagt, das Loch müsse so tief sein, dass man mich darinnen nicht mehr sieht. Hm, passt aber noch nicht...

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Ich muss ehrlich sagen, dass ich mir dieses Löcher buddeln etwas einfacher vorgestellt habe. Ich brauch jetzt eine Pause, und wenn Herrchen sein Bier halt grad hierher gestellt hat, gibt`s eben eine Bierpause. - Hoffentlich schaut Kumpel Blizzi nicht zu..
Ich muss ehrlich sagen, dass ich mir dieses Löcher buddeln etwas einfacher vorgestellt habe. Ich brauch jetzt eine Pause, und wenn Herrchen sein Bier halt grad hierher gestellt hat, gibt`s eben eine Bierpause. - Hoffentlich schaut Kumpel Blizzi nicht zu..

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Unsere beiden Frauchen verstehen sich ohne Worte, wie das bei guten Freunden so üblich ist: Unsere hat den Amberbaum gekauft, Evelyn den Sekt zum Begiessen. Schaut nur, wie die Farben zu einander passen...
Unsere beiden Frauchen verstehen sich ohne Worte, wie das bei guten Freunden so üblich ist: Unsere hat den Amberbaum gekauft, Evelyn den Sekt zum Begiessen. Schaut nur, wie die Farben zu einander passen...

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Merkur
Merkur

2.11.2018

Nebst den vielen kleinen und grossen Festen mit unserem Besuch gibt es  noch ein anderes zu feiern, sagt Herrchen: Mein Geburtstag, ich werde nämlich heute stolze 14 Jahre alt. ---

14 Jahre bin ich mit meinem Herrchen zusammen und was haben wir alles erlebt... Ein Highligth meines Lebens jedenfalls war, als ich ihm das  Schlittenfahren beibrachte. Von da an gingen wir dann zusammen an viele Schlittenhunderennen, wo wir den andern Teams, sogar grösseren, um die Ohren und auf`s Podest fuhren. Jaaa, so ein Teufelskerl war ich (sagt man). -

Es war eine tolle Zeit, immer war etwas los, immer waren wir irgendwie auf Achse. Wir waren ein eng verschweisstes Team und wurden halbe Nomaden. Meinem Herrchen ist das irgendwie hängen geblieben, das Nomadenleben, der ist auch heute noch einmal hier einmal dort und einmal irgendwo...

Seit ich aber zu meinem Frauchen kam, habe ich das Nomadentum aufgegeben. Und je älter ich werde, desto mehr freue ich mich über meinen festen Wohnsitz im Heimeli. Und hier geht es mir noch so richtig gut. Ich bin zwar etwas schwerhörig geworden, vor allem wenn ich etwas nicht hören will, und sehen tue ich auch nicht mehr grad so gut. Aber das ist`s dann auch grad, ansonsten bin ich noch ganz fidel, weiss was ich will und setze das mit meinem unwiderstehlichen Alters-Charme auch meistens durch, sagt jedenfalls mein Frauchen und lächelt dabei. Ach wie ich sie liebe, ich liebe sie so sehr, ich bin sooo glücklich, dass ich hier auf meine alten Tage noch so ein schönes Leben habe.

Auch im Zugsport bin ich ja immer noch dabei, habe noch supergute Gelenke; ich mache es halt so gerne, auch wenn es jetzt nur noch am Fahrrad ist. Als Leithund vor dem Gespann ginge es leider schon nicht mehr. Aber immerhin sind wir noch zusammen unterwegs und meine Freundin Ice begleitet mich ja immer. Und zu Hause geniesse ich dann wieder stundenlange Schläfchen im Stroh oder auf dem Sofa...

Und immer wieder kommt mein Herrchen, wir machen lange Spazi zusammen und klönen von früher, als wir noch jünger waren, als wir noch Rennen liefen....

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Ice
Ice

3.11.2018

Zum Abschluss unserer Sportwoche machten wir dann zusammen noch einen Ausflug in ein märchenhaftes Tal, direkt anschliessend an unser Revier.

Im Vorfeld hatte ich mit den dort ansässigen Kumpels via Flug-Postbote Rabe mal angefragt, ob es ihnen was ausmacht, wenn wir unseren Freunden aus dem nachbarlichen deutschen Gross-Revier einmal ihr idyllisches Tal zeigen würden, da sie solches nicht kennen. Und die waren voll einverstanden; herrlich, solche Reviernachbarn zu haben.

Das "magische" Tal
Das "magische" Tal

Unsere Freunde waren so was von fasziniert von dieser Idylle. Ich hörte sie sagen, hier müsste man wohnen dürfen.

Ou ja, da wären wir natürlich sofort mit dabei. Unsere Freunde so nah, wir müssten nur durch den Bergwald und um ein paar Kurven und wären schon hier. Ach ja, träumen darf man ---

Das Wunder "Moos"
Das Wunder "Moos"
Der Urtyp aller Kühe!
Der Urtyp aller Kühe!
Die Wurzel-Krippe
Die Wurzel-Krippe

Es ist die reine Magie, Idylle pur, diese Natur die uns hier umgibt. Sie weckt Sehnsüchte, entführt uns in eine andere Welt, lenkt unsere Sinne auf kleine und grosse Wunder. Sie lässt uns innehalten, macht uns still und dankbar.

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Dankbar waren wir auch für die wunderbare Zeit die wir miteinander hatten. Neun Kumpels, vier Menschen, eine Harmonie.

 

 

 

Merkur
Merkur

11.11.2018

Wenn ich mit Frauchen in der letzten Zeit durchs Revier unterwegs war, hielten wir immer Ausschau nach einer geeigneten Trainingsstrecke für`s Fahrrad. Es hat lange gedauert, viele Kriterien waren zu berücksichtigen, nicht zuletzt Alter und Gesundheitszustand unseres Rudel (inkl. Frauchen nämlich, ist kein Witz, das stimmt).

Aber jetzt sind wir fündig geworden, eine wunderschöne Strecke durch Feld und Wald, anfangs etwas aufwärts, wie sich`s gehört, dass es dann am Schluss, wenn die Kräfte nachlassen runterzu geht - ist doch toll.

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Noch ein anderer Aspekt tritt auch immer mehr in den Vordergrund; wichtig ist nicht mehr mit hundert Sachen auf Kaninchen komm raus durch die Gegend zu jagen. Ja liebe Fans, ihr lest richtig, das sagt ein langjähriger und sehr erfolgreicher Rennhund und ein Leithund noch dazu! Aber, und das ist des Pudels Kern -? Pudel? P u d e l??? --- Na wenn schon, dann halt Pudel, obschon das ja mit uns Husky`s in keiner Weise was zu tun hat.

Jetzt bin ich doch wegen diesem Pudel glatt vom Thema abgekommen. - Das sagt also ein Rennhund, aber eben ein Ex-Rennhund. Früher, ja früher, als ich noch mit Herrchen unterwegs war, da flitzte ja die Welt einfach als weisse Fahne an meinen Augen vorbei - heute aber will ich etwas von dieser Welt sehen, und schaut nur, was wir da unterwegs alles begegnen. Und zwischendurch gibt es ja auch immer mal eine Fotopause. Mal will Frauchen das schöne Emmental fotografieren, mal uns selber. -

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Aber eben, es können nicht mehr alle von uns eingespannt werden. Und an den Wagen schon gar nicht mehr, und das hauptsächlich wegen mir. Nicht dass ich etwas dafür könnte, aber ich höre zunehmend kaum noch was, und gut zu hören ist als Leithund im Gespann ja unerlässlich. Und, ohne den GW zu haben muss ich sagen, bin ich ja der einzige im Rudel der als Leithund etwas taugen würde. Alle andern haben zwar noch gute Ohren, aber das Gehörte umsetzten können (oder wollen) sie eben doch nicht.

Und mein Kumpel Yukon, den ich eigentlich ganz gerne neben mir im Lead hatte, kann momentan sowieso nicht eingesetzt werden; aber das ist wieder ein andere Geschichte, die er euch dann selber erzählen kann.

 

Darum war mein Frauchen eine Weile auch ziemlich traurig und wusste nicht recht wie weiter. Aber jetzt haben wir zum grossen Glück eine gute Lösung gefunden, an denen wir nun alle Spass haben. Wer noch Laufen will, kann am Fahrrad laufen, wer nicht mehr kann, macht schöne Wanderungen, und wer einfach zu faul ist - der muss ab und zu trotzdem ans Fahrrad, weil man sich nicht einfach so gehen lassen darf, sagt Frauchen. Und wo sie recht hat, hat sie recht.

 

Den Trainingswagen haben wir übrigens nicht mehr, den haben wir vier jungen Kumpels gegeben die alle noch scharf sind auf`s Rennen und Ziehen. Und zu diesen vier Kumpels gehört meinem Herrchen sein Welpenmädel und das steht nun oft auf dem Wagen und ruft Ghee und Haw und flitzt mit den Vieren durch Feld und Wald. Und das ist irgendwie ein schönes Gefühl, dass mein Wagen jetzt dort ist und wieder gebraucht und geliebt wird.

Damit schliesse ich nun meinen Bericht, leg` mich aufs Ohr und rufe mir genüsslich alte Zeiten in Erinnerung....

Die guten alten Zeiten
Die guten alten Zeiten
als Leader im 6er Gespann
als Leader im 6er Gespann
mit Kumpel Yukon im Lead
mit Kumpel Yukon im Lead

Yukon
Yukon

16.11.2018

Meine Lieben Freunde, jetzt möchte ich euch doch kurz erklären, warum ich momentan soo schrecklich aussehe, das sind nämlich nicht etwa noch Überreste von Halloween. Dieses ganze Zeug da in meinem Gesicht habe ich wegen einem Pilz, ja ihr lest richtig, wegen einem hunds- hunds???  ja doch, kann stimmen, hat was mit uns zu tun, das Wort;  also hundskommunen Pilz in meiner Nase.

Ach ihr meint jetzt so einen, so wie Frauchen kürzlich einen vom Wald mitgebracht hat?

Angefangen hat der ganze Mist schon lange, diesen Sommer schon, ich musste plötzlich immer und immer wieder niessen. Irgendetwas war in meiner langen Nase, das mich störte, kitzelte. Und ich noss und noss und noss um das blöde Ding heraus zu bringen, aber alles war umsonst. Als dann meine Nase anfing zu sabbern, gefiel es meinem Frauchen nicht mehr und sie ging mit mir zum Doc.

Aber wir haben es geschafft, dieses Cortison an den richtigen Platz zu bringen. Nur half auch das leider, leider nichts. - Jetzt würde der gute Rat aber teuer werden...

Als Frauchen mich dann eines Abends duschte und föhnte, wusste ich: Jetzt würde etwas Gröberes anstehen. Und richtig, fand ich mich anderntags in der Tierklinik vor dem Empfang wieder. Diese liebe Frau Doc kam wieder zu mir, die ich schon kannte, aber diesmal ging Frauchen dann ohne mich wieder nach Hause. Aber weil ich Frauchen unbedingt vertraue, dass sie mich nie im Stich lässt, blieb ich null Problemo dort.

Und all das Zeug, das sie rausgenommen haben während ich selig schlief haben sie mit einer ganz grossen Brille angeschaut und dann eben festgestellt, dass es so ein Pilz ist - gemeinerweise einer, der nicht mal essbar ist.

Ihr habt es sicher schon erahnt, anderntags kam dann mein Frauchen und ging mit mir einen Spazi machen; es brachte mir auch leckere Happen mit und viele liebste Schlabber von den Kumpels. Aaach, was tat mir das so gut...

Aber nun bin ich ja wieder zu Hause bei meinen Kumpels, und das ist das allerbeste! Da werden all diese Zipperlein unbedeutend. Meine Kumpels und mein Frauchen, mehr brauche ich nicht. Die schauen auf jeden Fall, dass es mir an nichts fehlt. - Nur dieser blöde Pilz, der möge jetzt bitte ab sofort wieder im Wald wachsen wo er hingehört und nicht mehr in meiner Nase!!!

Neinnein, mit dem Ding hat mein Pilz nichts gemeinsam. Ausser vielleicht, dass dieser da im Boden so feine Fäden bildet, die überall hinwachsen und meiner hat das scheins auch gemacht, in meiner Nase herum bis in den Knochen hinein. Schlussendlich war aber genau das das blöde an der Sache, es wurde nämlich immer grösser und zuletzt bekam ich fast keine Luft mehr.

Zuerst bekam ich anti-irgendwas, doch das half nichts, klar, weil ja niemand von diesem doofen Pilz wusste. Dann musste ich zu einem andern Doc, der in meine Nase hineinschauen wollte und sie durchspülen. Ich musste trotz allem lächeln auf den Fangzähnen - in meine Nase hineinschauen, wie wollte er das wohl anstellen? Und ich zeigte ihm die lange Nase, buchstäblich. -

Dann hiess es: inhalieren. Hm,  da lächelte nun allerdings mein Frauchen.

Ich weiss noch, dass ich dann einen wunderschönen Traum hatte, aus welchem aber bald Wirklichkeit wurde. Meine kleine Freundin Lina stand neben mir und streichelte mich ganz sanft. Oh liebes Mädel, du kommst zu mir? Hierher? Das werde ich dir niiiiie vergessen, du bekommst ab sofort in meinem Herzen den Ehrenplatz!!!

Fünf Tage musste ich dort bleiben, und jeden Tag haben die Doc`s etwas mit mir angestellt, Medi`s in die Schnauze, Picks in den A..., zweimal bin ich urplötzlich eingeschlafen und als ich erwachte, konnte ich besser atmen usw.

Aber ich spürte, ich müsste noch einmal hier schlafen, es war noch nicht aller Tage Abend. Was soll`s, dachte ich mir, einen Tag mehr macht den Knochen auch nicht grösser, und Frauchen holt mich auf jeden Fall, das ist so sicher wie das Heulen in dem Iglu.

Das Schlimmste an allem war eigentlich dieser komische Lampen schirm, den ich immer um den Hals hatte. Sonst hätte ich mir nämlich schon ab und zu so richtig gehörig über die Nase gerieben, aber so...


19.11.2018,  und ich habe heute Burzeltag, werde 8 Jahre alt!

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Juni 2019

 

Der Hund

ist das einzige Wesen

auf Erden,

das dich mehr liebt

als sich selbst.

 

                   Josh Billings