Borea
Borea

                                    25.12.2016

Weihnachten soll es laut Papier heute sein, 

doch eher zieht sogleich der Frühling ein.

-

Denn was heute uns die Natur beschert,

ist laut Kalender ganz verkehrt.

Schnee müsste es haben und kalt sollt`es sein,

Doch eine lauwarme Föhnfront zieht über uns herein.

 

Eine Biene! Woher mag die denn noch kommen?

Aber sie will sich noch in der Wärme sonnen.

 

 Also, was sollen wir machen, wir geniessen den Tag,

und können nur hoffen, dass Silvester uns Schnee bringen mag.

Bilder-Galerie

Merkur
Merkur

14.12.2016

Und weiter geht meine/unsere Erfolgsgeschichte, es geht noch einmal um meinen Kumpel Yukon und mich.

Kumpel Yukon (vorne, Foto N. Zarbo)
Kumpel Yukon (vorne, Foto N. Zarbo)
Meine Wenigkeit
Meine Wenigkeit

Frauchen wollte es natürlich nun genau wissen, und das wusste ich, und kann es auch verstehn.

Beim heutigen Wagentraining hörte ich sie mit Nicole reden und Yukon`s und mein Name fielen im gleichen Atemzug ---. Und als ich dann Lein-out stand und neben mir eine Bewegung wahrnahm, drehte ich nur halb den Kopf; "ah, du bist es, kein Problem..." und schon war Yukon neben mir eingespannt. Frauchen blieb, wie sie meinte, vorsichtshalber noch bei uns stehen, aber das hätte sie nicht tun müssen, denn ich war wie verwandelt. Derweilen spannte Nicole den Rest der Kollegen ein.

Und die ganze Zeit über blieb ich ruhig, nur einmal grumelte ich, aber ganz leise, und so dass Yukon merkte, dass es nicht ihn anging. Eagle hinter mir biss wieder in die Zugleine und zog sie rückwärts, das ist sein "Furz" vor dem Starten, und das mag ich gar nicht, wenn ich gezogen werde, und dann noch in die falsche Richtung. Das ist grad doppelt verkehrt; ich werde gezogen, und dann noch rückwärts, wenn das einen Schlittenhund-Profi wie mich nicht ärgert...

Das Training war dann einfach herrlich, wirklich, es stimmte alles: Dass Yukon neben mir rannte, dass im Wheel der Pensionskumpel Jeday mit Chefin Ice eingespannt war, dass es so angenehm kalt war, selbst dass es wunderbaren Rauhreif an den Bäumen und Tannen hatte und das Training auch so noch verzauberte...

Es ging uns so leicht von den Pfoten heute, mal gee, mal haw, mal bergauf mal runter. Und dieser Yukon, der machte das super, er lief so gut neben mir her, so mühelos, hatte ich das Gefühl. Auch hörte er ziemlich gut auf die Kommandos, so dass ich den Verdacht hegte, dass er nicht zum ersten Mal im Lead war. Auf jeden Fall waren wir, wie man so sagt, ein richtig tolles Gespann. Vor ein paar Tagen noch, als Frauchen Herrchen erzählte, wie das am Fahrrad geklappt hat, und was sie nun als nächstes vor habe, hat dieser gemeint, man solle es abwarten, wie ich mich verhalte, wenn der Druck von hinten komme.

Also ich muss schon sagen, ich verspürte heute keinerlei Druck, weder von vorne, noch von hinten! Was ich aber sehr wohl spürte, war unbändige Freude, dass es so toll gelaufen ist mit Yukon, dass mein Gepöbel vor dem Start Schnee von gestern ist, wie die Menschen sagen. Witzig, dabei hat es gestern doch gar nicht geschneit, bei uns jedenfalls nicht.

Sei`s drum, gestriger Schnee hin oder her, Frauchen hat nun ab sofort ein neues, gut funktionierendes Leader-Paar. - Und das, ist nicht Schnee von gestern, das ist ewiger Schnee, der bleibt!

Und jetzt bin ich schon gespannt auf das nächste Training; ob Frauchen mir auch wieder Yukon zur Seite stellt?

Merkur
Merkur

13.12.2016

Bei den Menschen gibt es den Spruch:"Selbstruhm stinkt". Dann müsste ich jetzt meine Geschichte sofort abbrechen. Da ich aber ein Husky bin, scher ich mich nicht darum und erzähle euch, warum ich sehr stolz bin.

Jaaa, das bin ich, und Frauchen gleich mit dazu. Letztes Jahr noch hat Frauchen mit mir exerziert, weil ich die (damals meinten wir alle), unüberwindbare Angewohnheit hatte, an meinem Leadnachbar den Stress, den ich beim Einspannen immer habe, mehr oder weniger unhöflich abzulassen. Und einen Rüden duldete ich schon gar nicht neben mir, habe ich noch nie zugelassen.

Hingegen merkte Frauchen dieses Jahr über sehr wohl auch, dass ich Kumpel Yukon immer mehr mochte. Er ist ein so gutmütiger, ruhiger Kerl, der eigentlich keine Dummheiten macht, nicht frech ist und von unserer Chefin oft zu Unrecht abgekanzelt wird, wie mir scheint. Und so habe ich meine Individualdistanz ihm gegenüber langsam immer etwas verringert, und siehe da, er mochte es auch.

Und weil Frauchen uns ja immer beobachtet, hat sie dies alles auch bemerkt und natürlich den Faden sogleich weitergesponnen.

Sie wollte mich ja schon länger mit einem Ebenbürtigen ins Lead einspannen, nur eben... Und so nahm sie uns beide also heute aus dem Gehege, zog uns Halsband und Zuggeschirr an, nahm uns an die Leine und stellte uns neben das Fahrrad. Und das alles machte sie so ruhig, mit einer solch gelassenen Souveränität, voller spürbarem Vertrauen in mich, dass ich nicht anders konnte, als es ihr einfach gleich zu tun.

Während sie uns einklickte, und sich dann auf das Fahrrad setzte, warteten wir daneben ganz ruhig, gemäss ihrem Befehl. Und dann ging es los, im gestrecktem Galopp durch Feld und Wald.

Nun, werdet ihr denken, das alles ist ja an sich wirklich nichts, worüber man jetzt noch eine Geschichte schreiben müsste. Und doch, denn --- ich, der ich sonst immer ganz auf hundert war und fast überschnappte bis es endlich losging, und schon gar nicht einen Rüden neben mir duldete, ich wartete da neben meine Kumpel Yukon bis Frauchen das Kommando gab zum starten, als wären wir zwei seit Jahren Leadpartner.

Und dann ging die Post ab, mit uns zwei, eben die Huskypost, und es war so toll, und wir waren soo megaschön im Gleichschritt unterwegs, und so schnell, und so nahe nebeneinander, dass es einfach nur Spass machte.

Und Frauchen da oben auf ihrem Fahrrad heulte und jauchzte ob all der tollen Fahrt und rühmte uns, spornte uns an und sagte uns die tollsten Kosenamen und freute sich unbändig.

Eigentlich wollte sie keine Fotos machen, weil sie sich nicht traute bei dem Tempo, aber sie konnte es nicht lassen. "Das glaubt uns sonst niemand, Merkur, ich muss ein Foto machen"; darum auch das erste Bild von Yukon und mir nur im Stillstand. Dann zogen wir weiter, und Frauchen wurde immer verwegener, und machte nun doch auch Bilder während dem rennen. Mich machte das noch stolzer, als ich eh schon war; denn so zeigte mir Frauchen, dass sie mir einfach hundert Prozent vertraute. Und ich sage euch, ich habe dieses Vertrauen nicht missbraucht, nicht enttäuscht, wäre mir im Traum nie in den Sinn gekommen.

 So, und deshalb bin ich sooo stolz auf mich, dass mir das gelungen ist, dass ich nicht mehr blöd "herumgrösselen" muss vor dem Start. Und Frauchen, du hast mir dabei geholfen, das zu lernen, und weil wir uns gegenseitig voll vertrauen, darum hat es auch funktioniert. Wauuuuuuuh, das ist so schön.......

Yukon
Yukon

5.12.2016

Wir fünf ehemalige Nothilfe-Felle waren mit Frauchen am Wochenende wieder einmal in der Auffangstation in Gauselfingen.

Die machten dort einen Weihnachtsmarkt und wollten uns gerne für einen Spaziergang mit im Programm haben.

Die Nothilfe Polarhunde Freudenstadt rüstet sich zum Weihnachtsmarkt
Die Nothilfe Polarhunde Freudenstadt rüstet sich zum Weihnachtsmarkt

Und wie jedes mal war es eine grosse Sache, dort in diese riesige Halle hinein zu kommen, und zu sehen, was unterdessen wieder alles hergerichtet und aufgebaut worden war von den nimmermüden "Verehrungs-Amtlichen", (oder wie man die nennt). Wunderschön haben diese Menschen die Halle dekoriert, alles mögliche von uns, über uns und für uns ausgestellt, das man anschauen oder kaufen konnte.

Unser Wohnauto
Unser Wohnauto
Mr. Hank`s Wachposten
Mr. Hank`s Wachposten
Die festlich geschmückte Halle
Die festlich geschmückte Halle
Glühwein und...
Glühwein und...
Der Glanz von Hexe`s Hütte
Der Glanz von Hexe`s Hütte
Gulaschsuppe vom Feuer
Gulaschsuppe vom Feuer

Draussen vor dem Eingang dampfte eine herrliche Gulaschsuppe über dem Feuer vor sich hin und verströmte einen Duft, dass nicht nur unsereins Mühe hatte daran vorbei zu gehen, --- ach so, für die Menschen war sie ja gedacht, die sollten also gar nicht daran vorbei gehen... Und richtig, gegen Nachmitttag war dann der Riesenpott auch sozusagen leergefressen.

In Hexen`s Hütte lag Hank hinter der Scheibe, und passte von seinem warmen Nest aus auf, dass da draussen alles seine Richtigkeit hatte. Und Frauchen wusste natürlich längst, was da in der heimeligen Hütte zu finden sei. Ach sooo, deshalb also nahm sie das grosse Plateau mit von zu Hause, wegen den --- Kuchen, den echten, leckeren, deutschen Kuchen! Tststs, unser Frauchen!

Frauchen sah dann auch viele bekannte Gesichter und blieb hie und da stehen zum Plaudern, oder lernte Neue kennen, wie zum Beispiel den Ortsvorsteher von Gauselfingen, Hr. Kanz, dem ja meine Kumpels hier unter anderem zu verdanken haben, dass die Station hier überhaupt entstehen konnte.

Frauchens Traum in Bisquit , Schokolade, Quark und ...
Frauchens Traum in Bisquit , Schokolade, Quark und ...
Alte und neue Kumpel
Alte und neue Kumpel
Schöne Weihnachts-Geschenke von Fr. Dietel
Schöne Weihnachts-Geschenke von Fr. Dietel
Moni Schwartze`s Schiba`s
Moni Schwartze`s Schiba`s
Ortsvorsther Hr. Kanz mit Iris Wein von der Nothilfe
Ortsvorsther Hr. Kanz mit Iris Wein von der Nothilfe
Ur-Oldie-Kumpel Oskar
Ur-Oldie-Kumpel Oskar

Und wir sahen natürlich nicht minder viele bekannte Pfoten, und blieben da und dort für einen Wau stehen.

Auch unseren Ur-Oldie-Kumpel Oski ( gute 15 Jahre alt) haben wir besucht, er habe nun praktisch keine Beisserchen mehr, hat er uns erzählt, aber er belasse es gerne dabei, das weiche Futter das er hier bekomme sei ja wunderbar. Und sehen tut er auch so gut wie nichts mehr, der arme kleine Kerl. Aber er trägt es mit Würde, muss ich sagen, und ist recht vergnügt dabei. Auch ihm wurde sein Herzenswunsch erfüllt: Er wird nicht mehr weitervermittelt, muss also nicht mehr umziehen, wieder alles von neuem lernen, wo er doch fast blind ist, nein, er darf in der Station bleiben, wo er sich mittlerweile gut zurechtfindet, alles hat was er kennt und braucht und immer wieder viele, viele liebe Hände die ihn streicheln und kraulen. Und dieses Plätzchen wollte, und muss er auch nicht wieder aufgeben. Zum Glück für dich, du süsser, alter Kumpel!

Jung und Alt beim Husky-Spazi
Jung und Alt beim Husky-Spazi
Husky-Tassen für unsere DH`s
Husky-Tassen für unsere DH`s
Dog-Zeitung für Merkur
Dog-Zeitung für Merkur

Der Spaziergang war wunderschön, wir nahmen alte und neue Kumpels mit und deren Menschen, zogen sie durch einen herrlichen, kalten aber sonnigen Wintertag, waulten und heulten viel, zeigten einander was wir alles können und liessen unsere Herrchen und Frauchen über uns klönen. Amüsant, sage ich euch...

Zum Schluss ging`s dann noch an`s Einkaufen, macht man ja scheins so, auf einem Markt, hat Frauchen gesagt. Sie natürlich Berge von besagten Kuchen --- wir schöne Tassen zum 20 jährigen Bestehen von uns, ähm nein, von unserer Station natürlich. Die wollen wir unseren lieben Doghändlern schenken. Dann ein Highligth für Kumpel Merkur: eine Dog-Zeitung, in welcher er abgebildet worden ist. Die bekamen wir allerdings geschenkt, als Dank an Merkur, weil er sein Bild dafür zur Veröffentlichung frei gegeben hatte.

Ist doch eine nette Geste, oder! Ich meine, dass er nun  so eine Zeitung hat, kann schliesslich nicht jeder von sich sagen.

So fuhren wir denn Sonntags wieder zurück in die Schweiz, reich an Erinnerungen, schönen Erlebnissen, lieben Begegnungen, freundschaftlichem Austausch, (hihih und reich auch an Kuchen, gell Frauchen).

 

Ähm Yukon, du Schlitzohr, jetzt reicht es aber, gell!

 

Ja Frauchen, ich sag ja nichts mehr, aber weisst du, hätte es so viele verschiedene, leckere Knochen gehabt für unsereins, dann hätten wir es ja auch so gemacht wie du, also musst du dich nicht genieren.

Unsere leeren Plätze
Unsere leeren Plätze
Chefin Ice in Position
Chefin Ice in Position
Kuscheln in der warmen Stube
Kuscheln in der warmen Stube

Obige drei Fotos Nicole Zarbo, Doghändlerin

Die zu Hause hätten es scheins auch schön gehabt, erzählte mir Blizzard. Glaub ich zum ersten Mal, wenn ich das Foto betrachte. Herumturnen und albern mit Doghändlerin  Noemi, wem würde das nicht gefallen.

Ha und die Chefin, an wem zickte sie wohl rum, wenn ich nicht dort war? - Das wollte mir allerdings keiner verraten. Auch egal, ich jedenfalls fand dieses Weekend sehr erholsam und unbeschwert, Insider wissen schon warum...

1. Dezember morgens um 7`00, eiskalt, aber wunderschön!

Bilder-Galerie

August 2019

 

Geniessen

und geniessen lassen,

ohne sich

noch sonst jemandem

zu schaden - das ist

die ganze Moral.

 

                Nicolas Chamfort