Rainey
Rainey

3.9.2016

Frauchen richtet unser Reisemobil ein, ist am Hämmern und Schrauben. Ich hab mich dann ganz leise auch hinein geschlichen, um mich da mal umzusehen.

Schliesslich sind wir ja  schon bald einmal damit unterwegs und dann will ich Bescheid wissen.

Yukon
Yukon

9.9.2016

Es gibt ja viele Menschen die erhalten sogenannte "Fan-Post", manche erhalten auch "dicke Post".

Ich erhielt nun aber weder das eine noch das andere, mein Fan kam höchstpersönlich zu mir.

Er nahm auch gleich noch sein Mädel mit, das natürlich Fan von ihm selber ist, ist ja klar. Wir haben zusammen einen Fan-Lauf gemacht und ich hab dabei natürlich Reto an der Leine gehabt. Auch Nicole kam mit, und natürlich Frauchen, die wollte mich nicht mal mit meinem Fan alleine gehen lassen, dabei hätte der mir sicher nichts gemacht. Aber sicher ist sicher, im Zeitalter von Hooligans und Terror und so... Es gibt halt auch Fan`s , die sich dann nicht zu benehmen wissen.


Aber nicht mein Reto, der ist sowas von lieb, der hat sogar Jogging gemacht mit mir.

Wieder zu Hause habe ich ihm dann mein ganzes Gehege gezeigt, hab mit ihm gespielt und geklönt; der ist ja hin und weg von mir, als wär ich ein Shakiri oder so, wauh, woah!

Aber alles Schöne geht ja mal vorbei und als er und sein Fanlein - ähm nein sorry, Schätzlein, dann wieder gehen mussten, wollte er von mir natürlich noch ein Pfotogramm, was ich ihm doch sehr gerne gegeben habe.

Borea
Borea

19.9.2016

Heute hatten wir wieder eine ganz spezielle Aufgabe zu erfüllen, die ein Menschen-Rüde mit unserem Frauchen zusammen extra für uns ausgesucht hatte.

Es kamen 12 "Teenager" ??? - zu uns, mit denen wir einen Postenlauf machen sollten.

"Tee-nager", -- hm also was Nager sind, das wissen wir natürlich, das ist etwas zum Jagen. Ich konnte mir aber nicht vorstellen, wie das funktionieren sollte, mit denen einen Postenlauf zu machen. Dieses "Tee-" vorne dran, musste es wohl sein, was es ausmachte, des Rätsels Lösung sozusagen.

Besprechung mit den TeeNagern
Besprechung mit den TeeNagern
Gruppe 2 unterwegs
Gruppe 2 unterwegs
Gruppe 1
Gruppe 1

Und dann kamen sie, diese 12 "Teenager", und ich war bass erstaunt: Ach sooo, das war ein Haufen Jährlinge, wie unsereins sagt, solche Junge, die noch nicht ganz ausgewachsen, aber schon überzeugt sind, dass eben die ganze Welt ihnen gehöre.

Ok gut, bei den Menschen sind das also Teenager`s, Teenie`s.

Gruppe 4 mit Lehrer Wagner und mir
Gruppe 4 mit Lehrer Wagner und mir

Wie dann dieser Postenlauf von statten ging, ist aber eine längere Geschichte. Darum liebe Leser, verweise ich euch auf die Rubrik "Reportagen", wo ihr dann den ganzen Bericht werdet lesen können. Und dabei wünschen wir euch viel Spass, denn wir hatten ihn auch...

Snow
Snow

20.9.2016

Hallo liebe Fan`s, liebe Leser, liebe Freunde, ich bin heute 14 Jahre alt geworden.

Da staunt ihr, was. Schon so alt und seh noch so gut aus, sagt jedenfalls Frauchen. Nur die doofen Löcher im Fell, die gefallen ihm jeweils nicht so; aber dieses Thema lassen wir heute weg...

Ach mein Frauchen verwöhnte mich nach Strich und Faden, und meinen lieben Kumpel Chenook gleich mit dazu, der nämlich im Juni auch 14 geworden ist.

lange schlafen
lange schlafen
Frühstück im Bett
Frühstück im Bett
noch im Haus bei Frauchen bleiben
noch im Haus bei Frauchen bleiben

Bilder-Galerie

Zu dritt machten wir eine wunderschöne Wanderung, gemächlich, unserem Alter und unserer Würde entsprechend, alles schön der Nase nach.

Zwischen durch gönnten wir uns immer mal wieder eine Pause, klönten etwas mit Frauchen, sahen uns etwas an oder nahmen einen Happen... Eine richtig schöne und gelungene Oldie-Tour.

Ich konnte es aber nicht verhindern, dass mir immer mal wieder der Gedanke durch den Kopf ging, wie das wohl im Winter werde, ob Frauchen uns dann auch wieder einspannt --- ja das möchte ich doch sehr hoffen, Frauchen gell! Wir sind jetzt zwar 14 jährig, aber wir gehören noch nicht zum alten Eisen, nur damit das klar ist!

Die Vorspeise unseres Drei-Gang-Menues
Die Vorspeise unseres Drei-Gang-Menues
Leckerer Haupgang mit viel Auswahl
Leckerer Haupgang mit viel Auswahl
Und zum Nachtisch viele, feine Gudi`s
Und zum Nachtisch viele, feine Gudi`s

Hmm, das war echt gut!
Hmm, das war echt gut!
Nach dem Essen sollst du ruhn, zwei/drei Stunden gar nichts tun.
Nach dem Essen sollst du ruhn, zwei/drei Stunden gar nichts tun.

Merkur
Merkur

1.10.2016

Herbstzeit, Trainingszeit - sollte man meinen. Aber erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Für mich gibt es, ach du Scheisse, vorläufig kein Training, für 6-8 Wochen!!!

Könnt ihr euch vorstellen was das für mich heisst?? Schonen soll ich mich?! Ihr mögt dieses Wort kennen, aus eurem Leben, ich weiss nicht was das heisst. Aber das soll Frauchen mir nun scheins beibringen.

Ich habe einen Muskelriss an der rechten Schulter. Frauchen und ich waren bei der Frau Doktorin und die hat das gesagt. Ob sie wohl recht hat? An diesem Tag auf jeden Fall, da hatte ich furchtbare Schmerzen, ich konnte weder richtig gehen, noch stehen, noch hüpfen, geschweige denn mich hinlegen; nichts konnte ich tun ohne mega Schmerzen zu haben.

Seither bekomme ich von Frauchen kleine braune Pseudo-Gudi, und alles ist wieder gut - denkt man, oder jedenfalls ich, weil ich keine Schmerzen mehr habe. Und jetzt möchte ich wieder rennen und mich bewegen. Aber jetzt soll ich mich s c h o n e n, krrr, das halt ich ja im Kopf nicht aus. Nicht mal auf eine lange Gassirunde soll ich gehen dürfen? Weiss diese Frau Doc was und wer ich bin? Ein Vollblutschlittenhund, und Frauchens Leithund noch dazu, und jetzt ist es Trainingszeit?!

Nun, Frauchen hat mir das alles nun genau erklärt, jetzt bin ich zwar noch etwas schlauer als ich es eh schon bin, aber nützen tut es mir auch nichts, und Frauchen und meinen Kumpels übrigens auch nicht. Denn jetzt hat Frauchen ein Problem mit der Teamzusammenstellung im Gespann.

Meine Freundin Skeena und Snow sind zwar auch Leithunde und super noch dazu, aber sie sind halt eben leider schon 14 Jahre alt, und rennen ja nur noch im Oldie-Team, wenn heuer überhaupt noch. Das muss Frauchen zuerst noch anschauen.

Dann wäre da nur Eagle für das A-Team, der auch als Leithund eingespannt werden kann, aber die andern Bengels und auch Arizona sind ihm körperlich einfach zu stark, wenn sie dann ihren Kopf durchsetzen wollen. Und das kann Frauchen nicht gebrauchen.


Aber ein Vorteil hat das Ganze: Ich kann jetzt sehr viel bei Frauchen sein, und meine kleine Skeena natürlich gleich mit. Und ich verspüre jeden Tag eine engere Beziehung, meine Liebe zu Frauchen wächst und wächst, ich beginne sogar mit ihr zu spielen, ich beknabbere sie und mein Vertrauen in sie ist schon sehr gross. Gestern habe ich mich für eine kurze Zeit sogar so weit vergessen und entspannt, dass ich mich fast ganz auf den Rücken gelegt habe und ihr meinen Bauch hingehalten, zum Kraulen. Und als mir bewusst wurde, was ich da eigentlich tue, wie ich mich da völlig ausliefere, bin ich nicht etwa erschreckt aufgestanden und weggegangen, nein.

Ich bin genau so liegen geblieben und  dieses für mich ganz neue Gefühl  war so schön, so liebevoll, so wohltuend, dass ich es einfach genoss...

Ihr seht, liebe Menschen, ich muss zwar etwas Tolles entbehren in nächster Zeit, habe dafür aber etwas umso Wertvolleres gefunden und erhalten.


Frauchen hat mit uns auch noch eine schöne Reise gemacht, damit wir doch auch noch etwas erleben konnten und nahm dazu auch unsere liebe Nicole mit. Das war ein sehr schöner Tag, wir haben andere Kumpel gesehen und gerochen und echten deutschen Kuchen gegessen.

So lässt sich das schon ein paar Tage machen mit diesem "Schonen", aber 6-8 Wochen? Ja nu, mal sehen, vielleicht lassen sich diese Wochen ja ein bisschen abkürzen...

Rainey
Rainey

4.10.2016

Erstes Training, am Fahrrad, nur kurz und mehr für Frauchen, um uns zu testen wie wir heuer so drauf sind, mit dem Rennen.

Die Bilanz fällt leider nicht sehr erfreulich aus. Es gibt da massive Veränderungen gegenüber letztem Jahr. Letztes Jahr war ja unser Leithund Zeus  nicht mehr dabei, weil wir ihm über die Regenbogenbrücke helfen mussten, als er nach einem Infarkt unwiderruflich querschnittgelähmt war.

Dieses Jahr nun beklagen wir den definitiven Ausfall von unserem Leithund Snow!!! Frauchen kann ihn nicht mehr einspannen, da er etwas am rechten Bein hat, das dort nicht hingehört, und ihm jetzt beim Rennen Schmerzen macht und er dann humpeln muss.

Ach Kumpel, warum ausgerechnet du, Rennen und Ziehen, das war deine Passion, und jetzt das! Darum hat Frauchen mit ihm nur eine ganz kurze Tour gemacht um zu schauen, wie es geht. Dabei hat sie all dies beobachtet und so ist nun unser alter Leader Snow in den Ruhestand getreten.

Ja, einerseits macht uns dies traurig, anderseits ist er sechs lange Jahre für Frauchen gerannt, und hat perfekt seine Kommandos umgesetzt --- da gönnen wir ihm jetzt die Ruhe von ganzem Herzen.

Bilder-Galerie

Und dann fehlt uns eben noch der dritte Leithund im Gespann, Kumpel Merkur mit seinem Muskelriss. Das schaut zwar ziemlich besser aus als vor einer Woche und der Doc meinte, vielleicht sei es sogar besser, ihn gemächlich etwas "träberlen" zu lassen, als dass er am Steak-Out herumhopst wie wild.

Er ist ja ein sehr lieber Kerl, dieser Doc, ich kenne ihn schon viele Jahre, aber "träberlen" und Merkur, tststs. Genau so gut könnte man dem Doc sagen, er solle mal in nächster Zeit etwas weniger atmen...

Da ist also momentan etwas der Wurm drin, bei der huskypost, wie die Menschen sagen.

Aber nichts desto trotz machen wir nun morgen ein Wagentraining; da fällt mir gerade ein, dann ist ja noch jemand, der ausfällt - meine Wenigkeit, da ich ja bekannter weise nur am Fahrrad ziehe. Ich weiss, ihr denkt jetzt sicher, nun könnte ich aber wirklich über den eigenen Schatten springen und auch mitziehen. Nun, das geht eben nicht, - und damit ist das Thema erledigt, für mich jedenfalls.

Und man soll ja den Tag nicht vor dem nächsten rühmen, oder wie das heisst. Also warten wir`s ab, was das morgige Training bringt...

Merkur
Merkur
Snow
Snow

6.10.2016

Hallo miteinander, ich melde mich noch einmal zu Wort wegen diesem Thema "Training", und mein Kumpel Snow gleich mit dazu.

Frauchen, die es ja nur gut mit uns meint, hat ja  Trainingsende für Snow, bzw. -unterbruch für mich  verordnet. Aber wir zwei altgedienten Leithunde konnten uns mit dieser Verordnung einfach nicht abfinden.

Da taten wir uns letzte Nacht zusammen, als alles schlief und besprachen  diese, für uns essentielle, Angelegenheit. Am Ende waren wir uns einig, Frauchen einen dicken Strich durch die Rechnung zu machen, denn wie sagen die Menschen so schön: Frauchen hat die Rechnung ohne den Hund gemacht. (oder so ähnlich)

Heute morgen, als unsere Doghändler uns am Trainingsplatz aus dem Auto nahmen, zwinkerten wir uns deshalb noch einmal kurz zu, und was da zwischen unseren schönen braunen und blauen Augen hin und her ging, bedurfte keiner Worte mehr.

Ziel erreicht, ich bin eingespannt!
Ziel erreicht, ich bin eingespannt!
Nicht mal Fliegen ist schöner! (Foto Noemi Z.)
Nicht mal Fliegen ist schöner! (Foto Noemi Z.)
Welch herrlicher Trail! (Foto Noemi Z.)
Welch herrlicher Trail! (Foto Noemi Z.)

Frauchen, Nicole und Noemi bauten also das Steak-Out in altgewohnter Weise auf, während wir mit den andern im Chor um die Wette heulten, so ganz normal halt. Zwischendurch befahl ich dem Rudel allerdings Ruhe, damit ich hören konnte, was die drei Oberhündinnen miteinander sprachen. Snow und ich nickten uns ab und an mal zu, völlig unbemerkt von den andern.

Als Frauchen dann anfing, die Zuggeschirre bereit zu machen, für das A-Team, (in dem ich ja immer als Leader dabei gewesen war), begann ich nun also meine Episode.

Mir geht`s wunderbar!
Mir geht`s wunderbar!
Oldie`s Skeena und Chenook am Scooter
Oldie`s Skeena und Chenook am Scooter
Müde und zufrieden
Müde und zufrieden

Leute, ihr wisst ja, zu was ich am Wagen oder Schlitten fähig bin. Zu was ich aber fähig bin, wenn ich mit ansehen oder -anhören soll, wenn die andern ohne mich starten, das habt ihr bis jetzt nicht gewusst. (Und ich, ehrlich gesagt auch nicht). Ich will nicht näher drauf eingehen, das würde zu weit führen, aber ich zog eine Show ab, die Frauchen und den beiden Doghändlern das Blut in den Adern gefrieren liess. Die drei starrten mich an, als wäre ich durchgeknallt. Und genau so tat ich...

Aber  da löste Frauchen sich aus ihrer Starre, packte mein Zuggeschirr, und während sie mir dieses anzog, hörte ich mit grosser Freude, wie sie sagte: "Egal, lieber gebe ich ihm genug Schmerztabletten und er kann rennen, als er kann sich schonen und wird dabei zum Psycho!" Haa, wie war mir das Musik in meinen Ohren, und ich half vorbildlich mit bei Anschirren und Einspannen.

Bis im letzten Jahr musste ich ja beim Einspannen vor lauter Adrenalin meinem Gespann-Nachbar immer kurz eins auswischen, doch jetzt hatte ich das überhaupt nicht mehr nötig. Und sowieso war Ice neben mir, die kleine Feine. ---

Waaauhhh, so bin ich also doch zu meinem Training gekommen, und Frauchen scheinbar  zur Einsicht, wie sie mit uns  Leithunden in dieser Beziehung umzugehen hat. Wenn das mal nichts ist...

Chefin Ice nach dem Lauf
Chefin Ice nach dem Lauf
Rainey nach dem Training am Fahrrad
Rainey nach dem Training am Fahrrad
Nun ist auch Blizzi ruhig
Nun ist auch Blizzi ruhig

Die Geschichte mit Kumpel Snow spielte sich dann genau gleich ab, ihr erahnt es natürlich, liebe Leser. Und noch wenn ich dies hier schreibe, muss ich auf den Reisszähnen lachen, wie wir es tatsächlich fertig gebracht haben, unser ach soo liebes Frauchen um die Pfoten zu wickeln....

Snow gab alles was er in petto hat, damit Frauchen zu der Überzeugung kam, ihm schnellstens sein Geschirr anzuziehen, bevor er sich am Steak-Out mehr verletzt, als dies bei einem Oldie-Trab möglich wäre. Wauuuh, auch Snow hatte Erfolg mit seiner Show. Frauchen sagte schein`s zu den Doghändlern, sie werde ihm jeweils am morgen vor dem Training ein Medikament geben, und dann schauen, wie Snow sich am Steak-Out entscheide. Und sie habe keine Angst, dass sie seine Entscheidung falsch interpretieren könnte.

 

Ach Frauchen, wir lieben dich!!!

Grosi Skeena, knallfit nach dem Lauf
Grosi Skeena, knallfit nach dem Lauf
Snow, müde aber glücklich (Foto Nicole Z.)
Snow, müde aber glücklich (Foto Nicole Z.)

Und so kamen denn alle, die wollten, zu ihrem Training. Gesagt muss auch noch werden, dass meine alte Freundin Skeena und Old-Schnuk, die ja beide auch 14 Jahre alt sind, ihre Runde auch wunderbar gemeistert haben. Die erste Hälfte im Alleingang, den Rest mit Frauchen und Noemi zusammen...

Ich liebe euch auch, meine Hunde! Ihr tut alles für mich - es liegt an mir, jedes mal wieder neu heraus zu finden, was diesmal besser ist für euch:

 

Entweder physisch geschont zu werden und dabei psychisch schlapp zu machen, vor lauter Mitsehen und -hören müssen, wie eure Kollegen starten und rennen können.

Oder eine vertretbare, medikamentöse Unterstützung, dafür tun können was das Huskyherz begehrt; nämlich mit den Kumpels eingespannt werden, starten  und rennen können... auch wenn es nur noch ein Kilometer sein sollte.

Und so lange ihr mir am Steak-Out zeigt dass ihr mit wollt, es muss ja nicht immer so vehement sein wie heute, werde ich euch auch einspannen. Denn das ist für euch Lebensqualität, das macht euch glücklich.

 

Ich kenne euch Beiden:

Vielleicht etwas Schmerzen zu haben beim rennen, damit könnt ihr umgehen, den Schmerz zu haben, nicht mehr mit den andern mitrennen zu können, das würde euch umbringen!

Amarok
Amarok

9.10.2016

Da gibt es also einen neuen Jungspund in unserem Rudel; er kann ja nichts dafür, aber er ist so wild, so unstet, immer am herumhopsen und -albern, kann sich nicht lange mit derselben Sache beschäftigen, total hyperaktiv.

Und jetzt erzählt euch Frauchen, warum das so ist und wie alles kam. Er ist nämlich, wie Frauchen jeweils sagt, auch so ein Tierschutz-Kerlchen.

Jeday, der neue Zeitweise-Kumpel
Jeday, der neue Zeitweise-Kumpel

Der junge, lebenshungrige  Bengel heisst Jeday, (sprich "Schedai"). Jeday lebte bis vor gar nicht langer Zeit in Litauen, bei Menschen die nicht wussten was sie mit ihm anfangen sollten, und demnach auch nichts mit ihm taten. So lebte er Tag für Tag angebunden an einem etwa 2 m kurzen Strick, im Korridor eines Hauses mit mehreren Mietwohnungen.

Er bekam kaum menschliche Zuwendung, hatte keinen Sozialkontakt mit Artgenossen, wurde nicht zum Spazi ausgeführt, geschweige denn zum Gassigang. So war er gezwungen an dem Platz, den ihm der Strick liess, seine Geschäftchen zu verrichten und gezwungener Massen auf demselben Platz auch zu liegen und zu schlafen.

Die Augen gehen einem über, wenn man so etwas hört, dass ein Freund, ein Hund, der nichts auf der Welt falsch gemacht hat, so gequält und misshandelt wird.

Kuscheln
Kuscheln
Nähe zu Kumpel`s lernen
Nähe zu Kumpel`s lernen
Lernen, eine Box zu lieben
Lernen, eine Box zu lieben

Aber dann kam, dem Hundehimmel sei Dank, sein jetziges Herrchen ins Spiel. Der ging mit einem Studienkollege nach Litauen in ein Studien-Austauschprogramm, brauchte  dort eine Wohnung und fand sie in diesem Mietshaus, wo Jeday vor sich hinvegetierte. Jeden Tag mussten nun die beiden an Jeday vorbei, wenn sie in ihre Wohnung wollten.

Und eines Tages konnten sie nicht mehr weiter an diesem Elend vorübergehen. Sie unternahmen alles menschenmögliche, dass sie Jeday, der damals noch anders hiess, wenn er denn überhaupt einen Namen hatte, von seinem Besitzer übernehmen konnten.

Sie hatten, und hörten einfach nur auf ihr gutes Herz, und wollten Jeday von diesem Elend erlösen, mitnehmen in die Schweiz und ihm ein supergutes Plätzchen suchen, denn das hatte er in ihren Augen einfach verdient.

Aber vorher erledigten sie noch den ganzen Papierkram, den es für solch eine Reise braucht, gingen mit Klein-Jeday zum Tierarzt, liessen ihn mit allem was Vorschrift war impfen und versorgen, (es stellte sich heraus, dass er nicht die med. Grundversorgung hatte, die ein Hund benötigt, auch konnte man sein genaues Geburtsdatum nicht herausfinden, es wusste es ja keiner).

Bereit, zum Fressen mit dem Rudel
Bereit, zum Fressen mit dem Rudel
Bei seinem Herrchen zu Hause
Bei seinem Herrchen zu Hause
Bei uns in der Stube
Bei uns in der Stube

So wurde denn alles Nötige korrekt vorbereitet, um mit Jeday in die Schweiz einreisen zu können. Geplant war, dass die beiden Studenten per Flugzeug zurückkamen; das lehnten sie dann aber kategorisch ab, sie wollten Jeday nicht der Ungewissheit, dem Schreck und Alleinsein im Frachtraum eines Flugzeuges überlassen.

So nahmen sie also den langen Rückweg mit einem Auto in Angriff und richteten sich dabei in allem nach den Bedürfnissen ihre Schützlings. Sie schliefen zB. nie in einem Hotel oder Gasthaus, sondern immer im Auto, damit sie Jeday nicht alleine lassen mussten.

Sie liessen ihn überhaupt nie allein, und schon unterwegs lernte Jeday mit Freude und unendlicher Hingabe von seinem neuen Herrchen Grundkommandos und viele kleine Dinge, die es in einem Hundeleben braucht.

Diese Rettung, die gemeinsame Heimfahrt und die vielen kleinen Lernsequenzen schweissten die Beiden unglaublich zusammen, was später noch Folgen haben sollte.

Allerlei Neues erkunden im Gehege
Allerlei Neues erkunden im Gehege
Spazi mit Doghändlerin Noemi
Spazi mit Doghändlerin Noemi
Endlich in sich etwas Ruhe gefunden
Endlich in sich etwas Ruhe gefunden

Wohlbehalten in der Schweiz angekommen, merkte Jeday`s neues Herrchen dann allerdings schnell, dass es gar nicht so einfach war wie gedacht, dieses supergute Plätzchen für Jeday zu finden. Immer entsprach irgend etwas dabei nicht seinen Vorstellungen.

Menschen in ihrem Umfeld halfen mit, erkundigten sich überall, gingen ins Internet und riefen bei Mushern um Hilfe an, aber es klappte nicht. Irgendwann kamen dann Bekannte  auf die Homepage der Huskypost, und meldeten sich bei mir, erzählten mir kurz diese Geschichte, und ich sagte ihnen zu, Jeday auf jeden Fall zu übernehmen, nur müsse es sofort geschehen, denn ich hätte gerade Urlaub und könne Jeday so in aller Ruhe ins bestehende Rudel einführen, bevor ich wieder arbeiten müsse.

 

Doch dann kam es erstens anders und zweitens als ich dachte, ganz anders. Am folgenden Tag hatte ich Kontakt mit Angehörigen des Studenten, und die sagten mir dann --- dieser Mann könne Jeday nicht mehr weggeben und seine Partnerin auch nicht, es sei ihnen nicht möglich, sie hätten ihn jetzt schon viel zu lieb, sie würden ihn behalten. ---

Zuerst war ich sprachlos, am Ende des Telefonates verständnisvoll für die Situation des Besitzers. Er hatte Jeday gerettet, dieser schenkte ihm dafür seine ganze Liebe, sein ganzes Vertrauen, viel, viel Freude. Das schaffte eine innige Verbundenheit. Ich hinterliess meine Adresse und Natelnummer mit dem Angebot, dass mir der Besitzer jederzeit anrufen könne, wenn er in irgendeiner Form Hilfe brauchte. Ich fand, das war ich diesem Jeday schuldig.

 

Dann hörte ich eine ganze Weile nichts mehr und meine eigenen Hunde beanspruchten mich in unserem Alltag. Doch dann, eines Tages kam der Anruf. Jeday und seine Menschen brauchten dringend Hilfe.

Sie wollten ihn unbedingt behalten, wussten sich aber in vielen Dingen nicht mehr zu helfen und bekamen, wenn überhaupt, nur unpassende, fragwürdige Tipps oder vorwurfsvolle, besserwisserische Reden zu hören.

 

Damit fing unsere gemeinsame Geschichte mit Jeday an, und sie dauert an, ist wunderschön und fängt an, Früchte zu tragen.

Jeday will ganz einfach sehen, was draussen in dieser neuen Welt alles passiert und in der Türe hat es schliesslich nur Milchglasfenster. Also...
Jeday will ganz einfach sehen, was draussen in dieser neuen Welt alles passiert und in der Türe hat es schliesslich nur Milchglasfenster. Also...

So, jetzt wisst ihr, wieso ich Eingangs des Berichtes Jungspund Jeday so beschrieben habe. Der arme Kerl ist jetzt ca. eineinhalb Jahre alt und hat in seinem ersten Lebensjahr, wenn überhaupt etwas, dann nichts Schönes erlebt und kennengelernt.

Probiert euch vorzustellen, euch ein bisschen in ihn hinein zu versetzen, was er alles aufholen muss! Das darf man nie, nie unterschätzen, habe ich von Frauchen gelernt. Und so haben wir denn Kumpel Jeday gut in unser Rudel aufgenommen und helfen ihm, wo wir können, alles Versäumte nach zu holen.

Gesagt muss aber sein, dass dieser Kumpel ein total sozialer Geselle ist, sich willig und schnell in Neues fügt und anpasst und lernt, was der Pelz hergibt. Wir haben ihm unsere Ränge in unserer Familie übermittelt, er akzeptiert diese, und damit ist die Basis gelegt, die Sache geritzt.

Und er wird jetzt immer mal wieder zu uns kommen, wenn seine Menschen geschäftlich mal nicht mit ihm zusammen sein können. Und was Frauchen vor allem auch sehr freut: Jeday`s  Herrchen und Frauchen sind genau so soziale Gesellen wie er selber, genau so nett, wissbegierig und lernfreudig. Und die Beiden wissen, dass unser Jeday, (jaja, er ist unser - unser Kumpel!) ein Roh-Diamant ist, der jetzt einfach stilecht, fürsorglich und liebevoll geschliffen werden will.

Eagle
Eagle

12.10.2016

Beim heutigen Training erlebten wir zwei ganz interessante Dinge. Eines, das wir schon des öftern erlebt haben, aber immer wieder spannend ist, und eines, das wir noch nie erlebt haben und uns sehr beeindruckt hat.

Unser Kumpel Jeday kam mit zum Training, nahm sein Herrchen und Frauchen mit und wurde auch eingespannt. Und natürlich gab es für die beiden Menschen mehr zu lernen als für unseren Freund, wie das ja oft so ist.

Michi lernt Jeday das Zuggeschirr richtig anzuziehen
Michi lernt Jeday das Zuggeschirr richtig anzuziehen
Kumpel Jeday ist das erste Mal in unserem Gespann mit dabei
Kumpel Jeday ist das erste Mal in unserem Gespann mit dabei
Für die letzte Strecke setzt sich noch Michi auf den Wagen, Jeday`s Herrchen.
Für die letzte Strecke setzt sich noch Michi auf den Wagen, Jeday`s Herrchen.

Angefangen beim Wässern, über das Anschirren und Einspannen und vieles mehr mussten die beiden lernen, haha, sie waren in der Hundeschule, könnte man sagen, während man Jeday einfach einspannen konnte, er sich kurz an mir orientierte und dann losrannte, wie uns das halt einfach so im Blut liegt. Wie sagt doch ihr Menschen immer: Aller Anfang ist schwer, gell Michi.

So, nun muss ich aber wieder anständig schreiben, denn sonst gibt es von Frauchen eins hinter die Löffel und, was viel schlimmer wäre, Michi käme vielleicht nicht mehr mit Jeday, und das möchte ich denn nun auf gar keinen Fall.

 

So machte also Jeday das erste Training in einem grossen Gespann und er machte es wirklich gut. Es machte ihm Spass und er schaute immer wieder nach uns, wie wir das machten. Er schaute aber auch noch in der Geografie herum, anstatt nur auf den Trail, aber da möchte ich nun nicht die Pfote umdrehen und schauen, wer in unseren eigenen Reihen das auch gut kann. Nein, er hat das wirklich gut gemacht und sich so anständig benommen, dass er von mir aus gerne wieder dabei sein kann. Und die Chefin wird auch nichts dagegen haben, überhaupt die Weiber, sie tanzen ja alle mehr als weniger um ihn herum...

Frauchen kommt mit Snow und Blizzi am Bike
Frauchen kommt mit Snow und Blizzi am Bike
Blizzi zum Ziehen, Snow wegen der Leidenschaft
Blizzi zum Ziehen, Snow wegen der Leidenschaft
Und das ist "Velo-Zwärg"- seit Neustem
Und das ist "Velo-Zwärg"- seit Neustem

Und dann kam dieses hübsche, weisse Pferd. Und weil es plötzlich stehen blieb, ging unser Frauchen zu ihm und sprach sein Frauchen an, und fragte, ob sie Probleme habe mit ihm, weil wir so heulten.

Aber dieses sehr freundliche Pferde-Frauchen sagte, genau das Gegenteil sei der Fall,  Ronja habe uns heulen gehört, als wir am Steak-Out auf das Anschirren warteten. Sie wusste aber nicht recht was das war und sein soll, und so habe Ronja von sich aus ihr Frauchen   zu uns gelenkt, sie war soo neugierig, dass sie einfach den Weg entlang zu uns kam, stehen blieb und uns zuschaute.

Ihre Ohren spielten hin und her, zwischen unserem freudigen Begrüssungsbellen und den beruhigenden Worten ihres Frauchens. Sie hatte gar keine Angst und ich weiss genau, wieso. Sie hatte volles Vertrauen in ihr Frauchen, spürte, dass auch Frauchen das Geschehen interessant und nicht beängstigend fand. Und so stand sie da, und schaute und schaute...

Ronja, das neugierige und sehr hübsche Pferd
Ronja, das neugierige und sehr hübsche Pferd
mit seinem sehr freundlichen Frauchen
mit seinem sehr freundlichen Frauchen
Ob Klein-Jeday noch nie ein Pferd gesehen hat?
Ob Klein-Jeday noch nie ein Pferd gesehen hat?

Ahh, das scheint auch so ein megaverständiges Frauchen zu sein wie unseres, das unsereins nicht immer nur seinen Stempel aufdrücken will, sondern uns auch mal unseren Willen lässt, um etwas zu erkunden, oder zu entdecken. Ich muss schon sagen, dieses Frauchen hat mir echt gefallen; ich weiss ja nicht wie es ist ein Pferd zu sein, aber sollte ich einmal eins werden, dann möchte ich wirklich zu diesem emphatischen Frauchen.

Das war wirklich ein eindrückliches Erlebnis, ich hörte auch mein Frauchen und Nicole darüber reden, dass sie ganz glücklich seien, und wie schön es sei, doch noch solchen Menschen zu begegnen.

Dann tschüss Ronja, vielleicht sehen wir uns ja wieder einmal, und dann kennst du uns, gell.

Ice
Ice
Chenook
Chenook

25.10.2016

Frauchen nahm uns zwei heute Nachmittag ins


Haus, zog uns die Halsbänder an und --- dann passierte gar nichts. Ähm, zuerst hat uns das etwas irritiert, weil meist passiert etwas Tolles, wenn wir die Halsbänder ankriegen. Oder sollte das wieder eine dieser Lernsequenzen sein, wie Frauchen das nennt, wenn sie etwas mit uns üben will?

Nun, Chenook und ich sind ja in sich ruhende Persönlichkeiten, also legten wir uns hin und dösten ein wenig. Irgendetwas würde schon geschehen...

Wir empfangen unsere Gäste
Wir empfangen unsere Gäste
Vertrauen aufbauen
Vertrauen aufbauen
Timi zeigt mir seinen Traktor
Timi zeigt mir seinen Traktor

Ein lieber Mensch von Frauchens Rudel kam uns besuchen und hatte ihren Welpen dabei. Kumpel Chenook und ich standen ganz ordentlich im Türrahmen und hiessen die beiden willkommen.

Muss eine ganz spezielle Rasse sein, der Kleine, alles war an ihm dran, Zähne, Fell, die Augen offen, die Ohren ja sicher auch, konnte auf nur zwei Pfoten schon richtig laufen; aber er war noch so klein, soo klein.

Also haben wir uns ihm sehr vorsichtig und friedfertig genähert und er schien unsere Signale zu verstehen. Ich bin dann sehr weit gegangen und hab mich vor ihm auf den Rücken gelegt, und er hat mich ganz zart gekitzelt. Obwohl noch so klein, hat er meine Botschaft verstanden. Gut gemacht, Welpe Tim!

Gerne lasse ich mich dann von Klein-Tim kitzeln
Gerne lasse ich mich dann von Klein-Tim kitzeln
Ganz huskylike warte ich anständig, bis ich auch etwas bekomme
Ganz huskylike warte ich anständig, bis ich auch etwas bekomme

Als die drei dann gefuttert haben, bin ich natürlich ganz leise und unauffällig in die Nähe gekommen. Chenook, du weisst, du musst warten, sagte da Frauchen ganz unnötigerweise zu mir. Natürlich warte ich bis ich an der Reihe bin, wie seh ich denn aus, Frauchen,  ich will ja nur schauen, wie der Kleine frisst!

Danach kam dann mein Happen schon, hatte ich ja gewusst. Darum hab ich auch so schön gewartet, meinen Hab-schon-lange-nichts-mehr-gehabt-Blick draufgetan, und der hat sich wieder einmal mehr bewährt.

Na klar, das Besucherfrauchen musste doch seinem Kleinen lernen, wie man uns Gudi`s gibt, und die habe ich dann bekommen. Dann hat Klein-Tim mir noch seinen Traktor gezeigt, und damit in der Küche herumhantiert. Ich zog mich dann etwas unter den Tisch zurück, denn zwischendurch heulte der Welpe manchmal in so hohen Tönen, die wir in unserem Repetoire gar nicht kennen und das ging mir durch Mark und Pfote.

Timi lernt mir Gudi geben, und ich bin dabei ganz vorsichtig
Timi lernt mir Gudi geben, und ich bin dabei ganz vorsichtig
Timi lernt Snow kennen
Timi lernt Snow kennen
Spielen mit Welpe Tim
Spielen mit Welpe Tim

Ich nahm dann die zwei Frauchen und Welpe Tim mit in die gute Stube, dort alberte ich mit ihm noch etwas auf dem Sofa herum, bis er plötzlich aufstand und zum Fenster hinaus schaute. Und dabei sagte er immer "Pampe, Pampe". Sein Frauchen übersetzte mir, das heisse "Lampe". Ich stellte mich dann auch zu ihm ans Fenster, um zu schauen wo denn der kleine Wicht ein Lampe sehe -

Klein Tim erzählt mir, was er sieht. "Pampe",  (Lampe) wiederholt er immer wieder.
Klein Tim erzählt mir, was er sieht. "Pampe", (Lampe) wiederholt er immer wieder.

Tatsächlich, das gewitzte Kerlchen hat die Strassenlaterne entdeckt, und die brannte ja noch nicht einmal. Ich musste schmunzeln ob diesem niedlichen Kumpel. Es gefiel mir, so neben ihm zu stehen und ihm zu zuhören, was er mir da in seinem Kauderwelsch alles erzählte.

Dann mussten sie leider wieder gehen, es wurde langsam Abend, der Kleine musste noch was futtern und dann langsam in seine Box um zu schlafen. Gute Nacht denn und komm bald wieder, Kumpel Tim, wir wollen noch viel Lustiges zusammen erleben!

 

Noch lange, nachdem sie gegangen waren, sinnierte ich aber darüber nach, wieso uns Frauchen die Halsbänder umgelegt hatte. D a s weiss ich jetzt nämlich immer noch nicht. Hatte das wirklich etwas mit Klein-Tim zu tun?

 

Skeena
Skeena

28.10.2016 versus 28.10.2012

Ein wunderschöner Herbsttag war das heute, voller herrlicher Sonnenschein, den wir uns warm auf unseren Pelz scheinen liessen; voller  Glück weil unsere lieben Doghändler da waren und uns wieder eine Streichel- und Massagestunde schenkten; voller Freude weil wir ein fantastisch gefüllten Napf erhielten mit Fleisch, Käse, Äpfel und Kuchen.

Rundum ein herrlicher Tag, den Alt und Jung in vollen Zügen genossen.

Ein herbstlich gefärbtes Blatt segelt Ice zwischen die Pfoten
Ein herbstlich gefärbtes Blatt segelt Ice zwischen die Pfoten
Yukon erhält eine Bein-Massage
Yukon erhält eine Bein-Massage
Damals am gleichen Datum, vor vier Jahren...
Damals am gleichen Datum, vor vier Jahren...
Kuschelüberfall auf Doghändlerin Noemi
Kuschelüberfall auf Doghändlerin Noemi
Wir umringen unsere Frauchen, jeder will möglichst nahe sein
Wir umringen unsere Frauchen, jeder will möglichst nahe sein
ein unvergleichlicher Wintertag; Genuss pur!
ein unvergleichlicher Wintertag; Genuss pur!

Und da erzählt mir Kumpel Eagle:

Ganz im Gegensatz zum 28. Oktober vor vier Jahren, hätten wir nicht Fotos gemacht, man würde es nicht glauben: Da hat es über Nacht geschneit, 10-15 cm, frischer, herrlich duftender Schnee! Das war natürlich auch ein toller Tag damals, raus aus dem Haus und hineingerannt in denn unberührten Schnee. Was haben wir herumgealbert und uns durch diese weisse Pracht gejagt, uns darin gewälzt und ihn auf unsere Schnauzen geladen - ja stimmt, wir waren natürlich auch alle vier Jahre jünger.

Old-Chenook auf dem "Behandlungstisch"
Old-Chenook auf dem "Behandlungstisch"
Freiluftpraxis Huskypost und Co.
Freiluftpraxis Huskypost und Co.

Dann bekam Old-Chenook noch seine Krallen gewetzt - ähm?, nein gekürzt natürlich. Die Frauchen stellten ihn auf einen Tisch als wäre er beim Doc, und sie standen ringsum.

Der arme Kerl tat mir leid; obschon, als ich richtig hinschaute sah ich, dass Noemi ihm ein Leckerli nach dem andern gab - jaaa, da hätte ich allerdings auch so schön mitgemacht. Verstohlen schaute ich auf meine Krallen, ob die es nicht auch nötig hätten, gekürzt zu werden, aber dem war nicht der Fall - leider!

Herbstimpressionen im Husky-Gehege, 13.11.2016

Bilder-Galerie

Ice
Ice

18.11.2014

Mädel Shirin kommt uns besuchen, sie sei total vernarrt in uns Husky`s, hat Frauchen uns gesagt.

Nun hat sie von ihrem Gotti zum Geburtstag einen Erlebnis- Nachmittag mit uns geschenkt bekommen. Toll, das wird wieder spannend für uns.

Und stellt euch vor, in mich hat sie sich sofort verliebt... Oh es ist einfach schön, so verliebte Menschen um sich zu haben, die nur eines wollen: Mit uns zusammen sein, immer hierbleiben, uns mit nach Hause nehmen ---

Aber unserem Frauchen ist es jeweils auch sehr wichtig, diesen Menschen  immer auch bewusst aufzuzeigen,  wer wir genau sind, was wir alles benötigen, dass man uns nicht einfach in die Ecke stellen kann, wie ein Kuscheltier, wenn die erste Faszination vorbei ist. Und ich finde, damit hat sie völlig recht.

Shirin krault mir meinen Bauch...
Shirin krault mir meinen Bauch...
...auch Borea macht es vorbildlich.
...auch Borea macht es vorbildlich.
...sie hat sich sofort in mich verliebt.
...sie hat sich sofort in mich verliebt.
Dann geht`s los zum Spazi...
Dann geht`s los zum Spazi...
Merkur wartet auf sein Fressen...
Merkur wartet auf sein Fressen...
...und ich mag mein Mädel Shirin sehr.
...und ich mag mein Mädel Shirin sehr.

Aber Klein-Shirin weiss schon vieles über uns, und benimmt sich auch sehr gewandt. Und als ich auf dem Spazi etwas sehe, was mich sehr interessiert, bemerkt sie dies sofort, weil sie mich während dem Gehen  beobachtet hat.  Und so ist ihr nicht entgangen, dass ich meine Ohren noch ein bisschen mehr gespitzt habe und mein ganzer Körper die Signale aussandte: Ui da vorne ist etwas...

Und genau das sagte auch Shirin: "Da vorne muss was sein, so wie sich Ice jetzt benimmt, ich nehme sie ein wenig näher zu mir".

Und weil sie ein so kluges Mädel ist, laufe ich dann auch schön anständig neben ihr weiter, denn ich mag sie, und will es ihr nicht schwer machen.

So haben wir zusammen einen wunderschönen Nachmittag gehabt, wir alle haben es genossen und wir sind stolz, dass wir wieder einen Husky-Freak mehr kennen lernen durften. Wer weiss, vielleicht kommt meine Shirin ja wieder einmal zu mir...

April 2019

 

Was du liebst, lass frei.

Kommt es zurück,

gehört es zu dir -

für immer.

 

                         Konfuzius